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Skandalöse Zustände im Kampf gegen Krebs

20.09.201210:32 UhrWissenschaft, Forschung, Bildung
Bild: Skandalöse Zustände im Kampf gegen Krebs
Viele Medizinforscher arbeiten trotz massiven Forschungsgeldern mit veralteten Methoden
Viele Medizinforscher arbeiten trotz massiven Forschungsgeldern mit veralteten Methoden

(openPR) Viele Medizinforscher arbeiten trotz massiven Forschungsgeldern mit veralteten Methoden

Obwohl den Wissenschaftlern und Ärzten in den letzten Jahrzehnten beachtliche Summen an Forschungsgeldern zur Verfügung standen, ist Krebs bis heute vielfach nicht heilbar und weiter zunehmend.



Bereits 1971 wurde durch den National Cancer Act (nationales Krebsgesetz) in den USA ein Krieg gegen Krebs eröffnet. Die Prognose war, dass binnen fünf Jahren Krebs ausgerottet sei. Allein für die ersten drei Jahre wurden 1,59 Milliarden US-Dollar bereitgestellt. Auch der Schweizerische Nationalfonds unterstützt die Krebsforschung mit sehr hohen Forschungsgeldern. Dennoch ist die Krebssterblichkeit jahrzehntelang angestiegen, und die Prognosen sehen in wenigen Jahren Krebserkrankungen auf Platz eins der Todesursachen.
Der Herausgeber der Krebsforschungs-Zeitschrift «Clinical Oncology» stellte schon in den 80er Jahren fest, dass es schwierig sei, «einen einzigen üblichen Krebs des Menschen zu finden, bei dem Behandlung und Heilungsaussichten durch tierexperimentelle Forschung ernsthaft beeinflusst wurden. Letztendlich sind es Studien am menschlichen Patienten und nicht Tierversuche, die relevante Ergebnisse bringen.»

Der Oberarzt Dr. Alexander Walz formuliert es noch pointierter: «Hundertfach haben Wissenschaftler künstlich erzeugten Krebs bei Mäusen geheilt, aber gerade deshalb eben nicht beim Menschen», und gibt ein Beispiel: «Schon vor Jahren sind sogenannte Krebsmäuse zum Patent angemeldet worden, also Tiere, bei denen genetisch bedingt immer ein bestimmter Krebs ausbricht. Einige Forscher bezeichnen dies als Krebsmodell, mit der Vorstellung, die Krebsmäuse würden Rückschlüsse auf Menschen erlauben, und glauben, sie könnten dadurch Fortschritte erzielen. Doch gerade dieser Irrglaube verhindert innovative Heilungsmethoden, denn zwischen Menschen und anderen Tieren bestehen grundlegende genetische, molekulare, immunologische und zelluläre Unterschiede. Auch finden im Tierversuch soziale, psychische, Ernährungs- und Umweltfaktoren nur eine ungenügende Beachtung.»
Dr. Walz ist täglich mit todkranken Patienten beschäftigt und ist schockiert darüber, dass noch immer viele seiner Forscherkollegen mit Tierversuchen arbeiten und die modernen, für den Menschen zuverlässigeren Methoden gar nicht kennen.

Die Biologiestudentin Marietta Haller hat sich mit dem Thema ausführlich befasst und gibt ein Beispiel aus ihrer Vergleichsuntersuchung: Um etwa das Ausbreitungsverhalten von Krebszellen im Körper zu studieren, werden Mäusen menschliche Krebszellen eingepflanzt. Da ein gesunder Organismus die fremden Zellen abstossen würde, werden genmanipulierte Mäuse eingesetzt. Sowohl die Krebszelleninjektion als auch die durch Genmanipulation hervorgerufene Immunschwäche entspricht nicht dem Entstehungsmechanismus beim Menschen.
Eine modernere, preiswertere, schnellere Forschungsmethode ohne Tierleid wäre der Einsatz von Biochips. Diese Technik ermöglicht der Forschung, die noch unbekannten molekularen Mechanismen der Kommunikation zwischen Tumor- und gesunden Zellen zu untersuchen. Hierzu werden menschliche Zellen auf speziellen Zellträgern, sogenannten Biochips, in Bioreaktoren kultiviert. Tumorzellen sorgen mit Botenstoffen dafür, dass sich eigentlich noch gesundes Gewebe so verändert, dass sich Krebszellen später an diesem bestimmten Ort ansiedeln können, um Metastasen zu bilden. Z.B. auf den von Dr. Stefan Giselbrecht und Dr. Irina Nazarenko entwickelten Biochips lassen sich Verhältnisse sehr ähnlich wie im menschlichen Körper nachbilden.

Dr. Walz zieht ein nüchternes Fazit: «Solange die Forscher noch an antiquierten Tierversuchen festhalten, werde ich weiterhin viele Patienten beim Sterben begleiten müssen, deren Krankheit man mit besserer Forschung längst heilen könnte.»

Die Aktionsgemeinschaft Schweizer Tierversuchsgegner, kurz AG STG, fordert seit langem die konsequente Förderung und Anwendung von tierversuchsfreien Forschungsmethoden statt der Verschwendung von Geldern für gefährliche, völlig veraltete Testmethoden. Innovative, tierversuchsfreie Forschungsmethoden sind ein klarer Fortschritt und nicht ein Ersatz für Tierversuche.
Die AG STG fordert endlich ein Umdenken in Politik und Forschung. Will die Schweiz auch in Zukunft zu den führenden Forschungsnationen gehören, müssen wir uns vom Tierversuch verabschieden und den Weg frei machen für schnellere, preiswertere und vor allem zuverlässigere Forschungsmethoden.

Quellen:
1. Weinhouse, S.: National Cancer Act of 1971—an editorial. Cancer Res, 1972, 32(4), S.i-ii
2. Harrison, D. F.: Fear of cancer. Clin Oncol, 1980, 6(1), S.1-2
3. http://www.kit.edu/besuchen/pi_2011_7833.php

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