(openPR) 200 Jahre Richard Wagner – da möchte jeder mitfeiern. Seit vielen Jahren begleitet die Theaterfotografin Karen Stuke aus Berlin die Werke Wagners aus einem besonderen Blickwinkel, sehr lang und intensiv. Jetzt hat Stuke ihre Werke neu geordnet und in der Ausstellung Meistersinger & Co. im Kronenboden vorgestellt.
Schön während ihres Studiums war Karen Stuke von der Vorstellung beseelt, ihre beiden großen Leidenschaften miteinander verbinden zu können: Die Fotografie und die Oper. Dabei bewegte sie vor allem eine Frage. "Wie kann ich einen ganzen Opernabend auf einem Foto unterbringen?"
In ihrer künstlerischen Auseinandersetzung beschäftigte sie sich auch mit der Camera obscura. Dieses scheinbar historische Gerät erlaubt Belichtungen von beliebiger Dauer.
So entstanden ihre inzwischen berühmten Serien wie Sleeping Sister oder City Lights und schließlich auch die ersten Opern in Langzeitbelichtung.
Inzwischen kann die Fotografin auf ein umfangreiches Oeuvre blicken.
Aus dem Gesamtwerk hat sie jetzt die Camera-obscura-Bilder von Wagner-Opern zusammengestellt. In dem Berliner Kunstraum Kronenboden ist bis Mitte Februar kommenden Jahres die Ausstellung Meistersinger & Co. zu sehen. „Fotografien mit der Camera obscura sind in ihrer ganzen Flüchtigkeit komplex, bieten lucide Zwischenräume, ohne deshalb vom Geheimnisvollen und der Größe des Motivs zu verlieren – was gerade bei den Werken Wagners ganz besonders an Intensität gewinnt“, erläutert Stuke den besonderen Reiz und die Originalität der Ausstellung.
Ein gelungener Zeitpunkt zum Besuch des Kronenbodens könnte der 17. Februar sein. Dann findet in dem Kunstraum im Berliner Wedding zeitgleich "Tod in Bayreuth" statt. Die Schauspielerin Kerstin Schweers liest aus Lina Schmalhausens Tagebuch, und der Pianist Scott Curry spielt Musik von Franz Liszt und Richard Wagner. Bisher ist wenig bekannt, dass die letzten Tage im Leben von Franz Liszt, der in Bayreuth während der Festspiele 1886 starb, von seiner 22-jährigen Schülerin Schmalhausen minutiös dokumentiert worden sind. Schweers und Curry zeichnen so das – vor allem dank seiner Tochter Cosima – alles andere als würdevolle Sterben einer der größten Künstlerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts nach.
Das Schöne an der Vielzahl von Feiern zum Wagner-Jahr ist, dass man sich die schönsten und originellsten heraussuchen kann.













