(openPR) Immer mehr Länder in Europa werden von einer heftigen Grippewelle erfasst. Am stärksten sind zur Zeit Belgien, Luxemburg und Schweden betroffen. In Deutschland und jetzt auch in Bayern ist die Influenzaaktivität stark erhöht. In den letzten 10 Jahren wurden nur in den Saisons 2004/05, 2006/07 und 2008/2009 höhere Werte des Praxisindex erreicht.
In unserem Landkreis wurden dem Gesundheitsamt im Landratsamt Weilheim-Schongau in der siebten Woche 19 laborchemisch bestätigte Influenzafälle gemeldet, die im inzwischen im ganzen Landkreis vorkommen.
Überwiegend handelt es sich um Typ-A-Erkrankungen. Während anfangs ältere Erwachsene überdurchschnittlich betroffen waren, wurden in der letzten Woche 14 Kinder zwischen zwei und elf Jahren gemeldet. Schwere Krankheitsverläufe sind bei den Kindern bisher nicht aufgetreten, allerdings mussten zwei ältere Erwachsene stationär behandelt werden, Todesfälle wurden bisher nicht gemeldet.
„Eine Virusgrippe ist keine harmlose Erkrankung“ so Dr. Karl Breu, Leiter des Gesundheitsamtes. Die Influenza ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege des Menschen. Die Infektion wird durch kleine Tröpfchenmengen ausgelöst und ist hoch ansteckend. Grippe kann beim Sprechen, Niesen oder direkten Kontakt übertragen werden.
Die Influenza kann jeden treffen, auch völlig gesunde Menschen. Jedes Jahr erkranken allein in Deutschland pro Grippesaison - von Dezember bis April - tausende Menschen an Influenza. Influenzaviren schädigen die Schleimhaut der Atemwege und vermindern die Abwehrkräfte, dadurch wird der Körper für lebensgefährliche Komplikationen anfällig. Denn trotz des rapiden Fortschritt der medizinischen und pharmazeutischen Forschung fordert diese schwere Infektionskrankheit nicht nur in der Vergangenheit sondern auch heute noch jedes Jahr ca. 8.000 Menschenleben in Deutschland.
Die Symptome treten typischer Weise schlagartig auf: Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, starkes Krankheitsgefühl und heuer - im Vergleich zu den letzten Jahren - auch trockener Husten.
Die wirkungsvollste Maßnahme zur Vorbeugung der Influenza ist - für Risikogruppen auch jetzt noch - die Grippeschutzimpfung. Sie trainiert das Immunsystem. Nach der Impfung benötigt unser Körper in der Regel etwa 10 Tage zur Ausbildung des Impfschutzes.
Der inzwischen wieder uneingeschränkt verfügbare Impfstoff ist gut verträglich, er wirkt zuverlässig gegen die bisher im Landkreis nachgewiesenen Influenzatypen und die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.
„Da die Influenzaviren von unseren Händen leicht auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übergehen, sollten wir die Händehygiene die nächsten Wochen in den Vordergrund stellen“ empfiehlt Dr. Karl Breu. Allen, die an den oben genannten Symptomen erkranken wird dringend empfohlen unverzüglich einen Arzt zu kontaktieren.
Für weitere Auskünfte stehen Ihnen die Ärzte des Gesundheitsamtes unter der Telefonnummer 0881/681-1600 gerne zur Verfügung.
Dr. Karl Breu












