(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Zu später Stunde laufen Krimis. Gestern nicht nur im Fernsehen: Für Mitternacht stand in Norwegen die Entscheidung an, ob der Ölarbeiterstreik in der dritten Woche an Schärfe zunimmt. Die Optionen:
1. Aussperrung der Arbeiter/minus 1,6 Millionen Fässer Öl pro Tag auf dem (europäischen) Markt/Aussicht auf lang anhaltende Streikphase
2. Einigung in letzter Minute durch Kompromiss bei den Rentenansprüchen
3. Die Regierung schreitet ein, spricht ein Machtwort (nämlich „Nei!“ – auf gut deutsch „Nöö, so nicht!“), schickt die Arbeiter zurück.
Nun der gestrige Abend im Schnelldurchlauf: Die Marktteilnehmer halten Optionen 2 und 3 für realistisch, preisen das Risiko für Option 1 (immerhin gibt sich Ölmulti Statoil vorbereitet) aber moderat ein. An langfristige Ausfälle glaubt eigentlich keiner. Als es ohne Konflikt-Lösung dunkel wird – wenigstens hierzulande, denn in Skandinavien ist derzeit Nacht-Mangel – stellen sich die Börsianer, zumindest aber deren Systeme, langsam doch auf die Aussperrung ein. Das Barrel Brent kostet zwischenzeitlich wieder mehr als 100 Dollar. Die Regierung des achtgrößten Ölexport-Lands, ausgestattet mit dem Recht auf Streikbruch, zieht in der Nacht die Notbremse und wählt Tor 3. Ein Schlichtungsspruch wird vorbereitet, die Arbeitnehmer müssen zurück ans Tagwerk. Die Produktion soll langsam wieder auf Normalniveau, aktuell fehlt dazu eine Viertelmillion Barrel täglich. Und schon kostet das Barrel Nordseeöl wieder 98,50 Dollar (und WTI etwa 85 Dollar bei weniger starken Schwankungen, denn Norwegen und die USA sind dann doch zu weit entfernte Märkte!).
Bei Preisen, die wir von gestern schon kennen, und einem Euro-Dollar-Verhältnis (knapp unter 1,23 Dollar), das wir ebenfalls von gestern schon kennen, erwarten wir bei Ausbleiben weiterer „Breaking News“ folgende Heizölpreisveränderung: keine.
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