(openPR) Autor: Christoph Leichtweiß, Ypos-Consulting GmbH
Privatanleger stehen zur Zeit vor einer schier unlösbaren Aufgabe:
Bei niedrigen Zinsen, verunsicherten Börsen und sich eintrübenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Geldanlage zu finden, die zumindest das Kapital erhält.
Darmstadt, 25.07.2012 – Das aktuelle Umfeld ist geprägt von historisch niedrigen Zinsen, fallenden Inflationsraten und – mit Blick auf die sich eintrübenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – überzogenen Dividendenerwartungen. Selbst Investoren, die lediglich den Realwert ihres Vermögens erhalten wollen, werden dies nur schaffen, wenn sie bereit sind, emotionale Blockaden zu überwinden und Schwankungen zu akzeptieren. Im Umfeld einer Überschuldungskrise, die das Finanzsystem an die Grenzen seiner Belastbarkeit bringt, dürfte das Halten von Liquidität zwar nervenschonend sein, aber eben auch kaufkraftvernichtend.
Doch was sind die Alternativen?
Die historisch niedrigen Zinsen machen es Privatanlegern und professionellen Investoren dieser Tage nicht leicht. Die Anleiherenditen vermeintlich stabiler Länder befinden sich auf Rekordtiefs. Teilweise bekommen diese Staaten ihr Kapital sogar zum Nulltarif. Bei soliden Schuldnern außerhalb der Eurozone ist ohne Währungsphantasie ebenfalls kein Kaufkrafterhalt möglich. Der Geldzufluss in Indexfonds mit Unternehmensanleihen wirkt ebenfalls nicht gesund. Der Aktienmarkt wiederum lebt in permanenter Angst vor einem rapiden Kursrutsch.
Die Hauptgründe für diese eigenartige Situation sind die Überschuldung der Industrienationen sowie das starke Eingreifen der Notenbanken zur Rettung des Finanzsystems. So wird beispielsweise durch die gezielte Niedrigzinspolitik versucht, eine finanzielle Repression herbei zu führen, also den Schuldenabbau mittels negativer Realzinsen. Die kürzlich vorgenommene Senkung des Zinses für die so genannte EZB-Einlagenfazilität verdeutlicht diesen Eingriff in die Märkte sehr gut. Die Gelder von Großbanken die über Nacht bei der Europäischen Zentralbank EZB „geparkt“ wurden, haben sich nach dieser Maßnahme stark reduziert. Das Geld wird sukzessive in andere Anlageklassen investiert werden. Der Fokus wird dabei mit größter Wahrscheinlichkeit zuerst auf kurzlaufenden Staatsanleihen „stabiler Ländern“ liegen, was wiederum die Zinsen noch weiter unter Druck setzen könnte.
Timing ist und bleibt somit schwierig. Ein Fazit ist aber sicher: Die wirkliche Streuung des Vermögens über Vermögensklassen, Währungen, Schuldner und Anlagestrategien wird von der Kür zur Pflicht.










