openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Vorstand der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. erweitert

21.11.201217:47 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Vorstand der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. erweitert
Der neue Vorstand mit dem 1. Vors. Ralf Zietz und dem Beirat Rechtsanwalt Martin Wittke
Der neue Vorstand mit dem 1. Vors. Ralf Zietz und dem Beirat Rechtsanwalt Martin Wittke

(openPR) Am 17. November 2012 hat die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. ihre jährliche Mitgliederversammlung in Heidelberg abgehalten. Die IGN e. V. kann ein Jahr nach ihrer Gründung eine Verdreifachung ihrer Mitgliederzahl (aus dem gesamten Bundesgebiet und der Schweiz) verzeichnen.



Die Zusammensetzung der Mitglieder macht deutlich, dass es nicht nur Nierenlebendspender selbst sind, die einen unwürdigen Umgang der Mediziner und Versicherungsträger beklagen. Ebenso sind dem Verein Betroffene beigetreten, die eine Niere durch Krankheit verloren haben. Diese werden aber mit dem Hinweis, „mit einer Niere könne man gut leben“ mit den gleichen Erschöpfungssymptomen wie Nierenlebendspender ebenfalls nicht ernstgenommen. Zudem sind auch Transplanierte und nierenkranke Menschen dem Verein beigetreten, um so aktiv ihrem Ärger und ihrer Empörung über den Umgang mit Lebendspendern Raum zu geben.

Der 1. Vorsitzende Ralf Zietz berichtete von den Erfolgen der Öffentlichkeitsarbeit. So hat die Forderung des Vereins nach versicherungsrechtlicher Absicherung der „Altspender“ im neuen Transplantationsgesetz Widerhall gefunden. Dank der Beweislastumkehr gemäß § 12 a SGB VII (Beweislast liegt bei der gesetzlichen Unfallversicherung, dass gesundheitliche Probleme nicht auf die Organlebendspende zurückzuführen sind), sollte in Zukunft die Durchsetzung berechtigter Ansprüche einfacher sein. Die Praxis zeigt jedoch, dass viele Sachbearbeiter bei den Landesunfallkasse diese Neuerung noch nicht kennen und wie gewohnt ablehnend reagieren.

Auch sind zahlreiche Klinken dazu übergegangen, ein Erschöpfungssyndrom als mögliche Folge der Nierenlebendspende im Rahmen der Aufklärung zu erwähnen, obgleich hier noch viel Widerwillen seitens der Medizin zu spüren ist und das Problem nach wie vor „kleingeredet“ wird. Der von Ralf Zietz gemeinsam mit Christiane Geuer verfasste Artikel „Fatigue – Eine Diskussion“, der auf der Vereinshomepage (www.nierenlebendspende.com) zum Download zur Verfügung steht, findet bei den deutschen Transplantationsmedizinern Beachtung. Die klare schnörkellose Wortwahl des Artikels stößt dabei nicht immer auf Zustimmung.

Es folgte ein Vortrag von Christiane Geuer über die möglichen biomedizinischen Zusammenhänge der bei Nierenlebendspendern sehr häufig eintretenden dauerhaften Nierenunterfunktion und der sehr häufig beobachteten vorübergehenden oder dauerhaften chronischen Erschöpfung und permanenten Müdigkeit. Christiane Geuer bemängelte die nicht vorhandene Bereitschaft der Transplantationsmedizin, diese nachvollziehbaren Zusammenhänge anzuerkennen. Es sei einfacher, jeden betroffenen Nierenlebendspender als „depressiv“ abzustempeln und sich nicht mit den Fakten auseinanderzusetzen.

Dem Vorstand wurde durch die Mitgliederversammlung Entlastung erteilt. Zudem wurde der Vorstand um mehrere Beisitzer mit bestimmten Aufgaben erweitert.

Herr Martin Wittke, Fachanwalt für Medizin und Sozialrecht, Partner der Sozietät Rassek, Ehinger & Partner aus Bühl, wird die IGN e. V. als gewählter Beirat für Rechtsfragen künftig unterstützen.

