(openPR) Dass nachhaltige Qualitätssicherung, hohe Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und die ständige Verbesserung der betrieblichen Abläufe bei der PCI Augsburg GmbH einen hohen Stellenwert haben, hat der Bauchemiehersteller jetzt wieder erfolgreich unter Beweis gestellt. Der TÜV hat der BASF-Tochter in diesem Jahr erneut die Zertifikate nach DIN EN ISO 9001, ISO 14001 und OHSAS 18001 verliehen. Damit gehört PCI weltweit zu den Unternehmen, die ein professionelles integriertes Managementsystem implementiert haben und seit nunmehr 16 Jahren mit Erfolg umsetzen. Was dies konkret für die Kunden und das Unternehmen bedeutet, verriet uns Andreas Mering, Managementbeauftragter bei PCI im Interview mit Frau Sabine Knoll, Leitung Marketing Kommunikation & -Services.
Frau Knoll: Herr Mering, Sie sind als Managementbeauftragter (MB) bei PCI tätig – was heißt das genau? Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?
Als MB ist man für viele Themen und Prozesse Ansprechpartner im Unternehmen. Diese reichen von Auskünften zur Anlage von Stammdaten über aktuelle Formulare für eine Sonderproduktion bis hin zu zollrechtlichen Bewertungen unserer Produkte. Aus den einzelnen Fragestellungen können dann auch kleine Projekte entstehen. Diese gilt es dann im gesamten Unternehmen und den Fachabteilungen zu platzieren und zu koordinieren. Also konkret: Termine verfolgen, zu neuen Besprechungen einladen und Arbeitsergebnisse abstimmen und verteilen.
Frau Knoll: Wozu braucht ein Unternehmen denn überhaupt ein Qualitätsmanagementsystem?
Über Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens entscheidet nicht nur die Qualität der unterschiedlichen Einzelleistungen. Genauso wichtig ist es, flexibel, innovativ und schnell auf Veränderungen und Wünsche von Kunden und Märkten zu reagieren. Eine komplexe Anforderung, die nur mit einem Managementsystem zu erfüllen ist. Das haben wir bei PCI schon früh erkannt und bereits im Jahr 1992, einhergehend mit dem starken Wachstum des Unternehmens und der Gründung der Werke in Wittenberg und Hamm, ein Managementsystem aufgebaut. Ziel war es damals, die Koordination der Prozesse über viele Kilometer hinweg zu ermöglichen und die bewährte PCI-Qualität abzusichern. Mit Erfolg: Dies wurde bereits im Jahr 1996 mit dem Qualitätszertifikat nach DIN EN ISO 9001 belohnt. Die erneute Auszeichnung in diesem Jahr beweist, dass auch weiter und effizient an der Verbesserung bestehender Strukturen gearbeitet wurde. Hier stand zusätzlich zu den PCI Standorten Augsburg, Hamm und Wittenberg auch die Koordination der deutschen Bauchemiestandorte Trostberg, Glöthe und Marktretwitz auf der Agenda.
Frau Knoll: Wie genau läuft denn so eine Überprüfung durch den TÜV ab?
Ähnlich wie beim Auto, denn jedes Bauteil, oder besser gesagt jede Funktionseinheit eines Unternehmens wird überprüft. Dazu gehen die Auditoren in die einzelnen Abteilungen. So können sie ein möglichst breites Spektrum der Unternehmensprozesse im Dialog mit den Mitarbeitern überprüfen. Dies geschieht aus mehreren Blickwinkeln, zum Beispiel aus der Qualitätssicht: Sind alle Vorgaben für die Beschaffung unserer Rohstoffe bekannt? Sind alle Prüfmittel überwacht und gekennzeichnet? Oder im Bereich Umwelt: Wurden die Lüftungsanlagen wie vorgegeben gewartet und sind die Abluftwerte eingehalten? Ist die zulässige Lagermenge eingehalten? Sind alle umweltrelevanten gesetzlichen Änderungen des letzten Jahres bekannt und umgesetzt?
