(openPR) Ein Blick in die Kursliste der Zweitmarktbörse.de zeigt, wie groß die Enttäuschung der Anleger ist: Ihnen wurden für die Beteiligung an Solarfonds nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch gute Verzinsungen versprochen. Nominal 25.000 € Beteiligung am DCM Energy Solar 1-Fonds z.B. werden derzeit für 40% angeboten; sprich für 10.000 €. Kaufinteresse liegt freilich nur zum Kurs von 25% vor; also für 6.250 €. Am 10.07.2012 wurde eine Beteiligung für 30% verkauft. In fünf Jahren Laufzeit des Fonds der DCM Deutsche Capital Management AG sind also 70% Kursverlust angefallen. Hintergrund der Verunsicherung der Anleger sind offenbar Befürchtungen, die sich aus der Leistungsbilanz des Fonds für 2010 ergeben. Demnach können „diverse Umrüstungs- und Nachrüstungsvorschriften ... zu nachlaufenden Investitionskosten in unbekannter Höhe führen“. Schon für 2010 haben die Anleger nicht die versprochene Ausschüttung bekommen. Der Rechenschaftsbericht für 2010 wurde erst Anfang 2012 vorgelegt. Geht es in diesem Tempo weiter, bleiben die Anleger bis Anfang 2013 im Unklaren.
Der DCM Energy Solar 1 Fonds ist nicht der einzige Solarfonds, der offenbar nicht planmäßig läuft: Für einen Anteil am Fonds SolEs21 von Voigt & Collegen begnügte sich jüngst ein Anleger mit einem Kurs von 79%. Der Rechenschaftsbericht für 2011 liegt noch nicht vor. Für 2010 haben die Anleger im April 2011 eine Ausschüttung bekommen. Angaben über eine entsprechende Zahlung im April 2012 sind bislang nicht zu finden.
„Es steht zu befürchten, dass der gute Wille vieler Anleger von Initiatoren ausgenutzt wurde“, sagt Rechtsanwalt Joachim Schweiger von der Kanzlei DSKP.de in Düsseldorf: „Jetzt kommt es darauf, dass Anleger sich formieren, um sach- und zeitgerechte Informationen über die Verwendung und Verzinsung ihrer Gelder einzuholen und ggf. Maßnahmen zur Heilung der Schäden, sprich der Verluste, ergreifen.“
Düsseldorf, 18.07.2012
Joachim Schweiger, Anwalt für Kapitalanlegerrecht










