(openPR) Das Herz jedes vierten heute 40-Jährigen wird im Laufe seines Lebens aus dem Takt geraten, möglicherweise mit gefährlichen Komplikationen. Die Patientenveranstaltung des St. Remigius Krankenhauses Opladen am 21. März 2012 will über das Vorhofflimmern aufklären – bei weitem die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung.
Das Herz schlägt 60 bis 100 Mal pro Minute, das heißt 80.000 bis 150.000 Mal am Tag. Dass es dabei aus dem Takt geraten kann, verwundert nicht wirklich. Die Folgen können jedoch sehr unterschiedlich sein. Eine der typischen Herzrhythmusstörungen ist das Vorhofflimmern. „Vorhofflimmern ist allein betrachtet nicht lebensbedrohlich, kann aber zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen führen,“ so Dr. Marc Spielmanns, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des St. Remigius Krankenhauses Opladen. In Deutschland gibt es mindestens eine Million Patienten, die an dieser Herzrhythmusstörung leiden. Vorwiegend leiden ältere Menschen an ihr, zumeist Männer. Und aufgrund der alternden Gesellschaft steigt die Zahl der Betroffenen weiter, es wird sogar mit einer Verdoppelung in den nächsten 50 Jahren gerechnet.
Die Symptome beim Vorhofflimmern reichen von Herzklopfen und unregelmäßigem Puls bis hin zu Kurzatmigkeit, Schwäche, Müdigkeit und Schwindel. Häufig bleibt es jedoch völlig unbemerkt. Experten schätzen, dass es eine hohe Zahl von Betroffenen gibt, die mit Vorhofflimmern leben, ohne es zu wissen, doch das Tückische an der Rhythmusstörung ist, dass sie sich häufig erst durch Komplikationen bemerkbar macht. So haben Patienten mit Vorhofflimmern ein fünffach erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Während des Flimmerns ist die Pumpfunktion in den Herzvorhöfen eingeschränkt, so dass sich dort Blutgerinnsel bilden können. Wird ein solches Gerinnsel mit dem Blutstrom ins Gehirn gespült, kann es dort ein Gefäß verstopfen und so zum Schlaganfall führen. Zu den eher seltenen, aber auch mit Vorhofflimmern verknüpften Erkrankungen zählen Herzschwäche und Herzversagen bzw. der plötzliche Herztod. In Deutschland sterben jährlich rund 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Um Komplikationen zu vermeiden, ist die frühzeitige Erkennen und exakte Einordnung der Herzrhythmusstörung durch einen Internisten oder Kardiologen sehr wichtig. Denn: “Wird die Störung rechtzeitig erkannt und behandelt, lassen sich die Folgen in vielen Fällen vermeiden“, so Dr. Marc Spielmanns.
Die Patientenveranstaltung „Vorhofflimmern“ beschäftigt sich mit neuen Methoden der Diagnostik und Therapie dieser Herzrhythmusstörung. Die Kardiologen Dr. Bernhard Rappert von der kardiologischen Gemeinschaftspraxis in Leverkusen und Oberarzt Dr. Felix Lachmann vom St. Remigius Krankenhaus Opladen referieren und werden sich Zeit nehmen, ausführlich mit den Interessierten zu diskutieren. Der Chefarzt ermuntert die Gäste schon jetzt ausdrücklich: „Stellen Sie die die Fragen, die Ihnen am Herzen liegen.“
Vorträge
15.15 – 15.45 Uhr „’Mein Herz schlägt nicht richtig!’ Über harmlose und gefährliche Herzrhythmusstörungen“, Dr. Felix Lachmann, Oberarzt und Kardiologe, Klinik für Innere Medizin, St. Remigius Krankenhaus Opladen
15.45 – 16.15 Uhr „Vorhofflimmern. Hat die Marcumar-Therapie ausgedient?“, Dr. Bernhard Rappert, Internist und Kardiologe, Kardiologische Gemeinschaftspraxis Leverkusen
Einführung in das Thema und Moderation: Dr. Marc Spielmanns, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, St. Remigius Krankenhaus Opladen
Remigius Ärztehaus, Seminarraum, 4. Etage, An St. Remigius 28, 51379 Leverkusen







