(openPR) Oralchirurg in Berlin macht Sofortbelastung von Knochenqualität abhängig
- Zahnimplantat und Zahnersatz in einer Sitzung
- Stabiles Immunsystem von Vorteil
- Implantatmaterial kann Einwachsen des Zahnimplantats beschleunigen
Berlin (zahnärzte edelweiss/01.11.2010) „Moderne Zahnimplantate sind sofort mit Zahnersatz belastbar“, so Dr. Peter Kienzle, Mitinhaber der Zahnarztpraxis edelweiss in Berlin Charlottenburg. Das bedeutet, dass die Versorgung mit Kronen, Brücken und Prothesen direkt nach dem Setzen eines Implantats möglich ist. Ob Sofortbelastung oder Spätbelastung - hier wird der Zahnersatz erst nach der vollständigen Einheilung des Zahnimplantats befestigt, also Monate später – hängt von bestimmten Gegebenheiten ab. Wichtiges Kriterium: die Knochenqualität; Knochendichte und Knochenvolumen. Ergibt die vor der Implantation durchgeführte Knochenanalyse Defizite, kommt eine Sofortbelastung nicht in Frage. Manchmal wird die Entscheidung über Sofort- oder Spätbelastung auch erst während der Implantation getroffen, wenn der Oralchirurg die Gegebenheiten im wahrsten Wortsinn genau unter die Lupe nehmen kann. „Ob Zahnimplantate sofort belastet werden sollten, ist auch vom Gesundheitszustand des Patienten abhängig“, sagt Kienzle.
Ein instabiles Abwehrsystem kann den vorzeitigen Verlust des Implantats bedeuten, denn unmittelbar nach der Implantation muss das Immunsystem aktiv werden. Seine Aufgabe: Vernichtung der Bakterien, die trotz größter Sorgfalt bei der Implantation zwangsläufig in die Wunde gelangen. Die Stärke des Immunsystems entscheidet darüber, ob das gelingt und das Zahnimplantat planmäßig einwächst oder ob es zu einer Wundheilungsstörung kommt. Deshalb trägt ein stabiler Allgemeinzustand des Patienten zum Erfolg der Zahnimplantation bei. Wohingegen eine bestehende Parodontitis sich ungünstig auswirken kann. „Das ist ein Kriterium, das eher für eine Spätbelastung des Implantats spricht, weil der Knochen häufig nicht die erforderliche Qualität hat“, meint Kienzle. Der Vorteil dieser Spätbelastung: Das Implantat ist bereits vollständig im Kieferknochen eingewachsen und hat sich fest mit diesem verbunden, nicht nur mechanisch, sondern auch organisch. Wenn das Implantat erst in diesem Stadium mit einer Krone oder Brücke belastet wird, konnte sich bereits ausreichend neue Knochensubstanz bilden, um dem Zahnersatz guten Halt zu geben.
„Über den Prozess der Knochenbildung und der damit verbundenen Stabilität des Implantats entscheidet auch das Implantatmaterial“, so der Oralchirurg aus Berlin Charlottenburg. Heute verwendet man Zahnimplantate aus Reintitan. Das ist biokompatibel und löst keinerlei allergische Reaktionen aus. Ein Titanimplantat wird vom Gewebe nicht als Fremdkörper abgestoßen. Im Gegenteil: Die mikrostrukturierten Implantatoberflächen, die die Wissenschaftler inzwischen entwickelt haben, sind sogar wachstumsaktivierend. Sie haben eine gewisse Rauigkeit. Durch Vertiefungen und Erhöhungen entstehen dreidimensional ausgebildete Oberflächen, auf denen Knochenzellen besser haften und sich schneller miteinander verbinden. Das beschleunigt den Prozess der Knochenbildung und sorgt dafür, dass das Zahnimplantat schneller fest einwächst. Weitere Informationen zum Thema unter www.zahnaerzte-edelweiss.de.










