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Ferdinand Kramer – Die Wiederentdeckung eines Avantgardisten: Designklassiker-Ausstellung 14. – 20. 1. 2013

04.12.201211:32 UhrMode, Trends, Lifestyle
Bild: Ferdinand Kramer – Die Wiederentdeckung eines Avantgardisten: Designklassiker-Ausstellung 14. – 20. 1. 2013
Ferdinand Kramer Typenstuhl
Ferdinand Kramer Typenstuhl "Karnak"

(openPR) Im Rahmen des kulturellen Begleitprogramms Passagen zur Möbelmesse 2013 zeigt Markanto in der Kölner Südstadt die Ferdinand Kramer®-Kollektion von e15. Die Kollektion von Reeditionen der deutschen Möbelmarke e15 enthält zwölf Entwürfe aus verschiedenen Schaffensperioden des bekannten deutschen Architekten, angefangen von 1925 bis 1959. Jeder einzelne ein Beispiel für die meisterhafte Schlichtheit Kramers. Erstmalig werden auch neue Objekte der Kramer-Reedition von e15 im Markanto Depot präsentiert.



Ferdinand Kramers Wirken ist von zentraler Bedeutung für die europäische Architektur- und Designgeschichte. Wegen seines sozialorientierten Werkes gilt er als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten sowohl der frühen Moderne als auch der Nachkriegsmoderne. Ferdinand Kramer wird 1898 in Frankfurt am Main geboren. 1916 beginnt er sein Architekturstudium in München. 1919 sucht er das Bauhaus in Weimar auf, kehrt jedoch nach wenigen Monaten enttäuscht über die fehlende reguläre Architekturausbildung nach München zurück. Walter Gropius bedauert seinen Weggang in einem mehrseitigen handgeschriebenen Brief. Nach Abschluss seines Studiums an der TH München 1922 entwirft Kramer Kleinmöbel und weitere Gebrauchsgegenstände wie den berühmten „Kramer-Ofen“. Er hält Vorlesungen und nimmt an der Ausstellung „DIE FORM“ (1924) teil. Ab 1925 ist er unter Ernst May beim Städtischen Hochbauamt Frankfurt tätig, wo er zahlreiche Möbel und Gebrauchsgegenstände für die Siedlungsbauten des „Neuen Frankfurt“ entwirft, aber auch an der Planung der Laubenganghäuser der Siedlung „Westhausen“ beteiligt ist. Daneben entwirft er auch Möbel für Thonet.

Ab 1930 ist Kramer als selbständiger Architekt tätig. Wegen der Modernität seiner Entwürfe und wegen seiner jüdischen Ehefrau Beate Kramer, geb. Feith, wird er während der Nazizeit aus der „Reichskammer der bildenden Künste“ ausgeschlossen und mit Berufsverbot belegt. Seine Arbeiten werden als „Entartete Architektur“ ausgestellt. 1938 folgt Kramer seiner Ehefrau in die USA, wo er in Architektur- und Designbüros arbeitet, bevor er 1940 als Architekt zugelassen wird. Dennoch arbeitet Kramer in New York vorwiegend als Designer: Er entwickelt progressive Warenpräsentationssysteme für Kaufhäuser, eine transportable elektrische Miniküche, seine erfolgreichen „Knock-Down“-Möbel zum Selbst-Zusammenbauen, aber auch seinen erfolgreichen Wegwerfregenschirm „Rainbelle“.

Zum Baudirektor der Johann Wolfgang Goethe-Universität berufen, kehrt Kramer 1952 nach Frankfurt zurück und plant dort die Universitätsbauten bis ins kleinste Detail und prägt damit das Erscheinungsbild der Frankfurter Universität nachhaltig. Das enge, neobarocke Eingangsportal ersetzt er durch einen großen, gläsernen Eingangsbereich – Symbol für den demokratischen Neuanfang und die gesellschaftliche Öffnung der Universität. Insgesamt konzipiert er 23 Universitätsgebäude, entwirft aber auch alle Innenausbauten, Möbel, ja sogar die Beschriftung der Bauten. Dabei knüpft er an seine Tätigkeit in den 1920er Jahren unter Ernst May an.

1961 heiratet er seine zweite Frau Lore Kramer, geb. Koehn, aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Ab 1964 führt er seine Arbeit im eigenen Büro fort und plant unter anderem Frankfurts Stadt- und Universitätsbibliothek. Kramer ist eng mit Persönlichkeiten wie dem Sozialphilosophen Theodor Adorno oder der Künstlerin Charlotte Posenenske befreundet. Kramers Werk wird noch zu Lebzeiten mit zahlreichen Preisen, Ehrungen und Auszeichnungen gewürdigt.

1982/83 wird es erstmals in einer Einzelausstellung im Berliner Bauhaus-Archiv präsentiert.
Kramer stirbt 1985 in seinem Geburtsort Frankfurt am Main. Neben weiteren Ausstellungen wird in den 1990er-Jahren die umfassende Kramer-Retrospektive „Der Charme des Systematischen“ in Zürich, Frankfurt, Dessau und München gezeigt. Obwohl Kramer heute als einer der bedeutendsten Architekten der Moderne gilt, ist die Zukunft seiner denkmalgeschützten Frankfurter Universitätsbauten ungewiss, da der Campus aufgelöst wurde.

Die Ferdinand Kramer®-Kollektion von e15 entstand in enger Zusammenarbeit mit der Familie Kramers und den Archiven. Die verschiedenen Entwürfe sind prägnante Vertreter ihrer Zeit und vermitteln einen Überblick über die unterschiedlichen Schaffensphasen des deutschen Architekten – angefangen von 1925 bis 1959. Sie repräsentieren die gestalterische Vielfalt Kramers; dabei überzeugt jedes Objekt durch radikale Modernität, bewusst gewählte Materialien sowie Langlebigkeit und Funktionalität. Trotz bedingungsloser Einfachheit vermitteln sie in allen Details Eleganz und Ausgewogenheit. Mit der Ferdinand Kramer-Kollektion von e15 sind einige der wegweisenden originalen Möbelentwürfe Jahrzehnte nach ihrer Erstproduktion wieder erhältlich. Markanto präsentiert diese Möbel in einer exklusiven Ausstellung.

Ausstellungsort: Markanto Depot, Mainzer Straße 26, 50678 Köln
Öffnungszeiten während der Passagen:
Montag bis Freitag von 14.00 - 19.00 Uhr
Samstag und Sonntag von 11.00 - 19.00 Uhr

Zum Passagen-Cocktail am Mittwoch, den 16. Januar 2013, ab 19.00 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Es spricht Dr. Gabrielle Lueg, Kuratorin Design & Kunst 20. / 21. Jahrhundert des MAKK, Museum für Angewandte Kunst Köln.

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