Die Mitglieder der IGN e. V. werden sich weiterhin aktiv für eine ehrliche Aufklärung, medizinisch optimale Betreuung und umfassende versicherungsrechtliche Absicherung der Nierenlebendspender einsetzen. Zudem setzt sich der Verein für eine vorurteilsfreie medizinische Versorgung auch der Menschen ein, die eine Niere durch Krankheit verloren haben.

Denn mit nur einer Niere ist das Leben nicht wie vorher.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 680896
 2075

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Vorstand der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. erweitert“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V.

Bild: 37 Grad: Ich gebe Dir meine Niere - ZDF verpasst Chance auf sachliche InformationBild: 37 Grad: Ich gebe Dir meine Niere - ZDF verpasst Chance auf sachliche Information
37 Grad: Ich gebe Dir meine Niere - ZDF verpasst Chance auf sachliche Information
Berlin – Am 10.09.2019 hat das ZDF in der Reihe 37 Grad, unter dem Titel „Ich gebe Dir meine Niere“, um 22:15 Uhr die Geschichten von drei Nierenlebendspenden gesendet. Eine Mutter möchte ihrem nierenkranken Sohn eine Niere spenden, eine Frau ihrem Mann und ein Mann seinem besten Freund. Alle drei Konstellationen sind hervorragend geeignet, um die Problematik der Nierenlebendspende von allen Seiten zu beleuchten. Tatsächlich dürfte die Organlebendspende für das eigene Kind die emotionalste Variante sein. Dafür sind viele Mütter und Väter be…
Zum Tag der Organspende 2019: IGN bietet Aufklärung und Beratung zur Nierenlebendspende
Zum Tag der Organspende 2019: IGN bietet Aufklärung und Beratung zur Nierenlebendspende
Berlin – Eine Nierenlebendspende ist mit hohen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Risiken verbunden. Darauf weist die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) zum Tag der Organspende hin. Durch den Verlust einer Niere sinkt beim Lebendspender die restliche Nierenfunktion auf ca. 70 % der Ausgangsfunktion. In einzelnen Fällen kann es zu noch größeren Funktionsverlusten kommen. Da die von der Transplantationsmedizin selbst gesetzten Grenzen der Nierenausgangsfunktion nach Auffassung der IGN deutlich zu niedrig sind, sind zahlre…

Das könnte Sie auch interessieren:

