(openPR) Teamarbeit – ein Erfolgsfaktor oder eine Geißel
Burn out, Mobbing, Forderungen nach Flexibilität und Effizienz – immer mehr Menschen treibt es in die Verzweiflung, Krankheit und Lebensunlust.
Teamarbeit Ist das Zauberwort: Auf jeder Stellenanzeige ist es zu finden, in den Reportagen oder Artikeln über Politiker, Funktionsträger, Bankdirektoren. Es scheint, als ob Teamarbeit, die Zugehörigkeit zu einem Team oder der Wille zu und in einem Team über Erfolg oder Misserfolg der Person, eines Amtes oder einer Aufgabe entscheiden. Wenn der neue Kanzlerkandidat Beinfreiheit verlangt, verbunden mit dem leise, zweiflerischen Grummeln der Parteibasis, ob er wohl auch teamfähig sei, (oder will er etwa aus einem solchen fortlaufen) so verbindet sich das Wort und die allumfassende Zugehörigkeit zu einem Team mit fast religiösen Zügen.
Ist das wirklich so? Ist Team ein Schlüsselwort für alles? Ist Teamfähig oder teamunfähig das allumfassende Urteil über jeden.
Könnte Team das Label eines Machtanspruches sein an alle und an jeden. Wer übt diese Macht aus? Wo bleiben die Nichtangepassten, die Kreativen, die Kritiker, die auch einer Gesellschaft den Spiegel vorhalten und neue Wege zeigen?
Das Team kann eine Hölle sein.
(Elisabeth Simon, Berlin)
Zum Thema:
Rainer Strzolka
Team-(un)fähig?
Die Dekonstruktion des Teamgedankens
Berlin: Simon Verlag für Bibliothekswissen
2013, 97 Seiten, softcover
ISBN 978-3-940862-53-2
22,00 €
Anne Grewe
Galerie für Kulturkommunikation
Meldaustr. 3
30419 Hannover
Über das Unternehmen
Wir über uns: was machen wir und wozu?
Der Simon Verlag für Bibliothekwissen ist ein international agierender Fachverlag, der Publikationen zur Bibliotheks- und Informationswissenschaft mit dem Ziel veröffentlicht, Erfahrungen auszutauschen, politische und professionelle Strategien zu entwickeln und pragmatische Lösungen für den bibliothekarischen Alltag anzubieten.
Gegründet wurde der Verlag im Jahre 2008 mit dem Angebot seines ersten Buches.
In erster Linie widmet sich der Verlag Publikationen von jüngeren Kollegen und ihren Abschlussarbeiten. Sie werden sorgfältig lektoriert und in gut lesbarer Form für den Leser veröffentlicht. Mit diesen Publikationen will der Verlag die vorhandene Lücke zwischen erforderlicher Ausbildung der Bibliothekare und Informationsspezialisten und diffusem Angebot schließen. Der Verlag ist außerdem ständig auf der Suche nach neuen Buchideen und Projekten und sehr interessiert an angehenden Autoren, denen er professionelle Hilfe bei der Veröffentlichung eines Buches anbietet.
Seit 2008 führte der Verlag zwei weitere Buchreihen ein: Hören und Lernen sowie Zeitzeugnisse des 20. Jahrhunderts. Das geschah als Reaktion auf die Veränderungen im Bibliothekswesen. Seit dem Jahre 2009 ließ sich der Trend zu der massenhaften Schließung der Bibliotheken beobachten. Grund dazu war die Überzeugung, dass Bibliotheken als Orte der Informationen seit dem Aufkommen des Internets und verschiedener Online Dienste überflüssig werden. Die Bibliothek als Institution brauchte eine neue Orientierung und die findet sie heutzutage in der Kultur: immer öfter wird die Bibliothek zu einem Ort, in dem sich die Kultur und die Information treffen. Die Bibliothek wird somit zu einem Kommunikations- und Kulturzentrum für alle.
Die Bücher aus der Reihe Hören und Lernen verbinden Literatur und Musik auf eine harmonische Art und vermitteln eine neue Kultur des Hörens und Zuhörens. Die Thematik der Bücher umfasst dabei nicht nur zeitgenössische klassische Musik, sondern auch außereuropäische Musik, die zwar nicht jedem bekannt, aber nichtsdestotrotz hörenswert ist. Die Bücher werden von der Veranstaltungsreihe Nachgefragt begleitet, in deren Rahmen Gesprächskonzerte mit modernen Musikern und Komponisten organisiert werden. An den Abenden werden die Werke der Künstler uraufgeführt, denen anschließend die Podiumsgespräche folgen. Auf solche Weise werden die zeitgenössischen Musikkünstler dem Publikum nicht nur durch ihre Werke, sondern auch als Personen vertraut, was auch den Zweck der Bücher aus der obengenannten Reihe wiederholt.
Die zweite Buchreihe Zeitzeugnisse des 20. Jahrhunderts wurde mit der Intention ins Leben gerufen, den Zeitgeist der damaligen Zeit erlebbar zu machen. Durch die Veröffentlichung der Briefe, Tagebücher und Lebenserinnerungen der Zeitzeugen des vergangenen Jahrhunderts können sich die Leser die damalige Zeit genau vorstellen. Auf solche Weise entsteht eine Art Brücke, die zwei Generationen verbindet. Mit diesen konkreten Beispielen will der Verlag veranschaulichen, dass die Bibliothek die Funktionen eines Archives weiterhin ausüben muss, um zu verhindern, dass unsere Vergangenheit verloren geht.
Somit ist der Leserkreis des Verlages ziemlich breit: die Bücher zu Bibliothekwissenschaft sind für fachlich interessierte Leser bestimmt, die Bücher aus der Reihe Hören und Lernen sprechen Musik begeisterte Menschen an, und die Biographien im Rahmen der Reihe Zeitzeugnisse des 20. Jahrhunderts genießen Erfolg bei einem breiten Publikum.