(openPR) Gute Planung und flexible NOE H 20 Trägerschalung
sparen Zeit und Geld
Das Lausitzer Seenland, ein Gebiet zwischen Berlin und Dresden, ist im Wandel. Die einstmals vom Kohleabbau geprägte Landschaft entwickelt sich zum Erholungsge-biet. In diesem Zusammenhang wird auch die lokale Infrastruktur ausgebaut. Der sogenannte Überleiter 6, eine Kombination aus Brücke, Schleuse und Fischtreppe, stellte die Verantwortlichen beim Schalungsbau vor eine anspruchsvolle Herausforderung.
Wo einst große Braunkohletagebauten standen, ent-wickelt sich ein neues Freizeit- und Tourismusgebiet. Durch die Flutung früherer Tagebaue wird eine spekta-kuläre Wasserwelt mit 23 künstlichen Seen geschaffen. Zukünftig sollen hier Erholungssuchende ihre Freizeit verbringen. Um ihnen eine schnelle Anreise zu ermögli-chen, baut der Projektträger, die Mitteldeutsche Berg-bauverwaltungsgesellschaft mbH (LMBV), zahlreiche Straßen, Schleusen und Brücken. Eines dieser Ingenieur-bauwerke ist der „Überleiter 6“ an der neu gestalteten Straße S 234.
Sie besteht aus einer Schleuse, die den Neuwieser- mit dem Partwitzer-See verbindet, einer parallel dazu ver-laufenden Fischtreppe, die den Tieren einen sicheren Übergang ermöglicht und einer Brücke, die quer zu Schleuse und Fischbrücke verläuft.
Die ausführenden Unternehmen
Ausgeführt wurde das Objekt von der ARGE Überleiter. Diese bestand aus den Firmen BauCom Bautzen GmbH und DIW Bau GmbH. Letztere übernahm die Betonarbei-ten und entschied sich bei der Suche nach einem geeig-neten Schalungslieferanten für die Niederlassung Cott-bus der NOE-Schaltechnik, Süssen. Ein wichtiger Grund hierfür war, dass der Schalungsspezialist ein detailliertes Angebot abgab, in dem bereits zahlreiche Aufgabenstel-lungen gelöst waren, die sich in der unkonventionellen Planung des Objekts versteckten. Denn auf den ersten Blick sind zwar an den Bauwerken keine Besonderheiten zu erkennen, doch wie so oft steckt der Teufel im Detail. So waren für den „Überleiter 6“ Sonderschalungen nötig.
Schleuse und Fischtreppe
Die Schleuse hat eine Gesamtlänge von ungefähr 47,5 m. Ihre Wände haben eine Höhe von zum Teil mehr als 7 m, wobei diese allerdings nach außen geneigt sind. Die Wände der Fischtreppe sind zwischen 2,50 und 5,20 m hoch, ebenfalls geneigt und stehen auf einer abschüssig verlaufenden Bodenplatte. Um den Fischen das Passieren der Treppe zu erleichtern, wurde mithilfe von 20 Stauwänden (2,25 m hoch) die Fließgeschwindigkeit des Wassers reduziert. Schleuse und Fischtreppe sind über Flügelwände verbunden, die ebenfalls unterschiedliche Neigungswinkel aufweisen. Sie wurden zur Aufnahme der Fugenbänder und Querkraftdorne mit sogenannten Kragenwänden ausgeführt. Obwohl die Planung sowohl den Nutzungsanforderungen als auch der Statik gerecht wurde, verbargen sich in ihr zahlreiche Elemente, die den Verantwortlichen großes Kopfzerbrechen bereiteten. Vor allem die unterschiedlichen Neigungs-winkel der einzelnen Bauteile machten den normalen Schalungseinsatz unmöglich. Infolgedessen mussten die Mitarbeiter der NOE Niederlassung Cottbus nach vielen individuellen Lösungen suchen. Dabei entstanden Son-derecken, Dehnfugen-Abschalungen, geneigte Abschal-kästen und Unterschalungskästen für Wandkonsolen. Um Kosten zu sparen, wurden diese mit den gängigen Schalungselementen des Herstellers kombiniert und zwischen zwei- und viermal in den verschiedenen Bau-abschnitten eingesetzt.
Die Brücke
Die Brücke des „Überleiters 6“ hat eine Länge von unge-fähr 86 m und besteht aus zwei Widerlagern mit bis zu 19 m langen und 8,30 m hohen Flügelwänden, die ihre Last in eine 1,20 m dicke Bodenplatte ableiten. Darüber führt ein Hohlkasten mit circa 46,5 m Spannweite und einer Konstruktionshöhe von circa 2,45 m. Dessen Ober-fläche dient als Fahrbahn bzw. Gehweg. Die Besonder-heit bei diesem Projekt lag vor allem in der Herstellung des Hohlkastens. Obwohl alle Beteiligten ursprünglich davon ausgingen, dass zur Fertigung der Wände und der Kragarme zahlreiche Sonderschalelemente nötig seien, schafften es die NOE-Mitarbeiter, diese Individuallösun-gen auf ein Minimum zu reduzieren. Tatsächlich bestand mehr als 95 % der gelieferten Schalung aus Standard-elementen der NOE H 20 Trägerschalung.
Schalungsbau und -planung
Um auf der Baustelle Zeit zu gewinnen, wurden alle Sonderbauteile in der Niederlassung Cottbus gefertigt und mit den Standardelementen kombiniert. Dies hatte den Vorteil, dass die Schalung unter optimalen Bedin-gungen gefertigt und die Montagezeiten so auf das absolut notwendige Minimum reduziert werden konn-ten. Indem die Schalung bedarfsgerecht auf die Baustelle geliefert wurde, war es zudem möglich, einen optimierten Bauablaufplan umzusetzen und viel Geld zu sparen. Voraussetzung hierfür war allerdings eine sehr sorgfältige Planung. Es gehört zum selbstverständlichen Service von NOE – gleichgültig ob die Kunden eigene Schalungen verwenden, diese mieten oder kaufen – eine gründliche Vorplanung zu leisten. Generell legen die NOE Mitarbeiter bereits in der Angebotsphase großen Wert darauf, alle anfallenden Aufgaben zu erkennen und zu kalkulieren. Um ihren Kunden Kosten zu sparen, suchen sie stets nach Lösungen, bei denen so wenig wie möglich Sonderschalungen zum Einsatz kommen.
Selbstverständlich war dies auch beim „Überleiter 6“ der Fall. Aufgrund der ungewöhnlichen Geometrie arbeiteten die NOE Ingenieure hierbei allerdings mehr als 600 Stunden an der Schalungsplanung. Ein Aufwand, der sich gelohnt hat, denn Herr Koppisch, Bauleiter der DIW Bau GmbH, ist vollkommen von den Leistungen des Schalungsherstellers überzeugt und sagt hierzu: „Die Pläne von NOE haben uns auf der Baustelle enorm geholfen und dazu beigetragen, dass wir schon vor dem geplanten Termin die Arbeit fertigstellen konnten.“
Bautafel:
Ausführendes Bauunternehmen:
Arge Überleiter 6 bestehend aus
BauCom Bautzen GmbH, 03042 Cottbus
DIW Bau GmbH, 01917 Kamenz
Schalungsplanung und Schalungslieferant:
NOE-Schaltechnik Georg Meyer-Keller GmbH + Co. KG
Niederlassung Cottbus, 03042 Cottbus












