openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Die Lernende Organisation und die Rolle des externen Beraters

04.10.201212:39 UhrWerbung, Consulting, Marktforschung

(openPR) Aufgrund der weitreichend veränderten Anforderungen an Organisationen wird es zukünftig nicht mehr ausreichen, ein Unternehmen durch aufbau- und ablauforganisatorische Regeln zu steuern. Vielmehr wird es notwendig sein, durch eine Kultur, die ein schnelles Lernen und Antizipieren von Marktveränderungen ermöglicht, einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu erlangen.



Diese veränderten Anforderungen ergeben sich hauptsächlich aus einer fortschreitenden Globalisierung und einer erhöhten Dynamik im Wirtschaftsgeschehen. Von Unternehmen erfordert das zunehmend eine hohe Anpassungsfähigkeit. Dementsprechend scheint eine Unternehmenskultur, die zu Eigenreflexion und der effizienten Nutzung aller Ressourcen fähig ist, förderlich.

Diese Eigenreflexion ist ein wichtiger Bestandteil der Lernenden Organisation. Wesentlich wird daher sein, nicht Teile einer erfolgreichen Organisation für die eigene Organisation zu übernehmen (ein Unternehmen ist nicht gleich erfolgreich, nur weil es Teile eines anderen erfolgreichen Unternehmens übernimmt / kopiert, also in einen neuen Zusammenhang bringt). Vielmehr bedarf es, sowohl auf Berater- als auch auf Kundenseite, des Mutes, ausgetretene Pfade (des bereits Bekannten) zu verlassen und nach unkonventionellen, neuen Lösungen zu suchen.

Schließlich gehört auch die Abkehr von der Vorstellung – die häufig auf Kundenseite (und leider auch auf Beraterseite) vorherrscht – der Berater könne mit seinen Erfahrungen und seinem Wissen eine Lösung für die Organisation präsentieren („dafür haben wir ihn ja schließlich eingekauft“).

Stattdessen sollte der Berater bereits in der Auftragsklärungsphase dafür sorgen, dass sich beide Seiten über die Folgen eines Beratungsansatzes für eine Lernende Organisation im Klaren sein müssen. Hierzu gehört auf Beraterseite sicherlich auch die Klärung des für ihn so wichtigen Manövrierraumes.

Für den Kunden kann dies bedeuten:
• Sein Beitrag, teilweise schmerzhafte Reflexionsprozesse zu initiieren, ist hoch. Es besteht das Risiko, mit der sich anschließenden Unsicherheit leben zu müssen.
• Der Kunde ist interner Ansprechpartner und „Anwalt“ des Projektes gegenüber Kritik aus den eigenen Reihen (auch von hierarchisch höher gestellten Personen).
• Nicht zuletzt: Eine Budgetierung des Beratungsansatzes ist auf diesem Wege sicherlich nicht immer einfach und Kunden sollten sich im Klaren sein, „wie weit das Budget reicht“.

Für den Berater geht es darum, durch den Beratungsprozess neue Horizonte zu eröffnen und es den Kunden somit zu ermöglichen, in einen Prozess des Doppelschleifen-Lernens (siehe „Denkanstoß 2“) einzutreten und ihn konsequent zu verfolgen. Dieser Prozess erweckt vor allem bei Kunden zunächst häufig das Gefühl des „Ein-Fass-Aufmachens“ statt einer schnellen Lösung. Zudem kann dieses Umdenken Konflikte mit bestehenden Normen verursachen. Letztendlich handelt es sich bei dem Doppelschleifen-Lernen aber um die nachhaltigste und effizienteste Form der Lösungsfindung.

Hier scheint also eine der wichtigsten Aufgaben des Beraters die Aufrechterhaltung der Kontinuität zu sein (Stichwort: Change-Kurve). Dazu gehört auch, Strukturen zu schaffen, die eine Lernende Organisation überhaupt erst ermöglichen.
Insgesamt scheint es für den Kunden zunächst keinen offensichtlichen Nutzen zu geben, sich in einem systemischen Prozess auf den Weg hin zur Lernenden Organisation zu machen. Vielmehr überwiegen Unsicherheiten bezüglich des Ergebnisses, der Kosten und der entstehenden Konflikte im Unternehmen. Dies könnte ein Grund sein, weshalb Unternehmen den Weg des Doppelschleifen-Lernens bisher noch weitestgehend scheuen.