Frau Prof. Ruth Rissing-van Saan: Verbindliche Richtlinien zur Organlebendspende fehlen noch
Frau Prof. Ruth Rissing-van Saan: Verbindliche Richtlinien zur Organlebendspende fehlen noch
Im Anschluss an die diesjährige Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. in Heidelberg Ende November 2013 fand ein Vortrag der Leiterin der Vertrauensstelle Transplantationsmedizin bei der Bundesärztekammer, Frau Prof. Ruth Rissing-van Saan zu dem Thema „Vertrauensstelle Transplantationsmedizin – Aufgaben und erste Erfahrungen …
Bild: Mit Spenderniere als Sportler erfolgreich in ArgentinienBild: Mit Spenderniere als Sportler erfolgreich in Argentinien
Mit Spenderniere als Sportler erfolgreich in Argentinien
Christian Carl (28) aus Metternich, Betriebswirt und Schatzmeister der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. hat an den 20. World Transplant Games in Argentinien teilgenommen. Er nahm an insgesamt sechs Wettkämpfen als Läufer, Radfahrer und Schwimmer teil. Nachdem er bei seiner „Königsdisziplin“ 20 km Straßenrennen, wegen technischer Probleme …
Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V. wird gegründet
Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V. wird gegründet
… Gruppe von geschädigten Nierenlebendspendern und ihren Unterstützern nicht länger hinnehmbar, daher gründen sie in diesen Tagen den Verein „Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e.V.“. Ziel des Vereins ist nicht die generelle Ablehnung der Nierenlebendspende, sondern die Sicherstellung der versicherungsrechtlichen Absicherung der Nierenlebendspender, …
Bild: Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und PraxisBild: Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und Praxis
Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und Praxis
Vortragsreihe „Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) informiert“ Teil 1: Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und Praxis Trotz der Neufassung des Transplantationsgesetzes im Jahr 2012, in dem auch grundlegende Änderungen zum Schutz der Lebendorganspender vorgenommen worden sind, besteht versicherungsrechtlicher Informations- …
Öffentlicher Vortrag von Frau Prof. Rissing-van Saan am 23.11.2013 in Heidelberg
Öffentlicher Vortrag von Frau Prof. Rissing-van Saan am 23.11.2013 in Heidelberg
… der Bundesärztekammer in Berlin und ehemalige Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof, hält im Anschluss der diesjährigen Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. einen Vortrag zum Thema: „Vertrauensstelle Transplantationsmedizin – Aufgaben und erste Erfahrungen im Schwerpunkt Organlebendspende“ Ort: Der PARITÄTISCHE …
Bild: Aufklärungsfehler vor Nierenlebendspende - Mündliche Verhandlung beim BGHBild: Aufklärungsfehler vor Nierenlebendspende - Mündliche Verhandlung beim BGH
Aufklärungsfehler vor Nierenlebendspende - Mündliche Verhandlung beim BGH
… Knochenschmerzen und erheblichen Konzentrationsmängel führten bei einem der Kläger zur Schwerbehinderung und teilweisen Erwerbsminderung. Siehe hierzu auch die Pressemeldungen der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN) vom 01.11.2016, 30.10.2017 und 09.04.2018. Diese möglichen Folgen einer Nierenlebendspende sind sehr häufig und stellen …
Die Hälfte aller Schweizer Nierenlebendspender 10 Jahre nach der Spende krank
Die Hälfte aller Schweizer Nierenlebendspender 10 Jahre nach der Spende krank
Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.) veröffentlicht heute um 13 Uhr per Newsletter brisante Daten aus dem Schweizer Lebendspendenregister, welche bis heute zurückgehalten werden. REPORT MAINZ (SWR) berichtete am 21. August 2012 in der ARD auf Basis dieser Daten schon zum zweiten Mal über die möglichen Folgen einer Nierenlebendspende …
Eine Werbesendung für die Nierenlebendspende?
Eine Werbesendung für die Nierenlebendspende?
… Spendern wird suggeriert, dass außer dem allgemeinen Operationsrisiko, die Folgen und Risiken der Nierenlebendspende doch eher als gering einzuschätzen sind. Die Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. hat wiederholt darauf hingewiesen, dass verantwortliche Ärzte oft viel zu verharmlosend über die Risiken auf der Lebendspenderseite sprechen. …
Bild: Vorstand der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. tagte in KarlsruheBild: Vorstand der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. tagte in Karlsruhe
Vorstand der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. tagte in Karlsruhe
… Arbeitsbeschlüsse gefasst Kürzlich traf sich der Vorstand um den 1. Vorsitzenden Ralf Zietz aus Morsum, der in Thedinghausen ansässigen, bundesweit aktiven Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. zu seiner halbjährlichen Sitzung in Karlsruhe. Mit fünf von acht anwesenden Vorstandsmitgliedern war die Beschlussfähigkeit gegeben. Die Mitgliederstruktur …
Bild: Jahresrückblick 2014 Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.)Bild: Jahresrückblick 2014 Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.)
Jahresrückblick 2014 Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. (IGN e. V.)
… Bereitschaft, so der Eindruck von Betroffenen, den offensichtlichen Willen des Gesetzgebers umzusetzen. Vortragsreihe eröffnet Am 29. November 2014 wurde die Vortragsreihe „Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. informiert“ mit dem ersten Teil „Schadensregulierung nach Nierenlebendspende – Theorie und Praxis“, eröffnet. Die Referenten Michael …
Sie lesen gerade: Vorstand der Interessengemeinschaft Nierenlebendspende e. V. erweitert