(openPR) Der Anlage-Tipp zu Ostern
Autor: Christoph Leichtweiß, Finanzexperte des Beratungsunternehmens YPOS Consulting, Darmstadt.
Diese faulen Eier sollten Anleger besser liegen lassen
Typsicherweise beschäftigen sich „Anlage-Empfehlungen“ mit Investitionen, die gerade interessant erscheinen. Selten zu finden sind dagegen Hinweise, wovon man besser die Finger lässt oder was man tunlichst verkaufen sollte.
Hier sind einige Investments, die in der aktuellen Situation nicht eben erste Wahl sind:
Aktienanleihen
Auf den ersten Blick scheinen Aktienanleihen durchaus interessant zu sein. Schließlich bieten sie während der Laufzeit eine Verzinsung, die deutlich höher liegt als bei herkömmlichen festverzinslichen Papieren. Der Haken kommt am Ende der Laufzeit. Hier hat der Emittent, in der Regel eine Bank, die Möglichkeit entweder den Nominalbetrag zu 100 Prozent zurückzuzahlen oder eine bestimmte Anzahl an Aktien des der Anleihe zugrunde liegenden Basiswerts. Der Käufer eines solchen Papiers nimmt somit dem Emittenten das Risiko stark fallender Kurse ab. Der dafür in Form des Zinses gezahlte Preis hängt von der Volatilität (Schwankungsbreite) am Markt ab. Wirklich gut das Rendite-Risiko-Verhältnis bei solchen Papieren daher nur bei starken Schwankungen. Aktuell ist die Volatilität aber lediglich durchschnittlich.
Discount-Zertifikate
Ebenfalls ganz oben in der Gunst vieler Anleger stehen zurzeit so genannte Discount-Zertifikate. Hierbei wird ein Rabatt (Discount) auf den aktuellen Aktienkurs des jeweiligen Basiswertes gewährt. Der Discount wirkt dabei wie ein Sicherheitspuffer gegen Kursverluste. Solange der Kurs sich oberhalb des rabattierten Wertes hält, ist das Discount-Zertifikat im Plus. Die Gewinne sind mit einem Cap „gedeckelt“. Anleger, die sich für ein solches Papier entscheiden, erwarten gleich bleibende oder leicht steigende Kurse des Basiswertes. Genau wie bei der Aktienanleihe nimmt der Käufer auch hier dem Emittenten das Risiko stark fallender Kurs ab. Ebenfalls kein gutes Geschäft bei der aktuell eher durchschnittlichen Schwankungsbreite.
Anleihen von Subventionsempfängern
Eine Melange aus 80 Prozent Kredit und 20 Prozent Fremdkapital, um gerade ebenso 7 Prozent Rendite vor Steuern zeigen zu können, spricht nicht gerade für ein gutes Investment. Wenn Unternehmen einen extremen Kredithebel von bis zu 80 Prozent benötigen, dann birgt das ein großes Risiko. Daran ändern auch Subventionen nichts. Die Devise für Anleger muss hier lauten: Nicht von Renditen blenden lassen und Finger weg, von Anleihen solcher Gesellschaften. Hohe Fremdfinanzierung bleibt ein hohes Risiko.
Fazit: Anleger sollten skeptisch und wachsam bleiben. Es gibt nichts geschenkt – nicht einmal an Ostern. Weder Rendite, noch nominelle Sicherheit und erst recht keinen realen Erhalt des Vermögens.










