(openPR) Viele DCM-Fonds werden derzeit an der Zweitmarktbörse in Hamburg zu Werten weit unter 100% zum Verkauf angeboten. Die Nachfrage nach Anteilen dieser Fonds wird sich sehr wahrscheinlich kaum erhöhen: Im Zuge der staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen die S&K-Gruppe sind nun auch DCM-Fonds in den Focus geraten. Betroffen sind tausende Anleger. Sie haben Anteile an DCM-Fonds häufig auf Empfehlungen von Banken gezeichnet. Das nötige Eigenkapital für den Erwerb der Fondsanteile sollen Banken gelegentlich als Kredit zur Verfügung gestellt haben; mit der Perspektive, dass Zinsen und Tilgungen aus den Ausschüttungen der Fonds geleistet werden könnten. „Soweit solche Vermittlungen erfolgten, können sich Anleger Chancen ausrechnen, ihren Schaden ersetzt zu bekommen“, weiß Anwalt Klaus Dittke, der seit mehr als 25 Jahren Geld aus gescheiterten Anlagen zurückholt.
Es ist bekannt, dass viele dieser sog. geschlossenen Fonds, nicht nur von DCM sondern auch von vielen anderen Anbietern, die in Aussicht gestellten Ausschüttungen nicht leisten. Die Anlagen z.B. in Immobilien, in Containern oder etwa in Solarfeldern in Spanien werfen offenbar nicht genug ab, um neben den oftmals hohen Verwaltungskosten der Fondsbetreuer auch noch etwas für die Kapital gebenden Anleger übrig zu lassen.
DCM soll mutmaßlich mit S&K zusammengearbeitet haben. Die Vorwürfe gegen die S&K-Initiatoren sind so schwerwiegend, dass Haftbefehle vollstreckt wurden. Dabei soll es dem Vernehmen nach auch um Gefälligkeitsgutachten von Immobilien-Sachverständigen gehen. Derartige Gutachten wurden mutmaßlich auch für Immobilien der insolventen WGF-Gruppe erstellt. Deren Werte musste zuletzt massiv zurückgesetzt werden; zum Schaden von tausenden Anlegern, die annähernd 200 Mio. € in WGF-Hypothekenanleihen angelegt haben. WGF hat im Frühjahr 2012 versucht, ein Gebäude an S&K zu verkaufen.
Düsseldorf, 23.02.2013
Klaus Dittke, Rechtsanwalt für Kapitalanlegerrecht






