(openPR) LEIPZIG. (Ceto) Die erwarteten Aufwärtskorrekturen bei den Rohölnotierungen sind ausgeblieben. Mehr noch: Nach der am Morgen beschriebenen vorübergehenden Seitwärtsbewegung geht der Preisrutsch munter weiter! Gegenüber dem Frühhandel verlor ein Fass Nordseeöl erneut deutlich an Wert, kostet am Nachmittag mit 111,50 Dollar beinahe 2 Dollar weniger. Auch US-Leichtöl verlor über die amerikanische Nacht hinweg noch vor Eröffnung der Märkte jenseits des Atlantiks mehr als einen Dollar und wird zur Stunde für 96,50 Dollar gehandelt. Offenbar zu stark sind die preishemmenden Einflüsse, von denen weitere noch heute erwartet werden: Die Schätzung der Ölbestände durch das American Petroleum Institute wird eintreffen und wohl wieder eine Reserve-Zunahme verkünden. Dem saudischen Ölminister Ali al-Naimi, der mit dem weltgrößten Ölproduzenten an einer entscheidenden Stellschraube sitzt und gewaltig daran dreht, ist der Preis nach wie vor zu hoch. Und nicht zuletzt haben auch Ereignisse der Vergangenheit für Skepsis gesorgt: Die Wahlergebnisse aus Frankreich und Griechenland lassen Europa eher bangen als hoffen, das zeigt sich nicht nur an den Ölpreisen, sondern auch am Euro (phasenweise unter 1,30 Dollar) und den Aktienmärkten. Wohl nur positive Signale aus der Wirtschaft oder eine niedriger als erwartet ausfallende Bestandsschätzung aus Übersee könnte doch noch zur heraufbeschworenen Kurskorrektur führen.
Da der Heizölpreis bekanntlich mit zeitlicher Verzögerung auf die Entwicklung an den Rohölbörsen reagiert, ist der jüngste Preissturz noch nicht vollends dort angekommen. Dennoch ging der von uns täglich aktuell ermittelte bundesweite Durchschnittspreis angesichts des weiteren Rutschs doch in eine nicht vorhergesehene, aber erfreuliche Richtung: nach unten. Für 100 Liter Heizöl in 3.000-Liter-Lieferungen wurden heute im Schnitt 89,34 Euro verlangt, das sind 27 Cent weniger als gestern.
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