(openPR) Zivilcourage – zu deutsch „Bürgermut“ – ist eine Zusammensetzung aus zivil (lat. civilis „bürgerlich“) und courage (frz. „Mut“). Sie bezeichnet ein sozialverantwortliches Handeln in Situationen, in denen die psychische oder physische Integrität eines Menschen verletzt wird:
Noch immer gehen Delikte von Straßenkriminalität weit über die Millionengrenze hinaus. Raubüberfälle, Körperverletzungen, Belästigungen, Diebstähle und Sachbeschädigungen sind trotz erhöhter Polizeipräsenz an der Tagesordnung.
Oft geschehen diese Straftaten vor den Augen der Bürgerinnen und Bürger und obwohl diese gerne helfen würden, wissen sie nicht, wie sie Initiative zeigen können, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.
Sechs praktische Tipps für eine effektive Zivilcourage
? Ich beobachte und speichere Einzelheiten zum Täter und Tathergang.
? Ich fordere andere Anwesende zur Mithilfe auf.
? Ich greife ein, solange ich mich nicht selbst in Gefahr bringe.
? Ich versorge das Opfer je nach psychischer und physischer Verfassung.
? Ich organisiere Hilfe unter der Notrufnummer 110.
? Ich halte mich als Zeuge bereit.
Wichtig: Nie die eigene Gesundheit riskieren!
? Nicht direkt eingreifen, wenn der Täter offensichtlich überlegen ist.
? Wegsehen heißt nicht, dass der Angriff nicht stattfindet. Kann mein Gewissen im Nachhinein damit umgehen?
? Weg laufe ich nur, wenn es aus Gründen des Selbstschutzes unvermeidbar ist, dann alarmiere ich aber unbedingt die „110“!
? Das Opfer nach der Tat nicht allein lassen, sondern warten, bis Hilfe da ist. Vielleicht werde ich als Zeuge benötigt.
? Wenn ich dem Opfer nicht aktiv helfe und nicht als Zeuge bereitstehe, ziehe ich mich vom Tatort zurück, sonst blockiere ich die Zufahrtswege für Rettungsdienst und Polizei.
Es sind keine Helden gefordert. Oft sind Angreifer in der Überzahl oder einfach stärker und zu jeder Gewalt bereit. Wichtig ist jedoch, überhaupt zu reagieren. Manchmal braucht es nur einen „Ersten“, der den Mut hat, aufzustehen und anwesende Passanten zu alarmieren, an sie zu appellieren, um dann mit ihnen eine starke Gemeinschaft zu bilden.










