(openPR) Für das Fondsemissionshaus HCI kommt es knüppeldick: Nach dem zum HCI Schiffsfonds Shipping Select XVII gehörenden Containerschiff MS "Hammonia Majesty" musste innerhalb weniger Tage das zweite Fondsschiff Insolvenz anmelden. Über das Vermögen des 1999 aufgelegte Fonds MS "Greta" wurde jetzt das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet. Bereits im Jahr 2009 waren bei dem Mehrzweckfrachter wirtschaftliche Probleme aufgetaucht, die zur Aussetzung der Tilgungsraten für die aufgenommenen Kredite führten. Ein Ende 2010 beschossenes und 2011 umgesetztes Sanierungskonzept ist nun offensichtlich gescheitert.
Besonders bitte für die Anleger des HCI Schiffsfonds MS "Greta" ist, dass Schadenersatzansprüche wegen möglicher Falschberatung oder Prospektfehlern zwischenzeitlich verjährt sind.
Tiefpunkt der Krise der Schifffahrtsmärkte erst in 12 - 18 Monaten erreicht
Die angespannte Situation auf den weltweiten Schifffahrtsmärkten, die durch besonders niedrige Charterraten geprägt ist, fordert immer mehr Opfer unter den Fondsschiffen. Erschwert wird die Sanierung der angeschlagenen Schiffsfonds auch durch weiter massiv steigende Schiffskapazitäten. In den Orderbüchern der Werften stehen laut Fondszeitung rund 500 Containerschiffe mit einer kumulierten Transportkapazität von 3,6 Millionen TEU. Das entspräche etwa 23 Prozent der derzeitigen Flotte. Zwei Drittel davon stünden bereits 2013 zur Ablieferung an.
Die gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen im Euroraum sowie in China haben darüber hinaus nach Meinung der HSH Nordbank, einem der maßgeblichen Schiffsfinanzierer, die Unsicherheiten bezüglich der Aussichten für die Schifffahrt weiter erhöht. Infolge der Entwicklungen auf der Angebots- und Nachfrageseite bewegten sich die Fracht- und Zeitcharterraten in allen drei Märkten (Containerschiffe, Massenguttransport und Öltanker) auf sehr niedrigem und nur zum Teil kostendeckendem Niveau. Daran werde sich in allernächster Zeit nichts ändern, so HSH in ihrem Halbjahresbericht 2012. Die Bank erwartet den Tiefpunkt im Zyklus der Branche in den kommenden zwölf bis 18 Monaten und rechnet nicht vor Ende 2013 mit dem Beginn einer langsamen Erholung bei Fracht- und Charterraten.
Verjährung von Schadenersatzansprüchen droht
Der HCI Fonds MS "Greta" wird daher nicht der letzte Schiffsfonds sein, bei dem die Anleger einen Totalverlust erleiden werden. Zum Ende des Jahres 2012 drohen viele Schadenersatzansprüche von Schiffsfondsanlegern zu verjähren. Hintergrund ist, dass in zahlreichen Schiffsfonds im Jahr 2009 erstmals Ausschüttungen ausgesetzt, Sanierungskonzepte entwickelt und Anleger zu Nachschüssen oder Sanierungsbeiträgen aufgefordert wurden. Dadurch wurde den Anlegern bekannt, dass es sich bei einer Schiffsfondsbeteiligung keineswegs um eine so sichere und risikolose Beteiligung handelt, als die sie ihnen im Beratungsgespräch dargestellt wurde. Diese Kenntnis setzt möglicher Weise den lauf von dreijährigen Verjährungsfristen in Gang, die die Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen nach 2012 erschweren oder unmöglich machen.
Mehr Informationen zur Verjährung von Schadenersatzansprüchen bei geschlossenen Fonds erfahren Sie hier: http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/verjaehrung-von-schadenersatzanspruechen-von-anlegern-geschlossener-fonds.html
Haben Sie Fragen zu Ihrer Schiffsfondsbeteiligung? Möchten Sie wissen, ob wie Ihre Chancen stehen, Schadenersatzansprüche durchzusetzen? Rufen Sie uns an, wir helfen Ihnen gerne.
Artikellink: http://www.nittel.co/kanzlei/aktuell/naechster-hci-schiffsfonds-in-der-insolvenz-bulker-ms-greta-am-ende.html












