(openPR) Seit 2010 gilt der cologne IT summit_ als das jährliche Gipfeltreffen der führenden Köpfe der Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT). Diesem Ruf machte der Kongress auch 2012 wieder alle Ehre. Am Montag, den 26.11. ging der Wirtschaftskongress in die dritte Runde. Gut 400 Teilnehmer aus den verschiedensten Branchen waren der Einladung gefolgt und informierten sich aus erster Hand, was eine der größten deutschen Wachstumsbranchen aktuell antreibt.
Eine Resonanz, die nicht verwundert. Immerhin sind ICT-Dienste aus der modernen Geschäftswelt nicht mehr wegzudenken. „Die ICT hat branchenübergreifend eine Querschnittsfunktion in nahezu allen Unternehmen, die meisten kommen ohne die Lösungen der modernen Informations- und Kommunikationstechnologie nicht mehr aus“, resümiert Elisabeth Slapio, Geschäftsführerin Handel, Tourismus, Informations- und Kommunikationstechnik der IHK Köln.
Für ICT-Anwender habe sich der cologne IT summit_ daher als fester Termin etabliert, bestätigt Georg Ruppert, Initiator des Kongresses und Geschäftsführer der JOGECON GmbH. „Insbesondere mittelständische Firmen profitierten sowohl bei den einzelnen Vorträgen als auch im gegenseitigen Austausch von neuen Ideen und Denkanstößen. In der schnelllebigen Zeit des Web 2.0 und Mobile Computing gewinnt die Möglichkeit zum Face-to-Face-Networking wieder zunehmend an Stellenwert. Der Kongress lieferte den Rahmen für Business-Innovationen aus erster Hand.“
38 hochrangige Firmenvertreter unterstrichen bei den Impulsreferaten und Podiumsdiskussionen, die strategische Relevanz für geschäftlichen Erfolg. Workshopvorträge vertieften die Erkenntnisse und die Trends aus den Top-Level-Runden. Bei einer Fachausstellung präsentierten parallel dazu 30 Unternehmen ihre Dienstleistungsangebote.
An Stoff jedenfalls mangelte es nicht. Denn, dass man es in der Unternehmensführung dank Informationstechnologie inzwischen mit einer schier unerschöpflichen Bandbreite an Themen zu tun hat, machte etwa die Podiumsdiskussion „Smarter ICT-Planet – Zukunftsperspektiven von Deutschlands Schlüsselbranchen“ geradezu plastisch deutlich.
Unter der Moderation von Dr. Christian Hermanns spannten die Diskutanten den Bogen von der technischen Beherrschbarkeit immer größer werdender Datenvolumina über neue Geschäftsmodelle bis hin zum Fachkräftemangel.
Letzterer setze der Branche mehr und mehr zu, konzedierte Ale-xandra Mülders, Geschäftsführerin der DATAGROUP Köln GmbH. Mit den wachsenden Ansprüchen an die ICT steige auch der Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Sie bemerkt weiter. „Der Fachkräftemangel ist ein riesen Thema und längst kein Luxusproblem mehr.“ Mitunter auch deshalb, weil Arbeitgeber heutzutage anders aufgestellt sein müssten als noch vor ein paar Jahren: Längst seien Arbeitnehmer aus dem Schattendasein des Bittstellers herausgerückt. Heute seien sie es, die die Wahl hätten. Daher setze man in ihrem Unternehmen unter anderem verstärkt auf Mitarbeiterbindungsprogramme und permanente Weiterbildungsangebote. Auch sei das Bestreben groß, die eigenen Auszubildenden in der Firma zu halten.
Nicht die einzige Herausforderung mit der sich die Branche aktuell konfrontiert sieht. Wo immer mehr Daten generiert werden, muss es für den Endverbraucher auch Lösungen geben, diese zu beherrschen. Thomas Breuer, Vorstandsmitglied der Rhein Energie AG, setzt in diesem Punkt ganz auf den Faktor Zeit. „Wir stehen noch am Anfang einer übergreifenden Entwicklung“, sagte er. Der Entwicklungsspielraum in Sachen mobile Endgeräte sei noch lange nicht ausgeschöpft. „Wofür wir
heute noch mehrere Apps brauchen - das wird in Zukunft von einer einzigen gesteuert werden. Das verschafft dem Verbraucher wieder mehr Zeit.“
Aber dennoch – so warf Moderator Dr. Hermanns ein – drohe die Gefahr des „digitalen Burnouts“. „Bei einer permanenten Überflutung mit Informationen – wie muss sich der Mensch ändern, um diese alle nutzen und auch vertragen zu können?“ Eine Frage, die er wiederholt an die Diskutanten richtete.
Professor Dr. Axel Zweck, vom VDI Technologiezentrum, wagte ein Erklärungsmodell: „Wir müssen uns auf eine Zukunft vorbereiten, in der die virtuelle Realität eine besondere Rolle spielen wird. Heute ist das eventuell noch befremdend, aber in 15 Jahren werden viele ihre Arbeit und große Teile des alltäglichen Lebens in der virtuellen Realität abwickeln.“ Dass der Endkonsument parallel zu der technischen Entwicklung in diese neue Welt hineinwachsen wird – daran zweifelte keiner der Diskutanten.
Mit Blick auf die technischen Rahmenbedingungen gab sich Stefan Beberweil, Senior Vice President B2B bei Unitymedia Kabel BW, gelassen, denn als Infrastrukturdienstleister verfüge man über ausreichende Reserven etwa im Glasfasernetz von bis zu 10 Gbit pro Sekunde. Sein Fazit: Die Zukunft könne kommen.
Ähnlich spannende Diskussionsverläufe konnten auch in den anderen Foren verfolgt werden Weitere Kongress-Schwerpunkte waren: „Mobile Geschäftswelten – Gewinne im Überall-Modus“, „Strategische Geschäftsperspektiven im Internet der Dinge und Dienste“. Und: Besonders interessant für Start-Ups - das Thema „IT-Finance“. Zur Debatte stand unter anderem die Frage, welche Finanzierungsmodelle bei einer Neugründung in Frage kommen.
Regen Anklang fand auch das Forum „Sichere Unternehmens-welt- Prävention, Schutz im Zeitalter von Digital Natives und Cyber War“. Dreh- und Angelpunkt waren die Tücken und Gefahren in der digital vernetzten Geschäftswelt.
Fazit der Gäste, der Austeller: Hochaktuelle strategische Unternehmensthemen, Impulse für das Management von Firmen sowie nutzbringender Austausch zwischen Besuchern und Aus-stellern in angenehmer Atmosphäre. Daher ist auch der 4. cologne IT summit_ als wichtiger Wirtschaftskongress für die meisten auch im Jahr 2013 am 18. November wieder ein Muss.












