(openPR) Das Herz jedes vierten heute 40-Jährigen wird im Laufe seines Lebens aus dem Takt geraten, möglicherweise mit gefährlichen Komplikationen. Die Patientenveranstaltung der Klinik für Innere Medizin des St. Remigius Krankenhauses Opladen am 13. September 2012, die aufgrund der großen Nachfrage im Agam-Saal des Leverkusener Forums stattfindet, will über das Vorhofflimmern aufklären – die bei weitem häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung.
Das Herz schlägt 60 bis 100 Mal pro Minute, das heißt 80.000 bis 150.000 Mal am Tag. Dass es dabei schon mal aus dem Takt geraten kann, ist nicht verwunderlich. Die Folgen können jedoch sehr unterschiedlich sein. Eine der typischen Herzrhythmusstörungen ist das Vorhofflimmern. „Vorhofflimmern für sich allein betrachtet, ist nicht lebensbedrohlich, es kann aber zu schweren Folgeerkrankungen führen,“ so Dr. Marc Spielmanns, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin des St. Remigius Krankenhauses Opladen. In Deutschland gibt es schätzungsweise eine Million Patienten, die an dieser Herzrhythmusstörung leiden, vorwiegend ältere Menschen, zumeist Männer. Aufgrund der alternden Gesellschaft wird die Zahl der Betroffenen weiter steigen, es wird sogar mit einer Verdoppelung in den nächsten 50 Jahren gerechnet.
Vorhofflimmern ist eine tückische Erkrankung: Während ein Teil der Patienten praktisch nichts von der Herzrhythmusstörung spürt, leiden andere unter wiederholt auftretenden starken Beschwerden wie Herzklopfen, Herzrasen, Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel, Schweißausbrüchen, Müdigkeit oder Benommenheit. Vor allem verursachen Herzstolpern und Herzrasen Ängste und das Gefühl einer gesundheitlichen Bedrohung. Hinzu kommen Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit und psychische Anspannungen, die das Vorhofflimmern noch verschlechtern können. Zahlreiche Erkrankte entwickeln gleichsam Vermeidungsstrategien, versuchen, körperlichen Anstrengungen aus dem Weg zu gehen und ziehen sich mehr und mehr vom sozialen Leben zurück.
Die größte Gefährdung der Patienten besteht allerdings in einem deutlich erhöhten Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, der bei Menschen mit Vorhofflimmern oft besonders schwer verläuft. Zu den eher seltenen, aber auch mit Vorhofflimmern verknüpften Erkrankungen zählen Herzschwäche und Herzversagen bzw. der plötzliche Herztod. Um Komplikationen zu vermeiden, ist die frühzeitige Erkennen und exakte Einordnung der Herzrhythmusstörung durch einen Internisten oder Kardiologen sehr wichtig. Daher empfiehlt Dr. Marc Spielmanns einen frühzeitigen Gang zum Facharzt. „Ein EKG bringt Klarheit!“ Denn wird die Störung rechtzeitig erkannt und behandelt, lassen sich in vielen Fällen die dramatischen Folgen vermeiden.
Die Patientenveranstaltung „Vorhofflimmern“ beschäftigt sich mit neuen Methoden der Diagnostik und Therapie dieser Herzrhythmusstörung. Die Kardiologen Dr. Bernhard Rappert von der kardiologischen Gemeinschaftspraxis in Leverkusen und Oberarzt Dr. Felix Lachmann vom St. Remigius Krankenhaus Opladen referieren im Leverkusener Forum und werden sich Zeit nehmen, ausführlich mit den Interessierten zu diskutieren.
Patientenveranstaltung: „Wenn das Herz aus dem Takt gerät – Vorhofflimmern“
Datum: 13. September 2012
Uhrzeit: 15.00-17.00 Uhr
Ort: Forum Leverkusen, Agam-Saal, Am Büchelter Hof 9, 51373 Leverkusen
Themen und Referenten:
• „’Mein Herz schlägt nicht richtig!’ Über harmlose und gefährliche Herzrhythmusstörungen“, Dr. Felix Lachmann, Oberarzt und Kardiologe, Klinik für Innere Medizin, St. Remigius Krankenhaus Opladen
• „Vorhofflimmern. Hat die Marcumar-Therapie ausgedient?“, Dr. Bernhard Rappert, Internist und Kardiologe, Kardiologische Gemeinschaftspraxis Leverkusen
• Einführung in das Thema und Moderation: Dr. Marc Spielmanns, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin, St. Remigius Krankenhaus Opladen
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.








