(openPR) Prävention heißt heute "moderne" Tiermedizin. Nicht mehr "reparieren" (also Tiere behandeln, wenn sie krank sind). Früher stand das Behandeln erkrankter Tiere als alleinige tierärztliche Aufgabe. Heute können wir aufgrund des Verhaltens der Schweine bereits erkennen, wenn "etwas nicht in Ordnung ist". Daraus werden Schlüsse gezogen und bereits frühzeitig reagiert, damit die Tiere erst gar nicht erkranken.
Die Agrar – und Veterinär – Akademie (AVA)im münsterländischen Horstmar-Leer bietet deshalb in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Fachtierarzt und Schweinespezialisten Dr. Kees Scheepens und Dipl.-Ing. agr. Lucia Lake (Düsseldorf) einen 2-tägigen Workshop zur „Verfeinerung der Tierbeobachtung“ und dem „Aufspüren und Deuten von Schweinesignalen“ an. Ziel ist es, das Auge des Tierbeobachters zu schärfen und aus diesen „Schweinesignalen“ entsprechende Konsequenzen – auch für die tierärztliche Betreuung – zu ziehen. „Schweine geben uns eine Vielzahl von Zeichen, durch die wir bereits schon sehr früh feststellen können, ob die Tiere sich entsprechend wohl fühlen“, so Dr. Kees Scheepens, der dieses Konzept bereits seit Jahren erfolgreich in den Niederlanden und Zusammenarbeit mit der AVA mittlerweile der 21. Workshop anbietet.
„Schweine geben uns eine Vielzahl von Signalen, durch die wir bereits schon sehr früh feststellen können, ob die Tiere sich entsprechend wohl fühlen“, so Dr. Kees Scheepens, der dieses Konzept bereits seit Jahren erfolgreich in den Niederlanden und Zusammenarbeit mit der AVA anbietet. Neben den Checklisten, die zu der intensiven praktischen Schweinebetriebsanalyse (ein Ferkelerzeuger und Mastbetrieb) am zweiten Kurstag gehört, fehlt z. B. auch nicht Litermaß, Stoppuhr, Nebel-, Ammoniak – & CO2-Messgeräte und vor allem das Fieberthermometer. Jede Auffälligkeit wird dokumentiert und in der Nachbesprechung intensiv diskutiert.
„Sind die Nasenrücken der Ferkel geschwärzt? – dies ist ein Zeichen für gute Milchleistung der Sau“, erklärt Kees Scheepens. Kotmenge, Kotkonsistenz, BCR, Fütterungsregime, Stallwetterbeurteilung, Geburtsgewichte,….- halt alle Auffälligkeiten müssen zusammengetragen und die „Schweinesignale“ gedeutet werden. Alle Teilnehmer der bisherigen Kurse waren begeistert und konnten sehr viele Anregungen für ihre tägliche Arbeit und Beratung mit nach Hause nehmen. Je früher „Auffälligkeiten“ erkannt werden, umso früher kann man „eingreifen“, um die Leistungsbereitschaft der Tiere zu erhalten.
"Vorbeugen ist besser als Heilen", so Gründer und Leiter der AVA, Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt für Schweine EG Hellwig. Und damit werden Arzneimittel eingespart, was in der heutigen Zeit im Rahmen der Forderungen eines auf das Mindestmaß eingeschränkten Arzneimittelgebrauch, modernster tierärztlicher Bestandsbetreuung entspricht. Und weil Landwirte, Berater und der Hoftierarzt "in einem Boot sitzen", wird dieser Workshop für alle diese Berufsgruppen gleichermaßen und gemeinsam angeboten.
Der neue Kurs findet am 12. und 13. April 2012 statt. Anmeldungen unter
AVA. Gerne unterrichtet die AVA Sie in den Signalen der Schweine.
AVA - Fortbildungen spart Arzneimittel im Stall!













