(openPR) 22.08.03
BERLIN. In einem Beitrag für die Eßlinger Zeitung (heutige Ausgabe), schreibt der Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Wolfgang :
Der furchtbare Bombenanschlag auf das UN-Hauptquartier im Irak am Dienstag war ein schwarzer Tag für den Irak, aber auch für die gesamte Weltvölkergemeinschaft. Ein feiger Anschlag, der zeigt, dass die angeblichen Widerstandskämpfer im Irak nicht zwischen Besatzungsmächten und internationalen Helfern unterscheiden, sondern ihren blinden Hass gegen alles richten, was alte Herrschaften ablösen will. Die Situation im Irak wird von Tag zu Tag gefährlicher - sollte die Weltvölkergemeinschaft das Land deshalb jetzt seinem Schicksal überlassen? Nein, die Menschen des Iraks verdienen eine Chance auf einen friedlichen, demokratischen Neubeginn. Das gebietet unser humanitäres Mitgefühl, das entspricht aber auch unserem Interesse an Stabilität im Irak und in der gesamten Region. Es ist gut, dass der UN-Generalsekretär als Reaktion auf den Anschlag schon angekündigt hat, das Engagement der Vereinten Nationen im Irak fortsetzen zu wollen.
Unter den zahlreichen unschuldigen Opfern war auch der Irak-Beauftragte der Vereinten Nationen, Sergio Vieira de Mello, ein in zahlreichen Krisen erfahrener, ausgezeichneter UN-Diplomat, ein engagierter Kämpfer für den Frieden und für die Menschenrechte auf der ganzen Welt, ein unermüdlicher Streiter für eine bessere Zukunft der so leidgeprüften Menschen des Iraks.
Sergio de Mello hat den Menschen im Irak Hoffnung gegeben. Seine Arbeit darf nicht umsonst gewesen sein, wir dürfen die Iraker jetzt nicht allein lassen - trotz aller Streitereien über den Kriegsbeginn, trotz der aktuellen Gefahren und Unruhen. Die Vereinten Nationen müssen im Irak weitermachen, ja sie müssen eine noch aktivere, stärkere Rolle erhalten. Die Siegermächte können den Frieden nicht allein gewinnen, das beginnen auch die USA inzwischen zu erkennen.








