(openPR) Die bereits traditionell im Frühjahr stattfindenden Städteseminare für Kunden von TS Aluminium beschäftigten sich dieses Mal mit verschiedenen Aspekten rund um den Wintergarten. Die Referenten der in Landshut, Köln, Leipzig und Hannover durchgeführten Seminare stellten die Themen Verglasung, Begrünung von Wintergärten sowie juristische Aspekte des professionellen Wintergartenbaus in den Fokus ihrer Erläuterungen.
Den Anfang machte Dipl.-Ing. Reiner Oberacker (Technische Beratung Glaserhandwerk BW Karlsruhe) mit zwei großen Themenblöcken zur Verglasung im Wintergarten. Zunächst stellte Oberacker noch einmal die grundlegenden Bedingungen der EnEV in Bezug auf die Verglasung vor und ging auf die unterschiedlichen Auswirkungen von Zweifach- und Dreifachvergasungen auf die Wärmebilanzierung ein. Vor allem ging es hier auch um die Frage, welche Auswirkungen für Planer und Auftragnehmer zu berücksichtigen sind.
In einem zweiten Beitrag befasste sich Oberacker mit der Frage der Anwendung der Technischen Regeln (TRAV etc.) in der Praxis sowie die Ausgestaltung dieser Regeln in der zukünftigen DIN 18008.
Besonders interessant für den Wintergartenbau waren die Ausführungen zu den praktischen Auswirkungen der aktuell verstärkt angebotenen Dreifachverglasungen. Oberacker verdeutlichte anschaulich die besonderen physikalischen Bedingungen bei diesen Isoliergläsern und erläuterte, an welchen Positionen Beschichtungen platziert werden können, ohne dass Beeinträchtigungen zu erwarten sind.
Für Oberacker referierte bei den Veranstaltungen in Leipzig und Hannover Dipl.-Ing. FH Lutz Wiegand (Ingenieurbüro für Glas im Bauwesen, Hofheim/Ts).
Einen Ausflug in eine für Wintergartenbauer oft recht unbekannte Thematik unternahm Dipl.-Ing. Maria Sansoni-Köchel mit ihrem Beitrag über die „Begrünung von Wintergärten“. Die Referentin und Autorin stellte an zahlreichen Praxisbeispielen oft gemachte Planungsfehler in Bezug auf die Bepflanzung dar und gab eine Reihe von Handreichungen, wie der Wintergartenbauer seine Kunden auch in Bezug auf die Bepflanzung umfassend beraten kann. Besonders sensibilisiert wurden die Zuhörer auch bezüglich oft gemachter „Wahrnehmungsfehler“ der Kunden, zum Beispiel in Bezug auf die Helligkeit eines Raumes, da das menschliche Auge Helligkeitsunterschiede automatisch ausgleicht und aufhellt. Daher seien Lichtmessungen immer mit technischen Hilfsmitteln durchzuführen.
Den Abschluss bildete Dr. Stephan Kleinjohann (Fachanwalt für Bau- und Arbeitsrecht, Göttingen) mit einem Vortrag über den „professionellen Wintergartenbau aus juristischer Sicht“. Dr. Kleinjohann beschäftigte sich zunächst einmal mit wesentlichen Punkten der Rechtsprechung für den Wintergartenbau. So stellte er die beiden Hauptleistungspflichten des Fachbetriebs dar und erläuterte sein „juristisches Pflichtenheft für den Wintergartenbau“ mit allen in der Praxis relevanten Punkten.
Im Anschluss daran widmete sich Dr. Kleinjohann der Frage, wann ein Wintergarten „frei von Sachmängeln“ sei und erläuterte aus der Sicht des Juristen ein richtiges Verhalten bei Mängeln.
Zum Abschluss wurden zentrale Aspekte referiert, die für den Fachbetrieb von besonderer Bedeutung sind, so zum Beispiel die Darstellung einer vollständigen Leistungsbeschreibung, die wesentlichen Punkte einer ordnungsgemäßen Abnahme sowie die Hinweispflichten.
Besonders an den Vortrag von Dr. Kleinjohann schloss sich eine intensive Diskussion mit zahlreichen Detailfragen an.
Das große Interesse aus Kreisen der Verarbeiter und Händler von TS Aluminium zeigte erneut, wie wichtig die Diskussion der aktuellen Herausforderungen im Wintergartenbau ist. Der Wintergartenbau zeigt sich als komplexe Bauaufgabe, die eine Vielzahl von Kenntnissen erfordert. Harald de Witt, Vertriebsleiter bei TS Aluminium, stellte daher in seinen Schlussbemerkungen die Notwendigkeit ständiger Fortbildung und Schulung heraus. Seitens TS Aluminium wird die Schulungsserie im nächsten Frühjahr fortgesetzt werden.













