(openPR) „Ihr solltet kompromissbereiter sein, mehr Werbung machen, sonst werdet ihr als Enfant terrible nicht wahrgenommen oder gar gemieden und andere Institutionen ziehen an euch vorbei.“ „Respekt, dass ihr seit rund 40 Jahren konsequent euren Weg geht und euch nicht kaufen lasst.“ Mit solchen und ähnliche Kommentare werden wir fast täglich konfrontiert. Wie aber soll sich das Institut für Baubiologie + Ökologie heute und morgen positionieren?
Das Institut für Baubiologie + Ökologie und mit ihm alle Baubiologen IBN brauchen nach wie vor ein solides, kompromissloses und damit verlässliches Fundament, also klare Aussagen und Werte rund um das gesunde und nachhaltige Bauen und Wohnen. Ein verlässliches Fundament darf jedoch nicht mit Fundamentalismus verwechselt werden. Dieser birgt inakzeptable Gefahren. Er kann nicht nur zu Feindbildern, Intoleranz, Rückzugstendenzen und Radikalität führen, sondern auch Weiterentwicklungen verhindern und damit in eine Sackgasse führen.
Nötig und wünschenswert ist deshalb Realismus, um „draußen“ wahrgenommen zu werden. Realismus bedeutet aber nicht, käuflich zu sein oder Kompromisse nach Belieben zu machen. Realismus bedeutet, präsent zu sein, gesprächsbereit, offen (auch für Andersdenkende und diejenigen, die es nicht besser wissen), tolerant und herzlich zu sein. In der täglichen Praxis bedeutet dies, auch mal mit Menschen und Institutionen, mit denen man nicht in allen Details konform ist, zu kooperieren, wenn es letztendlich einer guten Sache dient. Es widerspricht dem Wesen der Baubiologie, Feindbilder aufzubauen. Die Baubiologie will vielmehr im ganzheitlichen Sinne offen sein für alle.
Manche würden gerne in einer Nische Schutz vor der manchmal bösen und kalten Welt draußen suchen. Das IBN will jedoch kein Nischendasein fristen, sondern selbstverständlicher Teil und Motor gesellschaftlicher Entwicklungen sein. Und hierfür haben wir gehörigen Rückenwind. Die Trendforschung sagt seit Jahren, dass „Gesundheit“ und „Nachhaltigkeit“ weltweit Megatrends sind. Das IBN lädt also alle ein, der Baubiologie konsequent, aber auch offen, tolerant und herzlich zum Durchbruch zu verhelfen.
Gekürzte Fassung des Artikel „Das IBN - heute und morgen“ von Winfried Schneider.
Den vollständigen Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Wohnung+Gesundheit Nr. 145, S. 5 unter: http://www.baubiologie.de/site/zeitschrift/artikel/145/5.php










