(openPR) Am Dienstag, 05.05.2009, besuchte der Sächsische Ministerpräsident, Stanislaw Tillich, die Aktion Zivilcourage e.V. in Pirna.
Ministerpräsident Tillich sagte: "Die Arbeit der Aktion zeigt genau das bürgerschaftliche Engagement, welches wir brauchen und das in unserem gemeinsamen Interesse liegt. Es macht die Region reicher, vielfältiger und trägt zum kulturellen Leben in der Stadt bei. Ich bin sehr beeindruckt von der Zivilcourage der jungen Menschen die die Aktion tragen und unterstützen!"
"Der Besuch bot eine gute Gelegenheit einen Einblick in unsere Projekte zu geben und ist ein wichtiges politisches Signal und für die Arbeit der vielen Akteure im gesamten Freistaat. Gemeinsam mit allen Bürgerinnen und Bürgern müssen wir umfassende Anstrengungen unternehmen, antidemokratischen Einstellungen den Boden zu entziehen. Die Region Sächsische Schweiz-Osterzgebirge setzt die letzten Jahre hier wichtige Impulse", so Sebastian Reißig (Aktion Zivilcourage).
Nach einer Präsentation zur Arbeit und den Projekten des Vereins, blieb noch Zeit für den gegenseitigen Austausch zu Fragen, Anregungen und Wünschen. "Der Verein wird von vielen getragen und so muss es in einer Demokratie auch sein. Deutlich wird in unserem Landkreis, dass ein partnerschaftliches Zusammenwirken von bürgerschaftlichem Engagement und Behörden wichtig und effektiv ist.", sagte die Vereinsvorsitzende Agnes Muche.
Initiiert wurde der Besuch bereits am Rande der Anne-Frank-Ausstellung 2008 in Freital, für die Ministerpräsident Tillich die Schirmherrschaft übernommen hatte.
Der Ministerpräsident wurde von folgenden Personen bei seinem Besuch begleitet: Präsident der Landesdirektion Dr. Henry Hasenpflug, Landrat Michael Geisler (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge), Oberbürgermeister der
Stadt Pirna Markus Ulbig und Regierungssprecher Peter Zimmermann.
Desweiteren nahmen Agnes Muche (Vorsitzende), Sebastian Reißig (Geschäftsführer), Johannes Enke (Projektkoordinator), Tom Waurig (FSJ Politik), Franziska Voigt (FSJ Politik) und Simirames Friedrich (Schülerin
aus Pirna und Ehrenamtliches Mitglied) des Vereins Aktion Zivilcourage an dem Treffen teil sowie Sven Forkert (Koordinator gegen Extremismus im Landkreis).
Aktion Zivilcourage e.V.
Lange Straße 43
01796 Pirna
Fon: 03501/460880
Fax: 03501/460880
www.aktion-zivilcourage.de
Über das Unternehmen
Die Aktion Zivilcourage versteht sich als parteiübergreifendes Bündnis und setzt sich mit den Themen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rassismus, mit Fokus auf den Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge, auseinander.
Die Aktion Zivilcourage erkennt Rechtsextremismus als gesamtgesellschaftliches Problem und stempelt ihn nicht als Problem der Jugend ab, auch wenn sich entsprechende Denk- und Verhaltensweisen bei Heranwachsenden oft am deutlichsten und extremsten zeigen. Das Wirken der Aktion Zivilcourage zielt demzufolge auch nicht ausschließlich, aber zu großen Teilen auf die Zielgruppe junger Menschen und mit Jugendlichen in Beziehung stehenden MultiplikatorInnen ab. Damit soll langfristig und grundlegend Demokratie gestärkt und rechtsextremistischen Bewegungen der Nachwuchs abgeschnitten werden.
Als Teil der Bürgergesellschaft wirkt die Aktion Zivilcourage aktiv und positiv an der Stärkung der demokratischen Kultur mit. Sie animiert und unterstützt BürgerInnen, ihre Verantwortung wahrzunehmen und Zivilcourage zu zeigen. Dabei lässt sich die Aktion Zivilcourage von dem Grundprinzip leiten, dass sich eine erfolgreiche und stabile Demokratie durch selbstbewusste und aktive BürgerInnen auszeichnet, die andere BürgerInnen unabhängig von ihrer sozialen und kulturellen Herkunft, ihrem Geschlecht und ihrer Religion als gleichwertig anerkennen, die Verantwortung für die friedliche Gestaltung ihrer sozialen Umwelt übernehmen und Probleme sehen und ansprechen, um diese in gemeinsamer, fairer Auseinandersetzung und gemeinsamen Handeln zu lösen.
Weiterhin zielt die Aktion Zivilcourage darauf ab, insbesondere bei Jugendlichen Perspektiven für bürgergesellschaftliches Engagement zu eröffnen. Wir wollen mit unserer Arbeit die Verbundenheit junger Menschen mit ihrem Lebensumfeld stärken und dadurch Abwanderung aus der Region verhindern. Die eigenen Aktivitäten der Aktion Zivilcourage konzentrieren sich auf das Gebiet des Landkreises Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, durch Vernetzung mit anderen sächsischen Initiativen wird aber auch eine überregionale Wirkung beabsichtigt.
Aber nicht nur fest organisierte Kameradschaften, auch der ganz "normale" Alltagsrassismus und die vielen MitträgerInnen des rechtsextremen Gedankengutes vergiften das Klima in unserer Region. Rechtsextreme Parteien und Kameradschaften setzen mit ihren Strategien und allen anderen Aktivitäten besonders auf junge Leute und stoßen dabei nicht nur auf taube Ohren. Deshalb halten wir es für besonders wichtig, gerade Jugendlichen zu zeigen, dass dumpfe Parolen keine gesellschaftlichen Probleme lösen und geschürte Vorurteile nur ein Feindbild vermeintlicher GegnerInnen schaffen. Vielmehr streben wir ein Klima an, in dem Rechtsextremismus, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Nährboden finden.