(openPR) Die Pegel an den Oberläufen der Flüsse in Thüringen stagnieren bzw. sinken. Auch an den Mittel- und Unterläufen ist eine grundsätzliche Stagnation eingetreten. Anstiege sind jedoch noch an der unteren Saale und an der mittleren und unteren Unstrut sowie Werra zu verzeichnen.
Das Rückhaltebecken Straußfurt hat gestern den Vollstau erreicht und läuft seit den Nachmittagsstunden über. Die Höhe der Abgabe nach unterhalb wird über den Grundablass nachgesteuert.
Seit 11 Uhr wird zusätzlich oberhalb der Talsperre Straußfurt der Polder Ringleben geflutet. Dadurch wird ein zusätzlicher Rückhaltestauraum von ca. einer halben Million m³ Inhalt genutzt. Der Polder Schönewerda wird ab heute Nachmittag vollständig geflutet, ebenso der Polder Ritteburg im Raum Artern.
Die Hochwasseralarmstufe 3 besteht weiterhin für den Wartburgkreis, den Landkreis Sömmerda, den Kyffhäuserkreis, die Stadt Jena und den Saale-Holzland-Kreis.
Die Hochwasserrückhaltebecken Straußfurt, Ratscher und Grimmelshausen sowie die Hochwasserschutzräume der Saale-Talsperren werden in den nächsten Tagen auf hohem Niveau wieder entleert, so dass unterhalb dieser Rückhaltebecken über längere Zeit ein relativ gleich bleibender Wasserabfluss in den Flüssen bestehen bleiben wird. Die Entleerung dieser Becken ist notwendig, um kurzfristig wieder ausreichend Stauvolumen für zu erwartende Niederschläge bzw. Abtauprozesse zur Verfügung zu haben.
Die Information der Öffentlichkeit über die Hochwasserentwicklung erfolgt telefonisch über den Ansagedienst (0180/500 30 04 – Saale, Weiße Elster, Pleiße; 0180/500 30 05 – Werra, Steinach; 0180/500 30 06 – Unstrut, Ilm, Leine), das Internetinformationssystem INVISUM der Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie (www.tlug-jena.de/newwq) sowie über den Videotext des mdr, Tafel 535 (Elbegebiet) und 536 (Wesergebiet).
Katrin Trommer-Huckauf









