(openPR) DEUTSCHE BKK distanziert sich von arbeitgebernaher Studie
Berlin, den 12. Januar 2009. Die DEUTSCHE BKK distanziert sich von der aktuellen Studie der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Die Untersuchung vergleicht die Ausgaben für medizinische Leistungen in allen Bundesländern. Dabei stellt sie erhebliche Unterschiede fest. Schlussfolgerung der Studie: Einsparungen in Milliardenhöhe seien möglich. Die DEUTSCHE BKK lehnt den Untersuchungsansatz der Studie ab, stimmt aber dem Ergebnis zu. Es besteht sogar noch größeres Sparpotenzial – allerdings an anderer Stelle, als die Studie behauptet.
Die DEUTSCHE BKK unterstützt die Aussage, dass es große Effizienzreserven im Gesundheitssystem gibt. Grundfalsch ist allerdings der Studienansatz der INSM: Aus regionalen Kostenunterschieden kann man nicht folgern, dass in manchen Regionen zu viel für die medizinische Behandlung bezahlt wird. Solche Differenzen gibt es immer, wenn Bedarf und Angebot an medizinischen Leistungen in den verglichenen Gebieten nicht völlig identisch sind. Wichtig ist, dass die Versicherten eine bedarfgerechte Therapie erhalten.
Die Ursache für die überhöhten Ausgaben liegt vielmehr in unnötigen medizinischen Maßnahmen. Achim Kolanoski, Vorstandsvorsitzender der DEUTSCHEN BKK, erklärt dazu: „Die Effizienzreserven sind weit höher als in der Studie einzuschätzen. Auf bestimmten medizinischen Gebieten kommt es häufig zu Fehlversorgungen und Überversorgungen – völlig unabhängig von der Region. Diese Kosten können problemlos eingespart werden.“
Eine weitere Ursache für überhöhte Kosten sieht Kolanoski in der Bindung an vom Gesetzgeber vorgegebene Verträge: „Zur Zeit sind die Krankenkassen gezwungen, Leistungen zu Preisen abzunehmen, die nicht sie selbst ausgehandelt haben. Mit mehr Vertragsfreiheit könnten die Kassen wesentliche günstigere Konditionen für ihre Patienten erzielen.“










