(openPR) (Kiel): „Ich denke schon“, sagt die Verlegerin Germaine Adelt aus Kiel. „Gerade die Kurzgeschichten und die Lyrik fristen in Deutschland ein Schattendasein, was etwaige Veröffentlichungen angeht. Ob es ein Wagnis ist, diese Veröffentlichungen auch noch auf ausschließlich E-Books auszudehnen, muss sich einfach zeigen.“
Es kommt einer Mutprobe gleich, den Buchmarkt ausschließlich mit Kurzgeschichten und insbesondere mit Lyrik bestücken zu wollen. Alle großen Bestseller sind aus dem Genre des Romans. Hinzu die Frage, ob tatsächlich ein Bedarf in der Leserschaft an Kurzgeschichten und Lyrik besteht. „Ich bin da sehr zuversichtlich“, sagt Germaine Adelt, „ich kenne viele sehr gute Autoren, die sich insbesondere mit dem Genre der Kurzgeschichten befassen. Auch gibt es meiner Meinung nach sehr gute Lyriker, die es durchaus wert sind veröffentlicht zu werden.“
Es erscheint als Risiko, die so schon gewagten Veröffentlichungen ausschließlich auf dem E-Book Bereich zu begrenzen. „Das sehe ich anders“, erklärt die Verlegerin des Wartegeschichten-Verlages. „Gerade bei den E-Books ergeben sich vielfältige Möglichkeiten. Von der weltweiten Verfügbarkeit bis hin zu den unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten.“
Eine Meinung, der sich Tobias Herold, Geschäftsführer der Firma vektorrausch GmbH aus Kiel anschließt. „Ich denke, dass speziell für Nischengenres wie Kurzgeschichten und Lyrik, die Publikation als E-Book eine echte Alternative darstellt. Eine Kurzgeschichte kann man bequem unterwegs auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn lesen. Vielleicht sogar als tägliches Abonnement innerhalb einer Verlags-APP. Und Lyrik kann man wunderbar ergänzen durch optionale Vorlesefunktionen mit bekannten Sprechern und vielleicht durch passende Hintergrundmusik untermalen. Alles muss dabei natürlich in einem angemessenen Rahmen stattfinden. Aber generell sind die Möglichkeiten vielfältig. Man benötigt nur mutige Verlage, die die Potentiale der neuen Medien ausreizen wollen.“
Ob nun die Leserschaft insbesondere Bedarf an Erzählbänden oder gar Lyrikbänden hat, bleibt abzuwarten. Die Zukunft wird es zeigen.













