(openPR) Rauchen kann unter Umständen zur Erblindung führen. Darauf weist der Berufsverband der Augenärzte Deutschland (BVA) in Frankfurt unter Berufung auf wissenschaftliche Studien hin.
Demnach ist rauchen der einzige kontrollierbare Risikofaktor für altersabhängige Makuladegeneration (AMD). AMD ist eine Augenkrankheit, bei der sich die Netzhaut verändert.
Raucher hätten im Vergleich zu Nichtrauchern ein mindestens doppelt so hohes Risiko, an AMD zu erkranken und das Augenlicht zu verlieren, so der Verband. Allerdings sei das Risiko vielen Menschen nicht bekannt.
Raucher haben mehr Krebs erregendes Acrylamid im BlutRaucher haben nach einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) erhöhte Werte der Krebs erregenden Substanz Acrylamid im Blut.
Der Stoff werde nicht nur über erhitzte und kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Pommes frites, Kartoffelchips oder Bratkartoffeln aufgenommen. Auch Tabakrauch bringt das Gift in den Körper. Mit durchschnittlich 1,5 Mikrogramm pro Liter Blut liegen die Werte bei Rauchern etwa drei Mal höher als bei Nichtrauchern (0,4 Mikrogramm).
Ein Expertenteam hatte seit Herbst 2003 untersucht, ob auch unterschiedliche Ernährungsweisen einen messbaren Einfluss auf die Belastung mit Acrylamid haben. Bei mehr als 80 Prozent der insgesamt 395 Teilnehmer wurde dabei Acrylamid im Blut nachgewiesen.
Einen eindeutigen Zusammenhang zwischen der Konzentration der Substanz im Blut und dem Ernährungsstil stellten die Forscher jedoch nicht fest. Nur wer mehrmals pro Woche Pommes frites und Kartoffelchips isst, hatte leicht erhöhte Acrylamid-Werte. Der Unterschied ist jedoch gering und aus wissenschaftlicher Sicht nicht signifikant.
Es ist zudem fraglich, ob die Ernährungsweise tatsächlich zu den höheren Messwerten führt. Um die Rolle der Ernährung klarer zu bestimmen, sind weitere Studien notwendig. Es steht allerdings eindeutig fest, dass Raucher deutlich stärker gefährdet sind. Die Studie wird in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes vorgestellt.
Schon vier Zigaretten täglich verdreifachen LungenkrebsrisikoSchon ein bis vier Zigaretten pro Tag verdreifachen das Risiko für Lungenkrebs und Herz-Kreislaufleiden. Dazu hatten norwegische Wissenschaftler die Daten von 43 000 Männern und Frauen zwischen 35 und 49 Jahren ausgewertet. Frauen sind demnach besonders gefährdet, auch bei nur wenigen Zigaretten täglich an Lungenkrebs zu erkranken.
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