(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Bescheidene Wachstumserwartungen in Europa machen den Märkten zu schaffen. Eine Reihe von Wirtschaftsdaten aus der EU traf mit schlechteren Werten als erwartet ein. Dabei sind die meisten Quartalszahlen großer Wirtschaftsunternehmen noch gar nicht aufgelaufen. Man ahnt wohl Schlimmes, nachdem beispielsweise jüngst bekannt wurde, dass der Fahrzeugabsatz in Deutschland um 11 Prozent einbrach .
Jedenfalls notiert Brent, Rohöl aus der Nordsee, derzeit bei 108,20 Dollar je Barrel. Auch die amerikanische Referenzsorte WTI ist von den Europa-News betroffen, wird für 86,90 Dollar je Barrel gehandelt. Hinzu kommt, dass in Übersee genug Öl verfügbar ist, um eine sehr begrenzte US-Nachfrage zu befriedigen. Eine temporär funktionsuntüchtige Ölpipeline hat da bei der Ölpreisbildung keine besonders lange Halbwertzeit.
Hauptgrund für die Talfahrt auf breiter Front ist heute (wie auch an vielen Tagen zuvor) die Sorge um Spanien, besser gesagt: die Sorge um Europa wegen Spanien. Dessen Zentralbank rechnet Medienberichten zufolge mit einem Negativwachstum in Höhe von 1,7 Prozent.
Nicht nur die Rohölmärkte reagieren empfindlich auf derlei Konjunktursorgen, auch den Euro zieht es hinab. Der kann nicht einmal die 1,30-Dollar-Marke halten, hält sich augenblicklich deutlich darunter. Das Schwächeln des Euros verhindert größere Abschläge beim Heizöl. Immerhin 70 Cent bergab geht es für hundert Liter einer 3.000-Liter-Lieferung. Die kosten damit heute brutto und im Bundesschnitt 93,85 Euro und haben sich wieder ein ganzes Stück vom Jahreshoch entfernt.
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