(openPR) Mit der Übergabe von Tablets an acht Fachlehrer des Neuen Gymnasiums (NG) fiel der offizielle Startschuss für ein Projekt, das so noch nie da war im Rhein-Main-Gebiet und darüber hinaus: Eine siebte Klasse testet die neueste Generation von Android-Tablets. Gerade erst entschied das Samsung Galaxy Note 10.1 den Tablet-Test der Stiftung Warentest für sich – ob sich die Geräte auch im Schulalltag als Testsieger erweisen, prüfen bis Ende Juni 2013 die Lehrer und Schüler des Neuen Gymnasiums in Rüsselsheim. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von einem Team der Uni Mainz um die renommierten Medienpädagogen Professor Stefan Aufenanger und Luise Ludwig.
Gelegenheit Medienkompetenz neu zu vermitteln
„Das Projekt unterstützt uns dabei unser mediendidaktisches Konzept weiterzuentwi-ckeln und einen modernen Weg der kreativen und motivierenden Vermittlung von Unterrichtsinhalten auszutesten“, sagt Schulleiterin Maja Wechselberger. „Die Erlangung von Medienkompetenz und das Lernen eines verantwortlichen Umgangs mit technischen Geräten gehört für uns unbedingt zu einer guten schulischen Bildung, in der die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen unabdingbar sind“, so die Pädagogin. Durch die leichten, intuitiv zu bedienenden Geräte kann ebendieser Prozess der Erlangung von Medienkompetenz nun auch außerhalb von Computer- und sogar Schulräumen stattfinden: auf Exkursion, Klassenfahrt oder beim Sport.
„Natürlich soll das Arbeiten mit den Tablets nicht den normalen Unterricht ersetzen, sondern nur ergänzen. Wir wollen erproben, wo die Einbindung Sinn macht“, erklärt Projektkoordinator Benjamin Seelisch das pädagogische Konzept. Für seine Kollegen und Schüler erhofft er sich im Umgang mit den Tablets zusätzliche Motivation im Unterricht und einen neuen Zugang zum eigenständigen und selbstverantwortlichen Lernen nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen.
Um die Lehrer beim Einsatz der Geräte im Unterricht didaktisch zu unterstützen und pädagogisch sinnvolle Unterrichtssequenzen anzuregen, nehmen die Pädagogen in den kommenden Wochen und Monaten an Schulungen teil. „Hier wird gezeigt, wie Apps sinnvoll verwendet werden können und es gibt praktische Tipps“, erklärt Schul-Experte Oliver Fischer vom IT-Ausstatter REDNET. Mit dem Mainzer Unternehmen hat sich das Neue Gymnasium einen erfahrenen Begleiter ins Boot geholt. Schon seit mehreren Jahren betreut das auf Schul-IT spezialisierte Team Pilotprojekte dieser Art. „Aber auch für uns ist das ein spannendes Projekt: Es ist das erste Android-Tablet dieser Art, das hier in unserer Region im Schulunterricht zum Einsatz kommt“, so Fischer.
Neben dem Test eines Android-Tablets im Schulunterricht an sich weist das Rüsselsheimer Projekt gleich noch zwei weitere Besonderheiten auf. Dank einer von Samsung entwickelten Software mit dem Namen „Smart School Solution“ kann der Lehrer im Unterricht beispielsweise die Bildschirme der Tablets sperren und so verhindern, dass die Schüler unaufmerksam sind oder im Netz surfen. Über die Software kann außerdem der Bildschirm eines Tablets an die interaktive Tafel übertragen werden. So kann der Lehrer Materialien mit den Schülern teilen oder die Hausaufgabe eines Schülers an die Tafel werfen und gemeinsam mit der ganzen Klasse besprechen.
Als zweite Besonderheit sind die Tablets mit aufsteckbaren Tastaturen und einem digitalen Stift ausgestattet. „Teil unseres pädagogischen Konzepts ist es“, so Seelisch, „dass die Schüler auch weiterhin handschriftlich zu erledigende Aufgaben erhalten.“ Das Verlernen der Handschrift sei erfahrungsgemäß vor allem von Elternseite ein häufig kritisierter Negativpunkt, der durch das Arbeiten mit dem Samsung Pen von vornherein ausgeschlossen werden kann. Die Tastatur erleichtert dagegen das digitale Schreiben von längeren Aufsätzen gegenüber dem Arbeiten mit einer virtuellen Tastatur auf dem Tablet.
„Wir freuen uns auf eine spannende Zeit“, so Wechselberger.











