(openPR) Wie Führungskräfte versuchen, sich und ihren Tag zu organisieren
29.10.2012, Essen: Führungskräfte stehen ständig unter Strom. Trotz zahlreicher Methoden, den Arbeitstag zu organisieren und die Arbeitseffizienz zu verbessern, wird der Tag meist noch länger anstatt kürzer. Lösungen sind ebenso rar wie die Erfolge, die damit einhergehen, hat doch jeder Tag für jeden immer nur 24 Stunden.
Generell gilt Zeit als höchstes Gut, vor allem in Deutschland. Das liegt unter anderem daran, dass von einem 24-Stunden-Tag eines „normalen“ Arbeitnehmers 8 Stunden für Arbeit und 8 Stunden Schlaf abgezogen werden können. Fahrzeiten, Mittagspausen und Überstunden lassen nicht selten die verbleibenden 8 Stunden auf einen Rest weniger Minuten oder Stunden schrumpfen. Das Potenzial zum Schöpfen von Freiräumen liegt in der Arbeitszeit, wobei es zwei generelle Wege gibt: 1. Arbeit komprimieren oder unterlassen, oder 2. Arbeit delegieren.
Arbeit vermeiden
Beim Thema Zeit denken die meisten im Unternehmensbereich sofort an Zeitmanagement. Darunter werden Techniken verstanden, mittels derer die vorhandene Zeit straffer geplant und dann effizienter genutzt werden soll. Dazu haben sich diverse Techniken durchgesetzt, u.a. die, dass nicht dringende und unwichtige Aufgaben im Grunde direkt verworfen werden können. Arbeitet man konsequent danach, ist ein Gewinn an Freiraum tatsächlich möglich. Des Weiteren arbeiten viele Führungskräfte mit Smartphones und versuchen damit, den Tag besser zu organisieren und Aufgaben effizienter abzuarbeiten. Studien zeigen, dass die ständige Erreichbarkeit und das Abfangen von E-Mails und Nachrichten auch zur Beeinträchtigung des Abarbeitens von Aufgaben führt – und das wiederum führt zu Zeitverlust. Damit werden vermeintliche Heilsbringer zu trojanischen Pferden.
Arbeit delegieren
Eine andere Hilfe ist z.B. die Sekretärin, die Termine organisiert, nebenbei als eine Art „Anruf-Filter“ dient und der Führungskraft zuarbeiten kann. Für viele ist das allerdings keine Option, da nicht selten erst auf der Vorstandsetage Sekretärinnen eingesetzt werden. Die Ebenen darunter können stattdessen auf Assistenten/innen zugreifen, die aber nicht selten selbst so eingespannt sind, dass delegieren nur beschränkt möglich ist.
Arbeiten, die weder vermieden noch delegiert werden können – Nutzung unproduktiver Zeiten
Bei aller Technik und Unternehmensstruktur gibt es Arbeiten, die weder vermieden noch delegiert werden können. Woher nimmt also der Mitarbeiter, die Führungskraft, der Geschäftsführer oder der Vorstand die fehlenden 2 Stunden, um mit seiner Werbeagentur in Ruhe eine Strategie zu besprechen? Trotz zahlreicher technischer Innovationen bleibt ein Potenzial stets ungenutzt – der Arbeitsweg. Laut einem Spiegel Artikel vom 03.07.12 wohnen über 1,5 Millionen Menschen in Deutschland mehr als 50 Kilometer von ihrem Arbeitsplatz entfernt (Quelle: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/berufspendler-der-stress-auf-dem-arbeitsweg-a-841575.html). Das bedeutet, der durchschnittliche Arbeitnehmer verbringt täglich ungefähr 2 Stunden im Auto, Zug oder Bus. Und dabei wird der Arbeitsweg nicht selten als ”verpendelte“ Lebenszeit wahrgenommen.
Unproduktive Fahrzeit nutzen – das Ideentaxi einer Werbeagentur
Eine innovative Idee, unproduktive Fahrzeit sinnvoll zu nutzen, liefert die Werbeagentur Punktmacher GmbH aus Essen. Punktmacher bietet Kunden und generell Interessierten an, sich morgens im so genannten „Ideentaxi“ zur Arbeit und abends wieder nach Hause bringen zu lassen. (Bild 1: Ein Kunde wird von Zuhause mit dem Ideentaxi abgeholt/ Bild 3: Kunde wird sicher an seinem Arbeitsplatz nach der Fahrt im Ideentaxi abgesetzt) Das Ganze funktioniert nach einem einfachen, aber umso effizienteren Prinzip: Ob Briefing, Statusbericht oder Ideenpräsentation – alles findet zeitsparend auf dem Weg zur Arbeit statt. „So effektiv wie im Ideentaxi habe ich den Arbeitsweg noch nie genutzt“, äußert sich zum Beispiel Marco Tiel, Marketingleiter der Döllken-Kunststoffverarbeitung GmbH aus Gladbeck, zu seiner Fahrt im Ideentaxi. (Bild 2: Briefings oder Konzepte werden im Ideentaxi besprochen)
Eine Idee, entstanden aus einem Kundenproblem
Die Idee entstand aus dem Problem heraus, dass Kunden von Punktmacher immer „schwer zu bekommen“ waren, sagt André Brömmel, Geschäftsführer von Punktmacher. „Dass Kunden darauf so begeistert reagieren, liegt nicht nur am frischen Kaffee oder dem Feierabend-Bier, das wir mitbringen. Es ist der erfreuliche Effekt, dass der Tag entweder früher beendet oder die Arbeitszeit verlängert werden kann.“ Welche Variante präferiert wird, entscheidet der Fahrgast, in diesem Falle also der Kunde. Schön, dass der Kunde gelegentlich auch König ist.
Mehr zu dem Thema „Ideentaxi“ finden Sie unter www.punktmacher.de












