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Fraunhofer-Institut MEVIS verabschiedet den Gründer und Institutsleiter Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen

01.10.201212:01 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Fraunhofer-Institut MEVIS verabschiedet den Gründer und Institutsleiter Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen
Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen
Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen

(openPR) Eine Ära geht zu Ende: Prof. Dr. Heinz-Otto Peitgen, Gründer und Leiter des Fraunhofer-Instituts für Bildgestützte Medizin MEVIS in Bremen, verlässt zum 1. Oktober 2012 das Institut und übernimmt ab Januar 2013 die Präsidentschaft an der Jacobs University Bremen.


Das Berufungsverfahren für die Nachfolge des Institutsleiters von Fraunhofer MEVIS und die damit verbundene Professur an der Universität Bremen ist eingeleitet und bereits weit fortgeschritten. Bis zum Abschluss des Verfahrens hat die Fraunhofer-Gesellschaft Prof. Dr. Horst Hahn als kommissarischen Institutsleiter bestellt.

Der international renommierte Mathematiker und vielfach ausgezeichnete Wissenschaftler Peitgen interessierte sich bereits Anfang der 1990er Jahre im Rahmen seiner Arbeiten im Centrum für Complexe Systeme und Visualisierung (CeVis) der Universität Bremen für medizinische Themen. Im August 1995 gründete er schließlich mit Unterstützung des Landes Bremen das Centrum für Medizinische Diagnosesysteme und Visualisierung (MeVis Research GmbH), das sich auf Fragestellungen der Computerunterstützung in der bildbasierten Medizin fokussierte. Aus dem gemeinnützigen Forschungsinstitut MeVis Research GmbH an der Universität Bremen ist 2009 das heutige Fraunhofer-Institut MEVIS hervorgegangen, das inzwischen eine weltweit anerkannte Position genießt. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa. Vertragspartner und Auftrag¬geber sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie die öffentlichen Drittmittelgeber.

Ziel der von Peitgen und seinem Team in MeVis vorangetriebenen Forschung war von Beginn an, bildbasierte Softwarelösungen für den Einsatz in der klinischen Routine zu entwickeln. Unter seiner Leitung war MeVis Research als zentraler Forschungspartner in mehreren Modellprojekten zur Brustkrebsdiagnostik und zum Mammographie-Screening auf bundesdeutscher und europäischer Ebene führend beteiligt. Mehrere erfolgreiche Firmenausgründungen aus den Forschungsvorhaben folgten, so wurde das weltweit erste digitale Befundungssystem für die Screening-Mammographie von den Bremern entwickelt. In Ergänzung dazu wurde ein integriertes System für die Befundung von Magnetresonanz-Mammographien entwickelt und auf den Markt gebracht, das die bildgeführte Entnahme von Gewebeproben unterstützt und neue Maßstäbe für die Behandlung von Brustkrebs setzte. Weltweit führend sind zudem die Arbeiten von Peitgens Team zur patientenindividuellen Planung und Risikoanalyse komplexer Leberoperationen. Mit der als internetgestützte Dienstleistung angebotenen Planungshilfe für Chirurgen wurden bisher mehr als 6.000 klinische Leberresektionen und Transplantationen unterstützt.

Im Januar 2009 wurde MeVis Research mit Unterstützung des Landes Bremen und Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in ein Institut der Fraunhofer-Gesellschaft überführt und trägt seither den Namen Fraunhofer-Institut für Bildgestützte Medizin MEVIS, kurz: Fraunhofer MEVIS. Fraunhofer MEVIS entwickelt interaktive Assistenzsysteme für den klinischen Arbeitsalltag. Im Fokus stehen medizinische Bilddaten, die zur Früherkennung, Diagnose, Risikoerfassung, Therapieunterstützung und Erfolgskontrolle schwerwiegender Krankheiten, wie Krebs-, Lungen-, Gehirn- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen genutzt werden. In enger Kooperation und Abstimmung mit einem weltweit gespannten Netz aus über 150 Kliniken werden routinetaugliche, klinische Lösungen entwickelt und in einem zertifizierten Entwicklungsprozess gemeinsam mit Industriepartnern zur Produktreife gebracht. Seit 2009 wurden Fraunhofer-Arbeitsgruppen zur biophysikalischen Modellierung und numerischen Simulation sowie zur Physik der Magnetresonanzbildgebung über Stiftungsprofessuren an der Jacobs University und der Universität Bremen aufgebaut. Im Frühjahr 2010 wurde die Fraunhofer MEVIS Projektgruppe ”Bildregistrierung“ an der Universität zu Lübeck gegründet, die sich mit Fragen der zuverlässigen kombinierten Auswertung und Fusion medizinischer Bilddaten beschäftigt. Seit 2011 verfügt Fraunhofer MEVIS in Bremen über einen eigenen 3-Tesla-Magnetresonanztomographen der neuesten Generation, der für die Entwicklung kontrastmittelfreier Bildgebungstechniken und neuer Konzepte zur intelligenten Bildgebung eingesetzt wird. Damit vereint Fraunhofer MEVIS alle Schlüsselkompetenzen unter einem Dach, um die in den medizinischen Bilddaten enthaltenen patientenindividuellen Informationen umfänglich zu erschließen und dem Kliniker für eine sichere Diagnose und maßgeschneiderte Therapie zur Verfügung zu stellen.
www.mevis.fraunhofer.de

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