(openPR) Reichlich Rohstoffe im Boden hat Lukoil, das führende russische Energieunternehmen. Nicht nur dass enorme Reserven und sprudelnde Gewinne vorhanden sind, auch die Bilanz strotzt nur so vor Stärke. Mit einem Eigenkapital von 67 Milliarden US-Dollar - das entspricht 87 Dollar pro Aktie - wird sogar der Aktienkurs um das Anderthalbfache übertroffen.
Bei einem Ergebnis pro Aktie von ca. 17 US-Dollar errechnet sich zudem ein KGV von mageren vier, was schon als sensationell billig bezeichnet werden kann. Zu dieser Erkenntnis ist offenbar auch das Management gelangt, welches im Juni ankündigte, ca. 5,5 Prozent der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Nicht nur eigene Aktien, auch sonstige Beteiligungen sammelt man derzeit ein, so wurden vor einigen Tagen vom US-Multi Conoco Phillips 30 Prozent an OOO Naryanmarneftegaz (NMNG) übernommen. Die Kriegskasse bei Lukoil ist jedenfalls prall gefüllt und droht „überzulaufen“, falls nicht gelegentlich Akquisitionen erfolgen. Auch im Irak und in Afrika ist man dabei, die Ölproduktion zu starten bzw. zu erweitern. Im Irak gewann Lukoil eine Ausschreibung und wird mit einem japanischen Partner ein 5000 Quadratkilometer großes Vorhaben unweit der Hafenstadt Basra erschließen. Auch in der ägyptischen Wüste wurde man fündig, ein Konsortium verschiedener Öl-Multis hatte im Mai bekannt gegeben, ein riesiges Ölfeld mit Reserven von 250 Millionen Barrel Öl entdeckt zu haben. Lukoil ist immerhin mit 24 Prozent daran beteiligt. Kein Wunder, dass viele Analysten Lukoil auf die Buy-Liste gesetzt haben, Morgan Stanley gibt zum Beispiel ein Kursziel von 75 US-Dollar an.
Kleine Delle im Q2-Ergebnis
Auf Grund des schwachen Ölpreises im Mai und Juni wird mit einer kleinen Delle im Ergebnis von Lukoil gerechnet, dies dürfte sich aber aufs Jahr gesehen kaum bemerkbar machen. Öl und Gas sollten weiterhin stabil eher nach oben tendieren und damit die Gewinne bei den Russen weiter sprudeln lassen.
Lukoil-Kurs: 57,45 US-Dollar
Dieser Artikel ist erschienen im Derivate Magazin. | Ausgabe 3 | 2012
Den vollen Artikel finden sie unter www.derivate-magazin.de






