(openPR) Immer mehr Kinder im Vor- und Grundschulalter leiden bereits unter Diabetes, meist vom Typ 1mit regelmäßig notwendiger Beobachtung des Blutzuckers und der Versorgung mit Insulin. Laut aktuellem Gesundheitsbericht Diabetes 2011 sind bundesweit rund 15.000 Kinder bis 14 Jahren betroffen – jährlich kommen über 2.000 Fälle hinzu. Mit diesen Anforderungen als Lehrer oder Mitschüler im Schulalltag sicher und gelassen umzugehen, kann gelernt und geübt werden. Demnächst auch in brandenburgischen Grundschulen:
Der Deutsche Diabetikerbund Landesverband Brandenburg e.V. bietet im Rahmen der IKK-geförderten Aufklärungskampagne „Diabetes im Klassenzimmer“ ein kompaktes Seminar an, das interessierte brandenburgische Pädagoginnen und Pädagogen der Grundschulstufe grundlegend über die Erkrankung Diabetes informiert, den Umgang mit betroffenen Kindern, z.B. im Sportunter-richt, schult und auch über die rechtliche Situation aufklärt.
Der nächste Termin findet am Mittwoch, 17.10.2012, von 15.00 bis 17.30 Uhr, bei der In-nungskrankenkasse Brandenburg und Berlin (IKK), Ziolkowskistr. 6, 14480 Potsdam statt.
Die Teilnahme ist kostenlos. Parkplätze sind vorhanden. Anmeldungen bitte direkt beim Diabeti-kerbund, per E-Mail an
Hintergrund:
Bei der Stoffwechselerkrankung Diabetes ist die Regulierung des Blutzuckers im Körper gestört. Weit verbreitet ist Diabetes Typ 2 („Altersdiabetes“), der mit Sport, Diät und Tabletten oft vergleichsweise einfach zu behandeln ist. Anders im Fall der Typ1-Diabetes: Sie ist nicht so häufig wie Typ 2, betrifft jedoch oft schon Kin-der im Vorschulalter. Aus bisher ungeklärten Gründen arbeitet hier das Immunsystem des Körpers fehlerhaft und hindert die Bauchspeicheldrüse vollständig an der Produktion des Hormons Insulins. Das ist bedrohlich, weil Insulin die Blutzuckerwerte im Gleichgewicht und damit lebenswichtige Stoffwechselvorgänge in Gang hält. Die Erkrankung kann nur mit regelmäßigen Insulinspritzen gut unter Kontrolle gebracht werden.
Das Projekt:
Das Selbsthilfe-Projekt „Diabetes im Klassenzimmer“ wurde zunächst 2010 vom Deutschen Diabetikerbund Landesverband Berlin e.V., für rund 1.300 betroffene Berliner Schulkinder gestartet und hat sich dort so erfolgreich entwickelt, dass das Konzept nun auf das Land Brandenburg ausgeweitet wird. Die IKK unterstützt das Projekt in beiden Ländern finanziell im Rahmen der IKK-Selbsthilfeförderung. Ausschlaggebend für die Fördermittelzusage war, dass Konzept und Ziele des Projekts sich besonders gut mit den Schwerpunkten decken, die sich die IKK für ihre Fördermittelvergabe gesetzt hat. Dabei haben diejenigen Vorhaben die besten Förderchancen, die Alltagssituationen durch Aufklärungsarbeit positiv beeinflussen und damit örtlich zu Strukturverbesserungen führen können.







