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Laser sicherer als konventionelle Prostata-Ausschälung

04.04.201212:06 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Laser sicherer als konventionelle Prostata-Ausschälung
Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum
Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum

(openPR) Weitaus schonender als die konventionelle Ausschälung (TURP) der Prostata sind moderne Laserverfahren wie die Greenlight-Lasertherapie oder das Diodenlaser-Verfahren. Aber auch hinsichtlich der Sicherheit ist die Laserbehandlung der TURP überlegen. Dies konnte eine Studie, die jüngst in der renommierten Fachzeitschrift „Urology“ publiziert wurde, belegen.



Ständiges Wasserlassen, ein schwacher Harnstrahl und unangenehmes Nachtröpfeln - was für viele Männer zum Alptraum wird, ist meist auf eine gutartige Vergrößerung der Prostata zurückzuführen. Sie trifft fast jeden zweiten Mann über 50 und sogar jeden 80-Jährigen. Bei der so genannten benignen Prostatahyperplasie (BPH) wächst das Drüsengewebe der Prostata in den Bereich der Harnröhre. Durch die Einengung der Harnröhre nimmt die Stärke des Harnstrahls ab und Restharn verbleibt in der Blase. Führen die Medikamente nicht zum gewünschten Erfolg oder kommt es zu wiederholten Harnwegsinfekten oder Blutbeimengungen im Urin, ist in der Regel ein operativer Eingriff zur Beseitigung der Harnabflussstörung erforderlich.

Als Standardverfahren zur operativen Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung gilt nach wie vor die klassische Ausschälung (transurethrale Prostataresektion/TURP). Dabei wird ein spezielles Endoskop in die Harnröhre eingeführt und mit einer elektrischen Schlinge der drüsige Anteil der Prostata um die Harnröhre herum ausgehöhlt. „Obwohl diese Methode in den letzten Jahren dank des medizinischen Fortschrittes deutlich verbessert wurde, können Komplikationen auftreten“, erklärt Dr. Pedram Derakhshani, Urologe im Westdeutschen Prostatazentrum. „Insbesondere im Hinblick auf die noch immer bestehenden Blutungsrisiken werden seit einigen Jahren neben der klassischen Ausschälung schonende Laserverfahren wie die Greenlight-Lasertherapie oder das Diodenlaser-Verfahren eingesetzt“, so der Kölner Urologe. Hierbei wird anstelle des elektrischen Stroms überschüssiges Gewebe mittels Laserenergie verdampft. Der Vorteil besteht dabei in der nahezu blutungsfreien Operation.

Laser: Weniger Komplikationen während des Eingriffs

Dass die Lasertherapie der herkömmlichen Ausschälung in puncto Sicherheit überlegen ist, zeigen nun die Ergebnisse einer aktuellen Studie1 an 108 Patienten, die entweder mit einem Greenlight-Laser oder TURP behandelt wurden: Während bei der Laserbehandlung keine nennenswerten Komplikationen auftraten, war bei acht Patienten der TURP-Gruppe eine operationsbedingte Bluttransfusion notwendig, bei drei Patienten trat ein s.g. transurethrales Resektionssyndrom auf. Hierbei gelangt Spülflüssigkeit über eröffnete Gefäße in den Blutkreislauf. Als Folge kommt es zu einer Veränderung der Elektrolytsituation und damit zu einer enormen Belastung des Kreislaufs. Bei fünf Pati-enten kam es zu einer Perforation der Prostatakapsel.

Aber auch in Hinblick auf die Dauer des Krankenhausaufenthaltes bot das Laserverfahren deutliche Vorteile: „Ein Harnröhrenkatheter wird nach der Lasertherapie in der Regel für eine Nacht gelegt und verkürzt somit den Klinikaufenthalt von einer Woche auf zwei Tage. In einigen Fällen ist sogar eine ambulante Versorgung möglich“, sagt Derakhshani.

Aufgrund der offensichtlichen Vorteile im Nebenwirkungsprofil profitieren vor allem Patienten mit einem erhöhten OP-Risiko und solche, die gerinnungshemmende Medikamente einnehmen müssen, von dem Laserverfahren. Mit dem besonders leistungsstarken Diodenlaser Evolve 150 können selbst Patienten mit einer großen Prostata problemlos behandelt werden.

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Literatur:

1Chen J, Wang M, Wang S, Sun P, Zhao Y, Zhang L, Jin X. : 160-Watt Lithium Triboride Laser Vaporization Versus Transurethral Resection of Prostate: A Prospective Nonrandomized Two-center Trial. Urology. 2012 Mar;79(3):650-4.

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