Bezugnehmend auf oben geschilderte wirtschaftliche Entwicklungen wird es jedoch zunehmend von Bedeutung sein, das eigene Unternehmen mit vielleicht ungewöhnlich anmutenden Methoden krisenfest, lern- und somit anpassungsfähig zu machen und daraus einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu generieren.
Berater die daran festhalten, vorgefertigte Konzepte und Lösungen zu verkaufen, werden vermutlich weiterhin recht erfolgreich damit sein. Denn genau dies scheint für Kunden berechenbar und sinnstiftend zu sein. Dennoch scheint auch bei Beratern ein „Mind-Change“ notwendig, der akzeptiert, dass die einfachen Lösungen, die von außen in die Kundensysteme eingebracht werden, häufig den Weg hin zur Lernenden Organisation sogar behindern. Eine ständige Selbstreflexion scheint dementsprechend notwendig, um den Klienten bei der Bewältigung der Herausforderungen in Veränderungsprozessen unterstützend begleiten zu können und das dafür notwendige Organisationale Lernen zu ermöglichen.

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 668331
 653

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Die Lernende Organisation und die Rolle des externen Beraters“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von cairos-consulting

Denkanstoß 4: Change Management als „normaler“ Beitrag des Wertschöpfungsprozesses
Denkanstoß 4: Change Management als „normaler“ Beitrag des Wertschöpfungsprozesses
Nach Porter gibt es fünf Primäraktivitäten, die den eigentlichen Wertschöpfungsprozess beschreiben: interne Logistik, Produktion, externe Logistik, Marketing & Verkauf und Service. Außerdem gibt es vier Unterstützungsaktivitäten, die den Wertschöpfungsprozess ergänzen: Unternehmens-Infrastruktur, Human Resource Management, Technologie-Entwicklung und Beschaffung. Jede Unternehmensaktivität stellt einen Ansatz zur Differenzierung dar und leistet einen Beitrag zur relativen Kostenstellung des Unternehmens im Wettbewerb. (http://wirtschaftslexik…
Vom Wunsch, Veränderungsprozesse zu beschleunigen…
Vom Wunsch, Veränderungsprozesse zu beschleunigen…
„Wie schnell können Sie etwas verändern?“ oder „So viel Zeit braucht das? Das können wir uns nicht leisten. Fangen Sie doch erst mal mit etwas Kleinerem an.“ Zwei Aussagen, die häufig zu Beginn von Change Management Prozesse zu hören sind. Markterfordernisse drängen Unternehmen dazu, schnell zu reagieren. Dieses Tempo soll nach Möglichkeit auch innerhalb eines Unternehmens gehalten werden. Also werden Prozesse verändert, Hierarchien umstrukturiert und die Mitarbeiter in Seminare und Trainings „gesteckt“, um mit den veränderten Rahmenbedingu…

Das könnte Sie auch interessieren:

