(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Nach einem kurzen Endspurt am Freitagabend starten die Ölnotierungen ein wenig „selbstbewusster“ in die letzte Handelswoche vor dem Weihnachtsfest. Zwar ist der aktuelle Barrelpreis für Nordseeöl (Brent) mit 108,40 Dollar niedriger als der Wert vom Freitag, dies allerdings ist dem Wechsel des Frontmonats am Wochenende geschuldet. Zuvor wurden Februarkontrakte 1,50 Dollar je Barrel unter den Januarkontrakten gehandelt. Die amerikanische Referenzsorte WTI notiert bei 87 Dollar je Barrel – und ist damit einen halben Dollar teurer als in der Vorwoche.
Nur noch sieben Tage sind es bis zum Heiligen Abend, und noch immer ist die Haushaltsfrage in den USA ungeklärt. Viel Zeit bleibt dafür nicht, wie Branchendienst O. M. R. schildert: „Bevor der Streit zwischen den republikanischen und demokratischen Abgeordneten im US-Kongress bis zum Jahresende nicht gelöst ist, muss an den Märkten weiterhin mit automatischen Ausgabenkürzungen und Steuererhöhungen von rund 600 Milliarden Dollar ab Januar 2013 gerechnet werden.“ Und für den Fall, dass die Herren US-Politiker sich mit einer Einigung diesem unschönen Szenario doch noch entziehen wollen, mutmaßen die Analysten von Futures Services im Hinblick auf die Ölbörsen: „Finden Republikaner und Demokraten jedoch eine gute und dauerhafte Lösung, könnte dies nochmal eine Jahresendrallye auslösen.“
Auch Gasöl notiert in London mit 926 Dollar je Tonne geringfügig oberhalb der Werte aus der Vorwoche. Weil auch der Euro mitgezogen hat (1,315 Dollar), bleibt dies für Deutschlands Heizölkunden ohne große Auswirkungen: Das Vorprodukt ist teurer, kann aber günstiger bezogen werden. Wir erwarten ein gleichbleibendes Preisniveau.
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