(openPR) Für 2 Tage war kürzlich zum wiederholten Male der holländische "Schweineflüsterer" Dr. Kees Scheepens (NL-Best) zum Thema "Schweinesignale"in die Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) geladen. Mittlerweile war dies der 17. - Schweineintensivkurs für in der Tierproduktion tätige Schweinespezialisten.
Was wollen Schweine uns sagen? - was teilen Sie uns mit?- was zeigen sie uns?, wie interpretiert man Verhaltensäußerungen, verbal und nicht verbal, der Tiere? In dem Intensivkurs mit Dr. Kees Scheepens aus den Niederlanden, dem Fütterungsspezialisten Diplomagraringenieur Georg Riewenherm aus Düsseldorf und dem AVA-Gründer und Leiter, Fachtierarzt für Schweine und Diplomagraringenieur Ernst-Günther Hellwig, wurde den teilnehmenden Tierärzten, Landwirten und Beratern viele Schweinesignale vorgeführt und interpretiert. Die zum Teil sehr weit angereisten Workshopteilnehmer aus der Schweiz, Österreich und weiten Teilen Deutschlands diskutierten mit den Referenten sehr intensiv und eingehend die von Schweinen mitgeteilten Informationen, die es jedoch von uns Menschen, bzw. Betreuern, eindeutig zu deuten gilt. Wie sagen es uns die Tiere,wenn Sie eine Verbesserung von z.B.Komfort und Fütterung fordern?
Die Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gestandene "Schweineberater", die gekommen waren, um ihr Wissen aufzufrischen und zu erweitern. Gerade in diesem Kurs wurde sehr viel diskutiert und besprochen, was nicht nur den Teilnehmern, sondern auch den Referenten viele neue Ideen und Anregungen brachten. Somit war es nicht verwunderlich, dass nahezu von 9.00 Uhr morgens bis 20.00 Uhr der Kurssaal am ersten Tag besetzt war. ...Und nachher wurde beim gemeinsamen Abendessen im Landgasthof "Tante Toni" (nebenan) bei sehr gutem Essen und Getränken weiter intensiv zur Sache diskutiert.
Am 2. Tag besuchte die Arbeitsgruppe je einen Ferkelerzeuger- und Mastbetrieb in der Region des Münsterlandes. Die beiden Betriebsinhaber zeigten bereitwillig ihren gesamten Betrieb, und nahezu "jeder Winkel" wurde von den Kursteilnehmern inspiziert und auch beurteilt. Jedes Abteil, ja jede Ecke war zugänglich, um anhand der mehrseitigen Checklisten, die den Kursteilnehmern von der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) zur Verfügung gestellt wurden, jede Auffälligkeit (im positiven und auch kritischen Sinne) zu dokumentieren. Es gab sehr viel zu beobachten und zu diskutieren, um das Verhalten und daraus resultierend die "Wünsche" der Tiere richtig zu interpretieren. Ansatzpunkte zur Verbesserung einzelner Teilaspekte in der Produktion für die Betriebsleiter wurden gerne für die Managementarbeiten mit einbezogen. Obwohl das Leistungsniveau der Betriebe schon recht hoch ist, gab es doch die ein oder andere Idee aus den Reihen der erfahrenen Kursteilnehmer. Die Landwirte waren sehr angetan von den "eifrigen" Teilnehmern des Intensivworkshops mit all ihren Ideen und Vorstellungen, die für Tier und Mensch noch kleine Verbesserungen zum Wohle der Tiere bringen könnten. Am Nachmittag wurden dann alle beobachteten Aspekte von den Schweinexperten schriftlich zusammengetragen, mit allen Kursteilnehmern intensiv diskutiert und als "Synthese" zu einer Betriebsberatung vorgestellt. Die Arbeitsgruppe verständigte sich auf die drei wichtigsten Punkte, die den Landwirten vorgetragen wurden, um hier primär einzugreifen und entsprechend die Managementfaktoren noch zu optimieren.
In den Evaluationen des Kurses waren sich die Teilnehmer allesamt einig, dass ein solcher Workshop eines der wichtigsten Grundvoraussetzungen für die Beratung von Schweinebetrieben sei. Jeder Tierarzt, Landwirt und Berater sollte dieses Kursangebot nutzen, um in den Schweinebetrieben noch besser die Signale der Tiere aufzugreifen und mit dem Betriebsleiter alle Managementfaktoren noch intensiver und tiergerechter zu optimieren
Der nächste Kurs ist im Frühjahr 2010 geplant. Gerne kann man sich schon einen Platz sichern, also schon anmelden in der Geschäftsstelle der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) unter www.ava1.de und












