(openPR) Die Lunge steht in ständigem Kontakt mit der Umwelt und ist vielfältigen Angriffen von Schadstoffen aus der Luft, Bakterien, Viren und Allergenen ausgesetzt. Wirksame Abwehrmechanismen schützen ihre bis zu 140 qm große Oberfläche, doch Atemwegs- und Lungenerkrankungen nehmen in erschreckendem Maße zu. Am 30. Juni 2012 können sich Besucher im St. Remigius Krankenhaus Opladen am Tag der Lunge über Atemwegserkrankungen und medizinischen Therapien informieren sowie einen Blick hinter die Kulissen verschiedener Abteilungen werfen.
Wir atmen ein und aus, ununterbrochen, jeden Tag, jede Minute unseres Lebens. Eine gesunde Lunge versorgt den menschlichen Körper und die Organe mit lebensnotwendigem Sauerstoff, dem Brennstoff, der in allen Zellen des Körpers gebraucht wird. Die stete Zunahme von Atemwegs- und Lungenkrankheiten zeigt jedoch, dass die Lunge ein empfindliches und schutzbedürftiges Organ ist. Doch ab wann ist die Atmung nicht mehr in Ordnung? Atemstörungen können unterschiedliche Ursachen haben. Dr. Marc Spielmanns, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am St. Remigius Krankenhaus Opladen rät: „Das Wichtigste ist, schon auf kleinste Beschwerden, wie etwa Husten über einen längeren Zeitraum oder Atemnot, zu achten. Im Zweifel sollte man sich unbedingt einem Lungenfunktionstest unterziehen.“ Eingeatmete Stäube, Gase, Rauch und Dämpfe können zu schweren Schädigungen der Lunge führen. Die häufigsten Lungenerkrankungen wie Asthma, chronisch obstruktive Bronchitis oder Bronchialkarzinome werden zum großen Teil durch solche Partikel verursacht. Experten warnen, dass Atemwegs- und Lungenkrankheiten bis zum Jahr 2020 weiter stark zunehmen werden. Ziel muss es daher sein, die Risikofaktoren für die Entstehung von Lungenkrankheiten, insbesondere das Zigarettenrauchen, zu minimieren. Bei der Therapie von Lungen- und Atemwegserkrankungen ist eine enge fachübergreifende Abstimmung der Experten erforderlich, wie sie bei der Behandlung von Lungentumoren bereits praktiziert wird. Dort arbeiten eine Vielzahl von Spezialisten wie Lungenfachärzte, Kardiologen, Radiologen, Therapeuten und Chirurgen eng zusammen. „Das Ziel ist, ein maßgeschneidertes Behandlungskonzept für den Patienten zu entwickeln, bei dem alle Experten an einem Strang ziehen“, so Dr. Dirk Wassenberg, Chefarzt der Klinik für Viszeral- und Thoraxchirurgie im St. Remigius Krankenhaus Opladen. Damit nicht nur Leverkusen aufatmen kann, müssen vorbeugende Maßnahmen, Früherkennung und rechtzeitige Behandlung intensiviert werden. „Wir wollen am Lungentag gezielt die Bevölkerung über Möglichkeiten der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von verschiedenen Atemwegs- und Lungenkrankheiten informieren“, so Dr. Marc Spielmanns.
Der Lungentag steht unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters Reinhard Buchhorn und ist durch das Engagement vieler Kooperationspartner, insbesondere durch die Krankenkassen, ermöglicht worden. Lungenspezialisten aus Klinik und Praxis referieren am 30. Juni zu den unterschiedlichsten Themen wie Hyposensibilisierung bei Allergien, Raucherentwöhnung oder Möglichkeiten des Lungensportes. Im Anschluss an die Vorträge stehen die Ärzte für Fragen gern zur Verfügung. Zudem informieren Selbsthilfegruppen über ihre Arbeit. Ein besonderer Höhepunkt ist das begehbare Lungenmodell. Führungen durch die Endoskopie, die Lungenfunktionsabteilung runden das vielfältige Angebot ab.
Tag der Lunge: „Leverkusen atmet auf“
Samstag, 30. Juni 2012, 13.00 bis 18.00 Uhr
Foyer im Krankenhaus und Seminarraum im Ärztehaus
St. Remigius Krankenhaus Opladen
An St. Remigius 26, 51379 Leverkusen
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht nötig.







