(openPR) 2 Tage Intensivkurs in der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) zum dem Thema "Schweinesignale". Was wollen Schweine überhaupt? Was zeigen sie uns?, Was sagen Sie uns damit? Wie können wir den Komfort verbessern? Wie können wir den Tieren "helfen"? Dr. Kees Scheepens aus den Niederlanden und Dr. Martin Rimbach aus Pinneberg, verstanden es, den teilnehmenden Tierärzten, Landwirten und Beratern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz viele Schweinesignale vorzuführen und zu interpretieren. Eigentlich sollte man annehmen, dass dies ein Kurs für junge Berufsanfänger sei- aber weit gefehlt ! Die Mehrzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gestandene "Schweineberater", die gekommen waren, um ihr Wissen aufzufrischen und zu erweitern. Gerade in diesem Kurs wurde sehr viel diskutiert und besprochen, was nicht nur den Teilnehmern, sondern auch den Referenten viele neue Ideen und Anregungen brachten. Somit war es nicht verwunderlich, dass nahezu bis 20.00 Uhr der Kurssaal besetzt war. Akademiedirektor Ernst-Günther Hellwig, selbst Fachtierarzt für Schweine und Diplomagraringenieur, lobte das hohe Engagement der Arbeitsgruppe. Später ging es dann im Landgasthof "Tante Toni" (nebenan) beim sehr gutem Essen und Getränken weiter. Es wurde bis nach Mitternacht intensiv, meist fachlich, diskutiert.
Am 2. Tag besuchte die Arbeitsgruppe je einen Ferkelerzeuger- und Mastbetrieb in der Region. Die beiden Betriebsinhaber zeigten bereitwillig ihren gesamten Betrieb, wofür alle Kursteilnehmer noch einmal danken möchten. Jedes Abteil, ja jede Ecke war zugänglich, um mittels der vierseitigen Checkliste vorzugehen und zu dokumentieren. Es gab viel zu beobachten und zu diskutieren, um das Verhalten der Tiere richtig zu interpretieren. Ansatzpunkte zur Verbesserung einzelner Teilaspekte in der Produktion für die Betriebsleiter wurden gerne für die Managementarbeiten mit einbezogen. Obwohl das Leistungsniveau der Betriebe schon recht hoch ist, gab es doch die ein oder andere Idee aus den Reihen der erfahrenen Kursteilnehmer. Nachmittags wurden dann alle beobachteten Aspekte von den Schweinexperten zusammengetragen, mit allen Kursteilnehmern intensiv diskutiert und als "Synthese" vorgestellt. Dabei ist es besonders wichtig, dass man nicht jedes Detail als sofort zu bearbeitenden Punkt ansprechen sollte. Die Arbeitsgruppe verständigte sich auf drei wichtige Punkte, die den Landwirten vorgetragen wurden, um hier primär einzugreifen und entsprechend zu optimieren.
Die Evaluationen des Kurses durch die Teilnehmer sind allesamt sehr gut, was auf die Qualität des Workshops rückschliessen lässt. Der nächste Kurs ist im Herbst 2009 geplant. Gerne können Sie sich schon bei der AVA anmelden. Es gibt viel zu sehen und zu diskutieren... .
Letztendlich dienen diese Intensivkurse dem Tierschutz und dem Verbraucherschutz. Das Auge des "Managers" wird geschult, um den Tieren beste "Wohlfühlatmosphäre" zu bieten. Dies ist der Tiergesundheit dienlich, was weniger Erkrankungsraten zur Folge hat. Jeder in der Schweineproduktion stehender Fachmann (oder Fachfrau) sollte solch einen Spezialkurs des Schweineflüsterers einmal besucht haben.













