(openPR) Der Unterschied zwischen Sofortimplantation und Sofortbelastung
- Sofortimplantation ist chirurgische Verfahrensweise
- Zahn ziehen und Implantat setzen in einer Sitzung nur bedingt möglich
- Hinterher Sofortversorgung mit Zahnersatz, aber ohne Belastung fürs Implantat
Berlin (zahnärzte edelweiss/06.09.2011) „Die Sofortimplantation ist rein chirurgisches Vorgehen. Bei der Sofortbelastung handelt es sich um eine Maßnahme nach der Implantation, und zwar um die Versorgung des Implantats mit Zahnersatz“, sagt Dr. Peter Kienzle, Oralchirurg und Implantologe in Berlin Charlottenburg. Der Mitinhaber der Zahnarztpraxis edelweiss erwägt Sofortimplantationen in der Regel nur bei einwurzeligen Zähnen, also im Frontzahnbereich. Der Kieferknochen muss dabei entzündungsfrei sein und darf keine Defekte aufweisen. Eine Sofortimplantation auch mit einer Sofortbelastung zu verbinden, stellt aus Sicht Kienzles jedoch ein Risiko für das Einwachsen des Implantats dar. Bei einer Sofortbelastung wird unmittelbar nach dem Setzen des Implantats belastbarer Zahnersatz darauf befestigt. Die Gefahr, dass das Implantat unter dieser Last leidet und verloren geht, fällt bei der Sofortimplantation um ein Vielfaches höher aus als bei der Spätimplantation.
„Die klassische Form ist jedoch die Spätimplantation“, so Peter Kienzle. Das bedeutet, dass erst Wochen nach Entfernung von Zahn bzw. Zahnwurzel eine künstliche Zahnwurzel, das Implantat, in den Kiefer eingesetzt wird. Zu diesem Zeitpunkt sind Entzündungen ausgeheilt, und der Kieferknochen hat sich von der Zahnextraktion erholt. Ein u. U. notwendiger Knochenaufbau kann vorgenommen werden, der Eingriff selbst lässt sich exakter planen. Bei einer Sofortimplantation gibt es nach der Zahnentfernung nur ein kleines Zeitfenster für oder gegen die Entscheidung, sofort zu implantieren. Bestehen Bedenken, beispielsweise wegen einer möglichen Entzündung, kann der Implantologe auf eine verzögerte Sofortimplantation ausweichen. In diesem Fall würde das Zahnimplantat nicht an demselben Tag, sondern innerhalb der folgenden zwei bis sechs Wochen eingesetzt. Die verzögerte Sofortimplantation gestattet eine genaue Beobachtung des tatsächlich existierenden Entzündungsrisikos. Stellt sich dieses als real heraus, wird der Implantologe die klassische Spätimplantation ausführen.
„Eine Sofortimplantation kommt nur in Frage, wenn der Patient im Wesentlichen gesund ist“, bekräftigt Oralchirurg Kienzle. „Dann ist sie auch deshalb sinnvoll, weil sie dem Knochenabbau vorbeugt.“ Nach der Sofortimplantation findet aus ästhetischen Gründen eine Versorgung des Implantats mit provisorischem Zahnersatz statt. Diese Sofortversorgung stellt dabei keine Sofortbelastung dar. Provisorischer Zahnersatz auf Implantaten kann so geformt werden, dass er das Implantat nicht unmittelbar belastet. Man verzichtet z. B. auf Kontaktpunkte zu den Zähnen im gegenüberliegenden Kiefer. Die Versorgung mit voll belastbarem Zahnersatz erfolgt bei einer Sofortimplantation am besten erst zwei bis drei Monaten nach dem Eingriff. Weitere Informationen über Zahnimplantate unter www.zahnaerzte-edelweiss.de. Hier finden sich auch Hinweise auf spezielle Themenseiten, die die Zahnärzte edelweiss für die ausführliche Information ihrer Patienten zu einzelnen Behandlungsschwerpunkten bereit halten.
















