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Chinesischer Polizeioffizier tötet einen buddhistischen Mönch

16.07.201217:32 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Chinesischer Polizeioffizier tötet einen buddhistischen Mönch
Mönch Dragmar Phelgye
Mönch Dragmar Phelgye

(openPR) Am 1. Juli wurde die Leiche des 43jährigen Drakmar Phelgye von seinen Mitbrüdern in der Nähe einer Polizeistation in Tsapon gefunden. Er gehörte dem Kloster Jachung an, für dessen Buchhaltung er zuständig war. Und diese Tätigkeit erwies sich als fatal für ihn.



Pelgye stammt aus dem Dorf Drakmar im Bezirk Bayan Khar (chin. Hualong), TAP Tsoshar (chin. Haidong), Provinz Qinghai, ehemals Amdo.

Nachdem er am 20. Juni plötzlich verschwunden war, begab sich eine Gruppe von Mönchen des Klosters Jachung (chin. Xaichong) auf die Suche nach ihm. Schließlich entdeckten sie nach zwei Wochen intensiven Suchens die Leiche von Drakmar Pelgye in einem Graben in der Nähe der Polizeistation.

Nach der Auffindung schickte die Polizei aus unbekannten Gründen die Leiche nach Xining. Am Nachmittag des 1. Juli versammelten sich um die 150-300 Mönche und Laien vor der Polizeistation und forderten eine Erklärung. Ein großes Aufgebot an Polizisten stellte sich ihnen entgegen. Es kam zu einer Auseinandersetzung, bei der ein junger Mönch verletzt wurde.

Um die Lage unter Kontrolle zu bringen, versprach die Polizei, eine Untersuchung der Ereignisse an jenem verhängnisvollen Tag in die Wege zu leiten und forderte die Leute auf, nach Hause zu gehen. Doch sie blieben vor den Toren der Polizeistation.

Am 2. Juni gab die Polizei eine Erklärung über die Ereignisse heraus, die zu Pelgyes Tod führten. Sie sagten, daß ein Polizeioffizier namens Ma in der Nacht des 20. Juni mit vermummtem Gesicht ins Kloster eingedrungen sei.

Ma verschaffte sich den Zugang zu Drakmar Pelgeys Zimmer mit der Absicht, sich den Schlüssel zu dem Safe des Klosters zu verschaffen. Pelgye erkannte Ma jedoch und fragte ihn, was er denn vorhabe. Der in Panik geratene Polizist knebelte den Mönch, tötete ihn und entsorgte den Körper in einem Graben nahe der Polizeistation.

Seit 2008 waren Ma und andere Polizisten für die Beobachtung und Patrouille um das Jachung Kloster zuständig. Die chinesischen Behörden sagten, der Polizeioffizier, der den Mord an dem Mönch gestanden hätte, sei festgenommen worden.

Als Mönche und Laien in großer Zahl zu der Bezirkspolizei in Bayan Khar gehen wollten, um die Herausgabe von Phelgyes Leiche zu fordern und sich davon zu überzeugen, daß Ma tatsächlich festgenommen worden war, ließ die Polizei nur etwa ein Dutzend Mönche hingehen.

„Doch die Chinesen zwangen sie, die Einäscherung sofort vorzunehmen, was gegen die Wünsche der Mönche war, die die Zeremonie im Kloster durchführen wollten“, verlautet aus einer Quelle von RFA. Die Tibeter mißtrauten den Behörden und glaubten ihnen nicht, daß sie Ma festgenommen hätten.

“Der Tod eines Mönches durch die Hand eines hochrangigen Polizeioffiziers wird von den Ortsansässigen heiß diskutiert. Sie hegen Zweifel daran, ob der Schuldige tatsächlich festgenommen wurde und zeigen der Polizei ihren Unmut“.

Indessen bewacht die Polizei das Kloster Jachung, und weitere Sicherheitskräfte wurden eingesetzt, um jegliches Anzeichen von Unruhe unter den dort ansässigen Tibetern sofort zu unterdrücken. Letztes Jahr hatte das Public Security Bureau des Bezirks Bayan Khar das Kloster Jachung aufgefordert, eine Liste der Finanzen und Wertgegenstände anzufertigen, doch die Mönche verweigerten ihm diese Information

Quelle: The Tibet Post International, www.tibetpost.net

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