(openPR) Wallmerod, den 28. September 2005 –Menschen ziehen aus der Dorfmitte aus – nach draußen an den Rand. Für jüngere Menschen besitzt die Dorfmitte scheinbar keine Anziehungskraft mehr. Und von außen ziehen nur wenige Menschen zu. Mit ihrer Initiative „Leben im Dorf – Leben mittendrin“ will die Verbandsgemeinde Wallmerod diesem Trend und den damit verbundenen ernsten Konsequenzen für die betroffene Bausubstanz entgegenwirken. Der Wallmeroder Bürgermeister Jürgen Paulus ist mit dem Fortgang der Initiative zufrieden: „Bisher wurden elf Objekte gefördert. Eines ist bereits fertig gestellt, die Übrigen befinden sich momentan im Bau. Weitere Anträge liegen uns vor. Das zeigt, unser Konzept wird angenommen.“
Nach einer Untersuchung werden in den 21 Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde rund 800 Grundstücke und Häuser in den Dorfkernen in absehbarer Zeit „notleidend“. Zum einen, weil die Bausubstanz bröckelt, zum anderen, weil junges Leben fehlt, die Nachfolge-Generation. Im Rahmen der Initiative „Leben im Dorf – Leben mittendrin“ wurden für alle Wallmeroder Ortsgemeinden Fördergebiete festgelegt und förderfähige Maßnahmen bestimmt. Wer in den Fördergebieten alte Häuser erwirbt oder saniert, Baulücken bebaut oder alte Gebäude abreißt und einen Neubau erstellt, wird gefördert. Jene Bürger, die dem Altbau wieder „Leben geben“ wollen, können mit planerischer Beratung und finanzieller Unterstützung rechnen.
Sieben erfahrene Büros für Dorfhaus-Architektur haben gemeinsam mit der Verbandsgemeinde-Verwaltung Ideen entwickelt. Das Konzept basiert auf grundsätzlichen Leitlinien: Das architektonische Konzept ist mehr als ein Einzelobjekt-Konzept. Erstrebenswert ist die Gestaltung von Verbindungselementen für die Gebäude untereinander. Die Sanierung, Modernisierung und Erweiterung der Einzel-Gebäude sieht moderne, aber explizit dörfliche Architekturmerkmale vor. Die Architektur wird geleitet von einem Gesamtkonzept „Gestaltung Dorfkern“ – wobei es durchaus bei größeren Dörfern mehrere solcher „Kerne" geben kann.
Initiative „Leben im Dorf – Leben mittendrin“
Im Jahr 2004 entwickelte die Verbandsgemeinde Wallmerod die Initiative „Leben im Dorf – Leben mittendrin“. Die bislang praktizierte großzügige Erschließung von Neubaugebieten bei gleichzeitiger Vernachlässigung vorhandener Wohnraum- und Grundstückspotentiale in den Ortskernen führt angesichts des demographischen Wandels in zunehmendem Maße zu einer teils dramatischen Entvölkerung der Ortskerne. In Kooperation mit mehreren Architektenbüros wurden zunächst attraktive Lösungen für „neues Wohnen“ in alten Gebäuden vorgestellt. Mit dem Aktions- und Förderplan zur Belebung der Ortskerne versucht die Verbandsgemeinde Wallmerod einer weiteren Verödung der Dorfzentren und einem Wegbrechen sozialer Strukturen wirksam zu begegnen. Neben einer restriktiven Baulandausweisung und einer offensiven Werbung für das „Leben im Dorf“, bietet der Aktions- und Förderplan in seinem Kernpunkt einen finanziellen Anreiz zum Bau oder Erwerb von Gebäuden innerhalb der Ortskerne an.
Weitere Informationen unter www.wallmerod.de
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