(openPR) München, den 18.07.2012: Das Bayerische Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes (BayKiBiG), das am 1. August 2005 in Kraft trat, hat sich in der Praxis nicht in allen Punkten bewährt und löste daher kontroverse Diskussionen aus. Es gibt Seitens der Eltern, der Einrichtungsträger und der pädagogischen Fachkräfte Änderungswünsche. Die Forderungen an die Staatsregierung sind unterschiedlich, aber eines ist klar: „Alle Beteiligten wollen mehr Qualität und somit einen besseren Anstellungsschlüssel. Was heißen soll, weniger Kinder kommen auf einen Erzieher“ so Johannes Högl, Geschäftsführer der Aktion Sonnenschein die sich unter anderem der Inklusion von Kindern mit Behinderung verschrieben hat. Eltern fordern daher für ihre Kinder Betreuungssicherheit, keine Personalausfälle und gute Pädagogik.
Vor diesem Hintergrund demonstrierten vergangenen Montag Eltern sowie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Kindertageseinrichtungen am Münchner Odeonsplatz für die nochmalige Überarbeitung des Gesetzentwurfes der Regierung, da noch viele Forderungen nicht aufgenommen sind.
Es nahmen viele Vertreter der unterschiedlichsten Träger und Kindertageseinrichtungen teil, so auch Mitarbeiter des Montessori-Integrationskindergartens der Aktion Sonnenschein. Sie unterstützen die Forderungen aus der Praxis und zeigten sich solidarisch für das Vorgehen der Betroffenen. „Denn die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung leistet einen bedeutenden Beitrag zur individuellen frühkindlichen Entwicklung und zum Ausgleich sozial bedingter Benachteiligung“ führt Högl aus.
Ein weiterer Punkt der zur Problemstellung beiträgt ist der Arbeitsmarkt. Es werden qualifizierte Fachkräfte benötigt. Denn nur so kann ein wichtiger Beitrag zu einer solidarischen Gesellschaft und Bildungsgerechtigkeit geleistet werden. Aber gerade dies ist in Zeiten des Fachkräftemangels schwieriger denn je. Ein wichtiges Signal setzt daher der deutsche Qualifikationsrahmen (DQR). Laut einer Meldung der Münchner Lehrerzeitung hat der DQR das Studium an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Bayern angehoben. Das Studium wurde auf Bachelor-Niveau eingestuft und Erziehern wurde damit eine Anerkennung ihrer Kompetenz und fachlichen Leistungen ausgesprochen. Daher gilt: Gute Rahmenbedingungen für eine gute pädagogische Arbeit!