Neues Portal für Online-Kurse
Neues Portal für Online-Kurse
… das Lerntempo selbst bestimmen. Welche Themen werden geschult? Das Angebot ist inzwischen sehr breit. Von der Erlernung eines Computerprogrammes, über Gesundheit, Management, Organisation bis zum Sprachentraining ist alles möglich. Wo findet man Online-Kurse? Auf dem neuen Portal OnlineKursus.ch werden kostenpflichtige also auch kostenlose Online-Kurse …
Bild: Change Management. Leadership zum Download.Bild: Change Management. Leadership zum Download.
Change Management. Leadership zum Download.
Das Lehrbuch »Simultan Management of Change - Erfolgsstrategien und Visionen für ganzheitliche innovative Unternehmensführung durch Leistungsmotivation in der lernenden Organisation« von Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Wehrlin richtet sich an Studierende und Führungskräfte. Die Selektionsmechanismen des Marktes (Globalisierung, internationaler Wettbewerb) …
Erfolg der Supply Chain durch Innovation
Erfolg der Supply Chain durch Innovation
… Management Professionals, Roundtable Germany hier vertreten durch Newsletter Chair Person Dr. Irene Teich Dr. Irene Teich GmbH - Institut für Lernende Organisation Waldstraße 9 B 92353 Postbauer-Hengwww.dr-teich.de Webseite des Roundtable noch nicht verfügbar. Webseite des Verbands mit Sitz in Chicago: www.cscmp.org Mehr Informationen zu der Veranstaltung …
Bild: Neue Studie: die Rolle des CFOs im Umbruch/die erfolgreichsten CFOs arbeiten in FamilienunternehmenBild: Neue Studie: die Rolle des CFOs im Umbruch/die erfolgreichsten CFOs arbeiten in Familienunternehmen
Neue Studie: die Rolle des CFOs im Umbruch/die erfolgreichsten CFOs arbeiten in Familienunternehmen
… im Wandel. Die meisten CFOs sehen sich zukünftig immer mehr in der Rolle des Strategen. Zudem besteht ein hoher Delegationsbedarf innerhalb der CFO-Organisation, dem mit aktuellen Nachwuchs- und Weiterbildungsmaßnahmen nur unzureichend begegnet wird. Mit dem veränderten Rollenbild und dem erhöhten Delegationsbedarf steigt der Transformationsbedarf der …
Controller-Tagung in Bonn erörtert Rollenwandel vom "Zahlenknecht" zum Business-Partner des Managements
Controller-Tagung in Bonn erörtert Rollenwandel vom "Zahlenknecht" zum Business-Partner des Managements
… Controlling-Themen. Auf dem Programm stehen folgende Vorträge: "Ein ganzheitlicher Ansatz zur Entwicklung eines world-class Controllings", Alexander Becker, Bayer MaterialSience AG; "Die lernende Organisation", Rainer Röpnack, Trainer und Coach; "Der 'Biltroller' – Vision oder bereits Realität?", Gerhard Radinger, CA Controller Akademie AG; "Controlling mit …
Bild: Heartleaders: „Wertschätzung stärkt die Innovationskraft“Bild: Heartleaders: „Wertschätzung stärkt die Innovationskraft“
Heartleaders: „Wertschätzung stärkt die Innovationskraft“
FutureTalk Berlin fokussiert Vision des Starting House von H&M – Ziel „lernende Organisation“ Wirtschaftlicher Erfolg hängt zu einem Großteil von den Ideen und dem Engagement der Mitarbeiter ab. Fühlen sie sich wertgeschätzt, dann arbeiten sie deutlich motivierter – sie bringen mehr Ideen ein, die Innovationsstärke wächst. Für Organisationen bedeutet …
Bild: Neu: Eine lernende Organisation als Business Enabler - Die Reise von Atlas Copco Bild: Neu: Eine lernende Organisation als Business Enabler - Die Reise von Atlas Copco
Neu: Eine lernende Organisation als Business Enabler - Die Reise von Atlas Copco
… in Zeiten, in denen das Arbeiten aus der Ferne immer relevanter wird. Dieses eBook zeigt auf, welche Treiber der Unternehmenskultur die Basis für eine lernende Organisation bilden und was diese unternehmenskulturellen Gewohnheiten für jeden Einzelnen in der Organisation bedeuten. Es unterstreicht auch das "WARUM" und gibt einen Einblick in kulturelle …
8. Internationaler LernLust-Kongress der DGSL vom 2. bis 5. November 2006 in Hannover
8. Internationaler LernLust-Kongress der DGSL vom 2. bis 5. November 2006 in Hannover
… Pastetten Tel 08124 444111 Fax 08124 444112 E-Mail , Der DGSL-Vorstand Die DGSL (Deutsche Gesellschaft für Suggestopädagogisches Lehren und Lernen gem. e. V.) ist der Dachverband der Suggestopäden in Deutschland. Die DGSL versteht sich als Lernende Organisation im internationalen Netzwerk von Menschen, die sich und ihre Umwelt weiterentwickeln wollen.
Bild: Eigene Ich-Entwicklung als Grundlage für Coaching – Artikel in Zeitschrift „Lernende Organisation“ erschienenBild: Eigene Ich-Entwicklung als Grundlage für Coaching – Artikel in Zeitschrift „Lernende Organisation“ erschienen
Eigene Ich-Entwicklung als Grundlage für Coaching – Artikel in Zeitschrift „Lernende Organisation“ erschienen
… geht ein aktueller Artikel nach – anhand von Forschungsergebnissen und praktischen Beispielen. In der aktuellen Ausgabe (Nr. 66, März/April 2012) der Zeitschrift "Lernende Organisation - Zeitschrift für Relationales Management und Organisation" ist ein Artikel von Thomas Binder zum Thema Ich-Entwicklung und Beratung erschienen: Ich-Entwicklung: Eine …
Sie lesen gerade: Die Lernende Organisation und die Rolle des externen Beraters