(openPR) Ob beim Sport, in Folge eines Unfalls oder aufgrund von schlechter Mundhygiene – vor Zahnverlust ist niemand sicher. Sobald die Zweiten das Gebiss bestimmen, gibt es bei Lücken im Mund nur die Möglichkeit, mit medizinischem Ersatz wieder für ein strahlendes Lächeln zu sorgen. Besonders wenn es um Implantate geht, halten sich jedoch bestimmte Irrtümer bis heute hartnäckig. Was es mit den häufigsten Mythen auf sich hat, stellt Dr. Christoph Sliwowski, Leiter der Zahnimplantat-Klinik Düsseldorf am St. Vinzenz-Krankenhaus, richtig.
Risiko für ältere Menschen
„Ältere Menschen können keine Implantate tragen, weil sie schlecht in den Körper einheilen.“ Irrtum: Für sich genommen stellt das biologische Alter keinen Risikofaktor dar, denn Implantate wachsen in jedem Alter ein. „Vielmehr müssen Fachärzte den gesundheitlichen Zustand ihrer Patienten umfassend betrachten“, erklärt Dr. Sliwowski: „Krankheiten oder Mangelerscheinungen wirken sich auf den ganzen Körper aus, also möglicherweise auch auf Zahn und Zahnfleisch.“
Implantate lösen Allergien aus
Um allergische Reaktionen durch Implantate zu vermeiden, greift die Zahnmedizin auf biokompatible Materialien wie beispielsweise Titan zurück. Es zeichnet sich als besonders gewebefreundlich aus und ruft für sich gesehen keine Allergien hervor. Somit stimmt dieser Mythos nicht. Auch der Irrglaube, Titan mache Männer unfruchtbar, hält sich hartnäckig, ist aber falsch. „Um spätere Komplikationen zu vermeiden, prüfen wir vor Einsatz eines Implantates genau, ob Unverträglichkeiten mit bestimmten Stoffen bestehen“, sagt Dr. Sliwowski.
Keine Flugreisen mit Implantaten
Dieser Mythos stimmt nur halb. Fliegen mit Implantaten ist grundsätzlich ungefährlich. Lediglich direkt nach dem Einsetzen müssen Patienten für eine Woche auf Flüge verzichten, da die Druckunterschiede ansonsten die frischen Nähte beeinträchtigen. Hauptgrund für die Annahme bilden die Flughafenkontrollen zur Ermittlung metallischer Gegenstände. „Bei Einsatz von herkömmlichen Methoden wie Metalldetektor oder Torsonde ist im Normalfall nicht mit einer Signalmeldung zu rechnen“, bestätigt Dr. Sliwowski und ergänzt: „Detektoren reagieren auf elektrische Ströme, die Zahnimplantate nicht aussenden.“ Sollte es in Einzelfällen passieren, dass die Kontrolle mit Einsatz anderer Techniken stattfindet, weisen sich Reisende einfach über ihren Implantat-Ausweis aus.
Sport ist tabu
Auf sportliche Aktivitäten müssen Implantat-Träger nicht verzichten. „Ganz im Gegenteil“, betont Dr. Sliwowski: „Aufgrund des festen Zahnersatzes im Mund profitieren manche Patienten sogar wieder von einem neuen Sicherheitsgefühl und beginnen Sportarten, die sie zuvor vermieden haben.“ Selbstverständlich benötigen behandelte Menschen Schonzeiten, um Heilungsprozesse nicht zu beeinträchtigen. Am besten findet hier eine Absprache mit dem behandelnden Arzt statt, um festzulegen, wie schnell im individuellen Fall wieder durchgestartet werden darf.
Implantate brauchen weniger Pflege und halten nicht lang
Beide Mythen stimmen nicht: Implantate halten durchaus ein Leben lang. Allerdings bedarf es gründlicher Pflege sowie halbjährlicher Untersuchungen beim Zahnarzt. „Behandelte Personen unterschätzen beide Aspekte oft, weil es sich um künstliche Zähne handelt. Jedoch sammeln sich in den Zwischenräumen Essensreste ebenso an wie bei den echten“, erläutert Dr. Sliwowski. Mithilfe von Interdentalbürsten reinigen Anwender Bereiche zwischen Zahnfleisch und Zahnersatz schonend. Mundduschen spülen versteckte Belagreste aus Zahnzwischenräumen. Beachten Patienten Pflege und Kontrolltermine, steht einem uneingeschränkten Leben mit gesundem Zahnersatz nichts im Weg.









