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Wieviel Kontrolle braucht der internationale Finanzmarkt?

Bild: Wieviel Kontrolle braucht der internationale Finanzmarkt?

(openPR) (von Stefanie Kratzsch)
"Kapitalismus heißt nicht nur Rendite einfahren, sondern vor allem: mit Risiko umgehen können. Die Finanzkrise zeigt: Gerade daran haben es zu viele Akteure in den Bankhäusern der Welt missen lassen. Risiken wurden unterschätzt." Mit diesen Worten äußert sich Horst Köhler im Jahr 2008 zur weltweiten Finanzkrise, die aufgrund einer Immobilienkrise des US-amerikanischen Marktes im Jahr 2007 über den ganzen Globus hereinbrach. Das Wachstum der Wirtschaft stagnierte weltweit. 2009 schrumpfte die zusammengefasste Wirtschaftsleistung der ökonomisch hochentwickelten Staaten erstmals seit über 60 Jahren und zwar um 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe, die zu einer solchen Krise führen, sind vielfach. Individuelles und nationales Fehlverhalten können Ursachen für den Einbruch des Finanzmarktes sein. Das Fundament dieser Katastrophen ist jedoch in den letzten Jahrzehnten gesetzt worden. Der Finanzmarkt wurde durch den Abbau von Kapitalverkehrskontrollen liberalisiert, um von freien Geldströmen profitieren zu können. Das vermehrte die Kapitalströme und erhöhte die Risikobereitschaft, was zu ersten kleineren Finanzkrisen führte, die wiederrum hohe Kosten für die Volkswirtschaft aufwarfen.
Es herrscht aufgrund der jetzigen wirtschaftlichen Situation eine rege Diskussion über eine Umstrukturierung des Finanzsystems, um Börsen- und Bankenkrisen vorzubeugen. Die Einführung der Tobinsteuer wird bei internationalen Einrichtungen wie dem Financial Stability Board und dem Internationalen Währungsfonds debattiert. Diese soll auf sämtliche internationale Devisentransaktionen erhoben werden, sodass kurzfristige Spekulationen auf Währungsschwankungen vermindert werden können. Anhand von Frühwarnsystemen, ähnlich deren, die zur Vorhersage von Naturkatastrophen genutzt werden, sollen außerdem Veränderungen spezieller Indikatoren erfasst werden. Vorkehrungen für den nahenden Zusammenbruch des Finanzsystems können somit getroffen werden.
Stefan Schüder diskutiert in seiner Arbeit diese und weitere Maßnahmen zur Prävention von Finanzkrisen. Er thematisiert Methoden zur Regulierung des internationalen Finanzmarktes und plädiert für Kontrollen der Finanzströme in den Bereichen, in denen der Finanzmarkt grundlegende Funktionsdefizite aufweist. Regulierungseingriffe sollten ferner für die Beseitigung von Schwachstellen eingesetzt werden, um den internationalen Finanzmarkt einem vollkommenen Kapitalmarkt anzunähern. Durch die Beschränkung der Kapitalströme wird das Risiko einer Finanzkrise bereits stark dezimiert. Die Schaffung eines vollkommeneren Finanzsystems beeinflusst darüber hinaus das Restrisiko für einen Einbruch des Marktes. Bei der Entwicklung eines Systems zur Kriseneindämmung darf - so Schüder - die Differenzierung zwischen Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern nicht vernachlässigt werden. Es ist eine große Herausforderung, ein ausgefeiltes System zur Vorbeugung einer Finanzkrise zu entwickeln. Jedoch sprechen die Krisen, die sich allein im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts ereigneten, für sich. Risiken dürfen nicht weiter unterschätzt, internationale Finanzströme müssen reguliert werden, um den Finanzmarkt zu stabilisieren und weitere wirtschaftliche Einbrüche zu dezimieren. Schüders Buch ist nicht nur Wirtschaftsexperten zu empfehlen. Jedem Leser, der sich über die Hintergründe aktueller Finanzkrisen und deren Vorbeugungsmöglichkeiten informieren möchte, wird die Lektüre Informations- und Ratgebermedium sein.

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