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Bedarfsplanung bremst Tumormedizin aus

26.10.201210:59 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Bedarfsplanung bremst Tumormedizin aus
Prof. Dr. med. Werner Schlake, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Pathologen
Prof. Dr. med. Werner Schlake, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Pathologen

(openPR) In der Tumortherapie fallen die Entscheidungen in der Pathologie. Für die personalisierte Krebstherapie identifiziert der Pathologe individuelle molekulare Merkmale des Tumors. Daran orientieren sich die behandelnden Ärzte mit speziell zugeschnittenen medikamentösen Therapien – ein großer Fortschritt für die Patienten.

Diese Innovationen zu fördern, oder wenigstens nicht zu behindern, ist heute das wichtigste für die medizinische Behandlung Krebskranker. Doch während gerade wieder einem innovativen Projekt der individualisierten Krebsmedizin der Galenus-von-Pergamon-Preis verliehen wurde, bedroht die angekündigte Bedarfsplanung den Lebensnerv des Fachgebietes Pathologie. Ihr Ziel ist es, die Zahl der Pathologen auf dem derzeitigen Mangelniveau festzuschreiben – zu einem Zeitpunkt, in dem sowohl die Zahl der Krebspatienten steigt, als auch die zur Verfügung stehenden Mittel, ihnen zielgerichtet zur helfen.

Und während alle Welt die Überwindung der Sektorengrenzen in der Versorgung als Ziel proklamiert, werden Pathologen, die noch nie anders als sektorenübergreifend Patienten versorgt haben, rückabgewickelt – in ambulant und stationär tätige Ärzte. Pathologische Institute verbinden derzeit die ambulante und stationäre Medizin und bieten so auch dem ambulanten Patienten die ganze Bandbreite und die Qualität hoch entwickelter Tumormedizin. Denn der Krebs nimmt keine Rücksicht darauf, dass die Patienten „nur“ ambulant sind. „Diese Rückentwicklung trifft unser fachliches Selbstverständnis im Kern. Sie geht zu Lasten der ambulanten Medizin, nicht nur der Pathologen“, prognostiziert Prof. Dr. med. Werner Schlake, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher Pathologen.

Pathologen sind Grundversorger aller anderen Ärzte, Fach- wie Hausärzte und Krankenhausärzte. Sie versorgen die Ambulanz, die Sektoren-Schnittstellen (z.B. Mammographie-Screening und Brustzentren) und die vielen Krankenhäuser, die keine eigene Abteilung für Pathologie vorhalten. Die üblichen Mittel der Bedarfsplanung werden dem ganzheitlichen und sektorenübergreifenden Tätigkeitscharakter des Faches nicht gerecht. Dem Bedarf der Tumormedizin sowieso nicht.

Aufgrund dieses strukturellen Alleinstellungsmerkmals des Fachgebietes muss die Pathologie aus der Bedarfsplanung herausgenommen werden. Dies fordert der Bundesverband mit Nachdruck.

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