Und dann noch das Thema Sicherheit: Sind Maschinen und Anlagen sicher zu bedienen? Ist die Funktion der Sicherheitseinrichtung gewährleistet? Verfügen alle Arbeitsplätze über eine Gefährdungsbeurteilung? – Dies sind nur Beispiele für die Fragestellungen, auf die wir in den drei Standorten Antworten geben. Der TÜV entscheidet dann, ob zu allen Norminhalten schlüssige Systematiken und Konzepte hinterlegt sind; also ob alles seiner Funktion entspricht und so weiterbetrieben werden darf, eben wie beim Auto.
Frau Knoll: Was habe ich als Kunde denn konkret von dem Managementsystem und der Zertifizierung?
Unsere Kunden und Partner profitieren von der gesamten Unternehmensphilosophie „PCI - Für Bau-Profis“. Das bedeutet, dass PCI professionell Produkte entwickelt, herstellt und vertreibt. Alle Prozessschritte und Arbeitsvorgaben sind darauf abgestimmt, Profiqualität in der richtigen Menge, zur richtigen Zeit und am richtigen Ort bereitzustellen. Unser Kunde soll mit unseren Produkten erfolgreich sein und er darf uns dabei als seinen Partner verstehen. Die jährliche Überprüfung der Prozesse schafft die Möglichkeit, weitere Verbesserungen zu erkennen und noch besser zu werden und zu bleiben.
Frau Knoll: Können Sie ein paar Beispiele nennen, was durch das System eingeführt oder verbessert wurde?
Ja, gerne. Das Lernen aus Vorkommnissen ist generell in den Grundsätzen jedes Managementsystems verankert. Wir haben auch diesen Prozess verbessert, indem wir jedes Ereignis genauestens mit den beteiligten Kollegen untersuchen. Das Neue daran ist, dass wir dabei systematisch und schrittweise an den Ursprung des Problems gelangen wollen. Dabei betrachten wir möglichst alle Entscheidungen die hierzu getroffen wurden. Spannend ist dabei, dass wir schon häufig in einem frühen Stadium eines Prozesses Verbesserungspotenzial erkennen können. So setzen wir dies in der Sicherheitsarbeit effektiv ein und geben die Ergebnisse innerhalb unserer Standorte sowie des BASF Netzwerks bekannt. Damit kann jeder von jedem Lernen. Derzeit optimieren wir damit unsere Material- und Verpackungsbestände auf der Beschaffungsseite als auch auf der Produktseite. Das Potenzial ist erheblich, da jeder Lagerplatz auch Kapital bindet. Dabei steht eine hohe Lieferfähigkeit all unserer Produkte im Vordergrund.
Frau Knoll: Besitzt PCI noch weitere Zertifikate nach DIN EN ISO?
Ja, neben der Auszeichnung für ihr Qualitätsmanagement wurde der PCI ebenso besonderes Engagement im Bereich Umweltschutz und Arbeitssicherheit attestiert. So haben wir im Jahr 1999 die Zertifizierung nach der DIN EN ISO 14001 für unser Umweltmanagementsystem erhalten. Eine verbesserte Mülltrennung an allen Standorten und effiziente Abwasseraufbereitung sind nur zwei wesentliche Projekte, die erfolgreich umgesetzt wurden. 2006 folgte die Zertifizierung nach OHSHS 18001 im Bereich Arbeitsschutz, die der PCI wiederum durch die Integration in die bestehende Managementstruktur nahezu reibungslos gelang. Sinkende Unfallzahlen und ein gestiegenes Sicherheitsverhalten aller Kollegen gilt es, jeden Tag aufs Neue wieder zu erarbeiten. Wir unterwerfen die bestehenden Prozesse und Abläufe deshalb ständigen Überprüfungen, denn ein selbstlernendes Managementsystem hat niemals Pause. Und letztlich ist das Ergebnis der Verdienst jedes einzelnen Kollegen, der einen kritischen Blick auf seinen Arbeitsplatz bewahrt.
Vielen Dank für das Gespräch.










