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Pflanzenprobe Mais mit erhöhtem Dioxinwert

28.04.200423:40 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) 22.08.2003

Die ersten Ergebnisse der Dioxinanalyse aus einer Pflanzenprobe Mais in der Nähe der in der vergangenen Woche in Brand geratenen Recyclinganlage in Gösen (Saale-Holzland-Kreis) liegen vor. Der Wert von 2,9 Nanogramm/Kilogramm (ng/kg) überschreitet den Grenzwert von 0,75 ng/kg. Für den angebauten Mais wurde sofort ein Nutzungs- und Verfütterungsverbot veranlasst. Das für den Verbraucherschutz zuständige Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit wurde umgehend unterrichtet.



Die Proben wurden am Montag (18. August 2003) durch die staatliche Futtermittelkontrolle, die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) in Jena, gezogen und einem Labor zur Analyse übergeben.

Im Umkreis des Brandortes - in Zugrichtung des Rauches - werden derzeit durch die TLL weitere Boden- und – falls erforderlich – Pflanzenproben gezogen und analysiert.

Die ebenfalls erfolgte Untersuchung des Maises auf Schwermetalle ergab keine Belastungen. Weitere Analyseergebnisse (Schwermetalle, Dioxin) von entnommenen Boden- und Pflanzenproben werden in der nächsten Woche erwartet.

Im Übrigen hat das Staatliche Umweltamt Gera heute die sofortige Beräumung und Entsorgung der verbrannten Abfälle angeordnet.

Katrin Trommer-Huckauf

Pressesprecherin

Anlage

Chronologie

Brand in der Recyclinganlage in Gösen (Saale-Holzland-Kreis)

Chronologie der Beprobung

15.8. 2003

Brandausbruch

18.8.2003 (Montag)

Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL) nimmt auf Gelände der Agrargenossenschaft Königshofen von Silomais an 3 Standorten Pflanzenproben, bestimmte Komponenten: Schwermetalle, PCB, PAK; 1 Probe Dioxine Ergebnisse liegen am 22.8. 2003 vor, Landratsamt (LRA) des Saale-Holzland-Kreises lässt sich von Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (TLUG) zu zu entnehmenden Proben (Wasser) beraten

19.8.2003

Thüringer Innenministerium (TIM) → TMLNU Amtshilfeersuchen der Einsatzleitung für 20.8.2003 angekündigt, SUA Gera wurde von Freiwilliger Feuerwehr (FF) informiert, dass bei deren Bestimmungen keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt wurden

20.8.2003

offizielles Amtshilfeersuchen in TLUG am Vormittag eingetroffen, TLUG-Messwagen zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg, Thüringer Landesverwaltungsamt (TLVwA) faxt Übersicht über die Messungen von FF → TMLNU. Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, nitrose Gase, Schwefeldioxid wurden im Abzugsgebiet der Rauchsäule gemessen. Es wurden keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt.

TLUG erste Info zu Mess-Einsatz:

Messpunkte in Abstimmung mit Einsatzleitung

Messorte: MP 1 – Gewerbegebiet Königshofen

MP 2 – Kaufland Eisenberg

MP 3 – Eisenberg Ringwiese

MP 4 – Schützenplatz Eisenberg

MP 5 – Rudolf-Elle-KH Eisenberg

gemessene Komponenten: zusätzlich über Prüfröhrchen an einzelnen

- Schwefeldioxid Messpunkten gemessene Komponenten:

Stickoxide - HCl

Ozon - Blausäure

Kohlenmonoxid

Schwebstaub

Erste Messergebnisse vor Ort mit Prüfröhrchen an den ersten zwei Messpunkten sind negativ (keine Anzeige, d. h. Werte unter Empfindlichkeit Prüfröhrchen).

LRA an vier Standorten (in Südwest/Südost-Richtung; Eisenberg) Pflanzenmaterial entnommen → Auftrag an Fa. Agrar- und Umweltanalytik GmbH, Zeitpunkt des Vorliegens der Ergebnisse ist noch nicht bekannt, TLL auf Gelände Agrargenossenschaft Königshofen Bodenproben (an den Stellen, wo am 18.8 die Pflanzenproben genommen wurden) bestimmte Komponenten: Schwermetalle, PCB, PAK; 1 Probe Dioxine Ergebnisse liegen in der nächsten Woche vor TLUG wird vom LRA (Mittag) beauftragt, Löschwasserproben zu untersuchen bestimmte Komponenten: Cyanide, Schwermetalle, Bromid, PAK, Dioxine, CSB, BSB Ergebnisse liegen in der nächsten Woche vor

21.8.2003

Beratung mit allen Vollzugsbehörden im TMLNU;

Das TLVwA berichtet als zentrale Koordinierungsstelle über den aktuellen Sachstand. Zur Koordinierung des zügigen weiteren Vorgehens nach Entlassung des Objektes aus der Zuständigkeit der Einsatzleitung hat das TLVwA alle involvierten Behörden für Montag, den 25.8.2003, eingeladen.

Fax LRA an TLVwA – wegen extremer Gefahr der Wiederentzündung sofortige Beräumung der Brandrückstände veranlassen – TLVwA nimmt Kontakt zur Einsatzleitung auf

22.8.2003

Vertreter TMLNU und TLVwA seit ca. 10 Uhr vor Ort, TLVwA: Bescheid des SUA Gera mit Sofortvollzug an den Betreiber zur Beräumung erlassen, 13 Uhr Beratung auf dem Gelände in Gösen auf Einladung des Landrates zu dringenden anstehenden Entscheidungen, u.a. wann die Beräumung beginnen kann.

Ergebnisse der Schwermetall- und Dioxinanalysen liegen vor: sofortige Veranlassung weiterer Boden- und Pflanzenproben durch TLL; Nutzungs- und Verfütterungsverbot für Mais

 

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