(openPR) Norwegischer Botschafter & wichtige Unternehmen kommen zu den Oldenburger Gastagen (1.-3.12.)
Oldenburg (16. Juli 2009) Wie auch in den vergangenen Jahren kooperieren die Oldenburger Gastage, einer der relevantesten Branchentreffs der europäischen Gasbranche, 2009 erneut mit einem Partnerland: Vom 1. bis zum 3. Dezember wird Norwegen zu Gast im niedersächsischen Oldenburg sein. Laut der norwegischen Regierung ist das Land der fünftgrößte Gasproduzent der Welt und zweitgrößter Exporteur gen Europa. Insbesondere für Deutschland ist Norwegen ein wichtiger Partner vor allem in Hinblick auf die Energieversorgung: Ein Drittel des Erdgasverbrauchs in der Bundesrepublik kommt aus dem skandinavischen Land. „Ohne diese funktionierende Zusammenarbeit würden viele deutsche Wohnzimmer kalt bleiben", bringt es Dr. Peter Rügge, Veranstalter des Kongresses und der begleitenden Fachmesse, auf den Punkt.
Warum Norwegen?
Deutschland und Norwegen sind auf vielen Ebenen miteinander verbunden, was auch der Botschafter S.E. Sven Erik Svedmann in seiner Eröffnungsrede auf den Oldenburger Gastagen betonen wird. „Deutschland ist das Land, das uns neben unseren nordischen Nachbarn am nächsten steht, sowohl politisch, wirtschaftlich als auch kulturell", so der Botschafter. Darüber hinaus zählen beide Länder zur so genannten Gas Regional Initiative North-West (GRI NW), einem im Jahr 2006 von der European Regulators' Group for Electricity and Gas (ERGEG) eingeführten Zwischenschritt auf dem Weg zu einem EU-Binnenmarkt. Das Spannende: Im Gegensatz zu den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Irland, Großbritannien, Dänemark, Schweden und Nordirland - den weiteren Mitgliedern des nordeuropäischen Marktes GRI NW - ist Norwegen kein EU-Mitglied. Norwegen nimmt hier also eine Sonderstellung ein, zählt allerdings bereits seit Mitte der Neunzigerjahre zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und spielt zudem als einer der Hauptgaslieferanten nach Europa eine wichtige Rolle; die Export-Nation stillt den wachsenden Energiebedarf der EU.
Namhafte Unternehmen kommen nach Oldenburg
Neben dem Botschafter werden mit Alv Bjørn Solheim (StatoilHydro AS) und Laurits Haga (Petoro AS) Vertreter der bedeutendsten norwegischen Gasunternehmen auf den Oldenburger Gastagen über energie- und gaswirtschaftliche Entwicklungen Europas referieren. Das internationale Energieunternehmen StatoilHydro mit Hauptsitz in Norwegen ging 2007 aus dem ehemaligen Staatsunternehmen Statoil und dem Gas- und Ölfeldbetreiber Hydro hervor. Mit seiner langjährigen Erfahrung und Niederlassungen in 40 Ländern ist StatoilHydro ein entscheidender Player im internationalen Öl und Gasmarkt. In Deutschland ist das Unternehmen in Emden ansässig. Laurits Haga repräsentiert als Vizepräsident für den Bereich Öl- und Gas das staatseigene Unternehmen Petoro AS. Erst im Jahr 2001 gegründet, verwaltet Petoro unter anderem die Beteiligungen Norwegens an dem norwegischen Kontinentalschelf (Norwegian Continental Shelf, NCS) - der Quelle der norwegischen Gasvorkommen.
Norwegen versorgt Europa
Das im Kontinentalschelf NCS gewonnene Erdgas wird neben Deutschland auch nach Großbritannien, Frankreich und Belgien gefördert. Und zwar über Gassled, dem umfangreichsten Offshore Upstream Pipeline System der Welt, dass von der unabhängigen, staatlichen Gassco betrieben wird. Norwegen hat also weitreichende Erfahrungen im Bereich Regulierung, dem staatlichen Eingriff in einen Markt. Was innerhalb der EU in Hinblick auf die Gasbranche noch nicht ausgereift ist, nämlich ein freier Zugang zu Gastransportnetzen, ist in Norwegen also ein grundlegender Bestandteil der Energiepolitik: Gewinne sollen nach Angaben des zuständigen Ministeriums (Ministry of Petroleum and Energy) auf den Gasfeldern und nicht mit dem Transport des Gases erwirtschaftet werden. Neben den Erfahrungen, die die Norweger im Rahmen der GRI NW einbringen, waren die auf Langfristigkeit angelegten Beziehungen zwischen Europa und Norwegen ausschlaggebend für die Wahl des Kongress-Partnerlandes. Zwischen den Abnehmern auf dem europäischen Festland sowie in Großbritannien und Norwegen bestehen langjährige, noch weit in die Zukunft reichende Verträge. Entsprechend positiv blickt das Ministry of Petroleum and Energy in die Zukunft der norwegischen Gasbranche. Denn neben der verlässlichen vertraglichen Absicherung erwartet das Land einen Anstieg der Gasgewinnung und damit des Exports nach Europa.
Hintergrundinformation Gasland Norwegen - Wussten Sie, dass...
- ...Öl und Gas mit einem Anteil von 52 Prozent am Gesamtexport Norwegens wichtigste Exportprodukte sind?
- ...30 Prozent der Exporte nach Deutschland Öl und Gas sind?
- ...das Land nur über 1,6 Prozent der weltweiten Gasreserven verfügt?
- ...Norwegen nach Russland der zweitgrößte Gasexporteur gen Europa ist?
- ...das wirtschaftliche Wachstum Norwegens und vor allem die Finanzierung des Wohlfahrtsstaates in den vergangenen 30 Jahren maßgeblich mit der Entwicklung des Energiemarktes zusammenhing?
- ...Norwegen davon ausgeht, dass die Ölproduktion im Norwegian Continental Shelf (NCS) in den kommenden Jahren abnimmt, die Gasproduktion hingegen ansteigen wird?
- ...die norwegische Gasbranche auf drei Säulen ruht? Nämlich:
1. Gassled, dem mit 7.800 Kilometern umfangreichsten Offshore Upstream Pipeline-Netzwerk der Welt
2. Gassco AS, dem neutralen staatlichen Netzbetreiber, der Gassled betreibt und den Transport von norwegischem Gas nach Europa verantwortet
3. einem regulierten, diskriminierungsfreien Zugang zu Gassled










